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© Bosch, BU: Stefan Pribnow

Beihilfe zum Betrug? – Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt – Bosch und der Manipulationsskandal bei Diesel-Motoren

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Die Empörung über die Lügen und den Betrug beim Volkswagen-Konzern bezüglich Diesel-Kraftwagen wächst weiter. Eine Meldung über manipulierte Motoren jagt die nächste. Der Schrecken nimmt kein Ende. Nun gerät der 1886 von Robert Bosch gegründete Gesellschaft in den Sog des profitgierigen Sumpfes voller Nieten in Nadelstreifen.

Mehrere Medien berichten, dass drei Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH mit Sitz in Gerlingen bei Stuttgart ins Visier der Stuttgarter Staatsanwaltschaft geraten seien. Bosch, nicht nur bekannt als Haushaltsgerätehersteller sondern auch als Automobilzulieferer, schickte dem Wolfsburger Weltkonzern die Software, mit der VW die Zahlen schönte, die Abgaswerte manipulierte. Laut „Spiegel-Online (29.06.2017) gehe es „um Führungskräfte mit Personalverantwortung – bis hinauf zum mittleren Management“.

Bei Bosch in Gerlingen betont man weiterhin, vom Lug und Betrug der Wolfsburger nichts gewusst zu haben.

Allerdings sei laut „Spiegel-Online“ (29.06.2017) „im Zuge der Ermittlungen der US-Justiz … jedoch ein E-Mail-Verkehr zwischen Managern von VW und Bosch aufgetaucht, der eine engere Zusammenarbeit auch bei der Manipulation nahelegen könnte“. Süffisant wird angemerkt, dass sich Bosch in den USA durch einen Vergleich vor Klagen „freigekauft“ habe. Bosch soll über 327,5 Millionen Dollar (304 Millionen Euro) gezahlt haben. Bosch-Bedienstete betonten, dass der Vergleich „keine Anerkennung der Sachverhalte“ und „keine Einräumung von Schuld“ sei.

Und die Moral von der Geschicht‘? Schuld will bei Lug und Trug, bei diesem Motorenmanipulationsskandal niemand haben. Auch nicht bei Bosch. Würde sich Robert Bosch anlässlich aktuell vermuteter mieser Machenschaften von Bosch-Mitarbeitern im Grabe umdrehen?

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