Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Der Konsul (lateinisch consul), war derjenige, der das höchste Amt im Römischen Reich erreichte. Die Konsuln, die von der comitia centuriata enannten Volksversammlung gewählt wurden, waren die höchsten Beamten Roms. Lucius Iunius Brutus gilt als der erste Konsul Roms. Konsule gehörten damals dem Stand der Patrizier an, also der adeligen Oberschicht im antiken Rom.
Der Begriff Konsul und Konsulat hat sich bis heute gehalten. Bekannt ist vor allem das Französische Konsulat. Vom 10. November 1799 bis zum 1. Dezember 1804 reagierte Napoleon Bonaparte als Erster Konsul, bis er dieses höchstselbst beendete, indem er sich am 2. Dezember 1804 zum Kaiser krönte und das Erste Kaiserreich das Französische Konsulat ablöste. Der Übergang vom Direktorium zum Konsulat erfolgt übrigens durch einen Putsch. Der Staatsstreich des 18. Brumaire VIII vom 9. November 1799 markiert das Ende der Französischen Revolution. Die französische Küche ist geblieben, obwohl sie auch eine Revolution erfuhr, so daß von einer Haute Cuisine und Grand Cuisine die Rede ist, sondern von einer Nouvelle Cuisine.
Für die gehobene Küche im vergrößerten Westfrankenreich beziehungsweise die hohe Kochkunst stehen namhafte und weltberühmte Köche wie Marie-Antoine Carême und Auguste Escoffier sowie der Gastrosophen und Autor Jean Anthelme Brillat-Savarin mit seinem Werk „La Physiologie du Goût“. Die Zeit der Haut Cuisine ist die des 18. Jahrhunderts bis zur Französischen Revolution von 1789 bis 1799.
Die Köche, die beim Adel in Lohn und Brot standen, mußten sich als Arbeitslose anschließend selbständig machen. Sie gründeten Restaurants. Die Grande Cuisine, die auch als Cuisine classique bezeichnet wird, hielt gut und gerne 170 Jahre und also bis 1971. Die Nouvelle Cuisine ging ebenfalls vom République française genannten Reich der Franken aus. Ihr wohl berühmtester Koch ist Paul Bocuse, der am 11. Februar 1926 in Collonges-au-Mont-d’Or bei Lyon geboren wurde und dort am 20. Januar 2018 starb. Kenner und Kritiker, die seinerzeit etwas auf sich hielten, kehrten wenigstens einmal in ihrem Leben im weltbekannten Restaurant L’Auberge du Pont de Collonges ein.
Wer im „Le Consulat“, das eine Mischung aus Bistrot und Restaurant im Herzen Charlottenburgs sein solle, einkehrt, der dürfte sich wundern, daß kein Blau, Weiß und Rot zu finden ist, aber viel Grün und edler Glanz. Adrett gekleidete Kellner tragen zum gehobenen Ambiente bei.
Horsd’œuvre
Die Köche im Berliner Restaurant Le Consulat lassen Brillat-Savarin zwar nicht links liegen, scheinen sich aber an Bocuse zu orientieren. Zu den Horsd’œuvre genannten Vorspeisen zählen Parfait aus Geflügelleber im Glas – mit einer Note Cognac, pavé au levain, poivre rose. Die „Escargots à la bourguignonne“ sind sechs Schnecken an der Zahl, die nach Burgunder Art in Kräuterbutter gratiniert werden.
Des Délices de la Mer lesen sich klassisch. Sowohl das Bisque de fruits de mer und also die Fischsuppe mit einer Auswahl von verschiedenen Edelfischen und Meeresfrüchten als auch das Filet de sandre, das besonders bei Berlinern und Brandenburgern Beifall finden dürfte, denn nichts geht hierzulande über ein flottes Filet von einem frisch zubereiteten jüngst in der Havel gefangenen Zander. Daß dazu Zuckerschoten oder Erbsenpüree passen, das versteht sich von selbst, doch beides gleichzeitig?
Als plats principaux genannte Hauptgerichte werden derzeit ein Steak au poivre und also Rinderfilet mit Pfeffersauce, grünem Spagel, Rosmarin-Kartoffeln und Honigtomaten angeboten und auch ein Oeuf poché pané (gebackene pochierte Eier mit Spinatsalat, Sauerteigbrot, Grana Padano und Balsamico.
Wie wäre es zwischendurch mit Klassikern wie Elsässer Flammkuchen und Käse? Pavé au levain (Sauerteigbrot, Meersalzbutter und Olivenöl) reichen den Schönen. Rôti de boeuf möchte sein sowie
Dessert
Derzeit steht ein Mousse au Chocolat auf der Karte, für das dunkle Callebauld-Schokolade und Dulce de leche Verwendung finden. Köstlich ist auch – keine Frage – eine Crème brûlée mit frischen Beeren. Und das ist auch klassisch.
Alleine für diese Süßspeise aus Eigelb, Sahne und Zucker, die nicht nur aromatisiert wird, sondern karamelisiert, möchte man laufen wie der letzte Universalgelehrte. Richtig, die Rede ist von Leibniz, Gottfried Wilhelm Leibniz. Mein Leibniz hätte Haute Cuisine, Grand Cuisine und Nouvelle Cuisine genossen und wie der Konsul Napoleon Bonaparte gerne gegessen im
Die Recherche wurde von der Leibniz Gastro GmbH unterstützt.
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Waldkirchen, Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Bayerisch ist nicht gleich Bayerisch. Das lernt man sehr schnell, wenn man den Bayerischen Wald an der Grenze zu Tschechien besucht. Die Bewohner sprechen im Waidler-Dialekt und nennen sich gern auch die Waidler. Als der Architekt Manfred Stockinger zusammen mit seiner Schwester Eva die Idee hatte, in ihrem Heimatort Mauth Ferienhäuser zu errichten und ein kleines Feriendorf zu bauen, stand für sie der Name ihres Projektes schnell fest. Es konnte nur Waidlerland heißen. Denn sie sind beide hier zu Hause, hier steht ihr Elternhaus, diese Landschaft mit ihrer Naturschönheit sollte auch die Urlauber erfreuen. „Als Architekt und Waidler war es mir ein tiefes Anliegen, mit modernen Holzchalets im Herzen des Bayerischen Waldes meiner Heimat etwas zurückzugeben. Ich konnte gemeinsam mit regionalen Betrieben etwas Zeitloses und Beständiges erschaffen,“ so Manfred Stockinger.
Und so schlüpfte er auch in die Rolle eines Hoteliers. Pünktlich zu den Silvesterfeiern 2019/2020 wurde das Waidlerland auf einer 10.000 Quadratmeter großen Anlage in Mauth im südlichen Teil des Nationalparks Bayerischer Wald eröffnet.
Ein Markenzeichen von Waidlerland sind die individuell gestalteten Chalets, die traditionell aus Holz gefertigt sind, und eine Vielzahl von Annehmlichkeiten bieten, von einem eigenen Outdoor-Whirlpool auf der Terrasse, einer voll ausgestatteten Küche, Infrarot-Kabine bis zu einem Kaminofen mit ausreichend Holzscheiten zum Nachlegen. Eine Kurzformel könnte lauten: Naturidylle Deluxe. Es ist genügend Platz für die ganze Familie, für bis zu sechs Personen, und auch die vierbeinigen Familienmitglieder sind willkommen.
Zum Service gehört auch, dass der Feriengast bis zu vier E-Bikes kostenlos ausleihen kann. Bei Ankunft steht eine zünftige Brotzeit im Kühlschrank und eine Flasche Wein auf dem Tisch, jeden Morgen hängt vor acht Uhr früh ein Brötchenbeutel an der Chalet-Tür.
Sauna und Kamin sind besonders im Winter gefragt, denn das Waidlerland empfängt das ganze Jahr seine Gäste. Im Winter kann der Nationalpark dann auf mehr als 80 Kilometern gespurter Langlaufloipen und auf 500 Kilometern geräumter Winterwanderwege erkundet werden – allein im Skigebiet Mauth-Finsterau.
Den Gästen ist vor allem die wunderbare Landschaft und die Ruhe wichtig. Es kann schon vorkommen, dass man bei seinen Wanderungen durch den Bayerischen Wald keiner Menschenseele begegnet.
Der Erfolg vom Waidlerland in Mauth hat sich schnell bis in den 25 Kilometer entfernten Ort Waldkirchen herumgesprochen, dem mit 10.000 Bewohnern einwohnerstärksten und jüngsten Städtchen der Region. Für den Tourismus günstig am Fernwanderweg „Goldenen Steig“ gelegen, gibt es hier viele Möglichkeiten für den Aktivurlaub. Und der Bürgermeister von Waldkirchen winkte mit einem Angebot, das Architekt Stockinger nicht ablehnen konnte: Zwei Hausboote auf den Erlauzwieseler See zu setzen. Und so entstand das Feriendorf Waidlerland 2.0 mit insgesamt zehn Chalets und den Hausbooten. Auch hier hat jedes Haus sein unverwechselbares Design und den gleichen Komfort wie in Mauth.
Die Einladung in die Natur des Bayerischen Waldes beginnt bereits direkt vor der Tür des Chalets. Hier führt ein Spazierweg rund um den Erlauzwieseler See. Ein Bienen-Erlebnisweg mit hübsch gestalteten Schautafeln informiert über die Welt der fleißigen Honigsammler. In jedem Chalet steht ein kleines Glas Bienenhonig auf dem Tisch und der Gast kann von der fleißigen Arbeit der Bienen am See etwas kosten.
Wer etwas weiter wandern möchte, der erkundet die Saußbachklamm, folgt dem Gartenschau-Rundweg rund um Waldkirchen oder entdeckt im „Zauberwald“ mystische Wesen und Drachen. Wer ganz gut zu Fuß ist, der kann auf dem „Goldenen Steig“ den Spuren der Säumer folgen, die im Mittelalter Salz in die böhmischen Städte transportierten. Der Weg führt gut 20 Kilometer durch den Bayerischen Wald, vorbei an verlassenen Dörfern wie dem Dorf Leopoldsreut nach Bischofsreut, von dort kann man in einer Mehrtagestour weiter über die Grenze bis ins böhmische Prachatice wandern.
Und wer eine kleine Wanderpause einlegen möchte, dem bietet die Karoli-Welt in Waldkirchen Indoor- und Outdoor-Badespaß, eine Saunawelt und im Winter eine Eissporthalle für Eislaufen, Eisstockschießen und Eishockey.
Wenn man die Komfort-Zone seines Ferienhauses bei Mauth oder Waldkirchen verlässt, dann hat man die Qual der Wahl dank einer stattlichen Reihe von Besichtigungs- und Wanderzielen im Nationalpark Bayerischer Wald. Ein besonders spannendes Ziel für Familien mit Kindern ist das Freilichtmuseum Finsterau, nahe von Mauth. Es liegt auf einer Höhe von 935 Meter und hat sich gleich mehrere Namen gegeben. Es will ein Wind- und Wettermuseum und auch ein Wandermuseum sein, sowie ein Frühling-Sommer-Herbst-und-Winter-Museum. Zuallererst ist es ein Bauernhofmuseum, wo Bauernhäuser und komplette Höfe aus dem ganzen Bayerischen Wald wieder aufgebaut wurden, darunter eine imposante Dorfschmiede.
Die im Wohnhaus des Schmieds angebrachten Informationstafeln schildern anschaulich und recht informativ den Alltag in früheren Jahrhunderten. Da war der Eisenklopfer in den kleinen Dörfchen auch Tierarzt, Feuerwehrmann, Nachrichtenagentur und Bauer. Auch die Frau des Schmieds musste in der Werkstatt mit dem Hammer umgehen und selbst die Kinder mussten mit anpacken. Da kann dann heutige vorhandene Romantik über die „gute alte Zeit“ etwas verloren gehen.
Nach dem großen Rundgang auf dem Museumsgelände kann der Besucher sich in einer „echten“ Tafernwirtschaft mit standesgemäßer deftiger regionaler Küche stärken, an einer Fleischstrudelsuppe oder einem Topfenstrudel mit heißen Blaubeeren. Oder er sinniert bei einem ganz frisch gebackenen Bauernkrapfen, in welch überzeugender Weise hier in den Wäldern und Bergen des Nationalparks, dicht an der böhmischen Grenze, die bäuerliche Vergangenheit ein Reservat gefunden hat– und ebenso die nationale Identität der Bayern.
Ein weiteres sehr eindrucksvolles Tour-Ziel sind die Gesteinsformationen am Dreisesselmassiv nahe dem Dreiländereck Deutschland – Tschechien – Österreich. Der Dreisesselstein besteht aus drei aufragenden Felsen, die wie Sessel über dem Hochwald thronen. Der Sage nach teilten hier die Monarchen von Bayern, Böhmen und Österreich ihre Ländereien auf und stritten über die Grenzziehung. Gleich daneben hat sich ein Berggasthof etabliert, der natürlich auch Dreisessel heißt. Eine kleine Wanderroute führt zu weiteren Felsen wie dem Nashornfelsen oder dem Hochstein. Zu dessen Spitzenplateau, ausgestattet mit einem riesigen Gipfelkreuz auf 1333 Metern, führt ebenfalls wie beim Dreisesselfelsen eine lange steinerne Treppe in die Höhe. Bei guter Sicht sind am Horizont sogar die Schnee- und Eisfelder der Alpen-Gebirgskette und der Dachstein-Gletscher zu sehen.
Auf der Terrasse des Berggasthofs kann man beim Bier trinken und Suppe löffeln die wunderbare Aussicht genießen. Weit und breit verschandeln keine Windräder die Landschaft. Die Gastwirtin bestätigt uns, dass sich die Bevölkerung gegen das Aufstellen der Windräder im Naturpark gewehrt hat und schließlich die Landesregierung gesetzliche Regelungen traf, um Windräder keinesfalls in Naturparks und nur in ausreichender Entfernung von Wohnhäusern zuzulassen. Dagegen schaut der Gast von der Terrasse auf insgesamt acht abgestorbene Baumstämme. Sie müssen, weil es sich um einen Teil des Naturparks handelt, stehenbleiben. Angeblich hilft sich die Natur selbst. Dem Borkenkäfer wird diese Regelung gefallen.
Allerdings gibt es im Unterschied zum Harz im Bayerischen Wald mehr Vernunft bei den Fachleuten der Forstwirtschaft, die kranken Bäume abzuholzen und Mischwälder anzupflanzen. Gerade hat die Nationalparkverwaltung entschieden, zwei Flächen mit der Größe von 18 Hektar aus dem Nationalpark herauszulösen und damit das aktive Management der Flächen zu ermöglichen und gegen den Borkenkäfer vorzugehen. Im Restaurant wartet man auf den Mann mit der großen Säge, der auch hier die kranken Baumstämme aus dem Blickfeld entfernt und Mischwald aufforstet.
Ein beliebtes Wanderziel im Bayerischen Wald sind Aussichten auf Bergplateaus und Aussichtstürme, wie den Turm Haidel, der im unteren Bayerischen Wald auf einer Höhe von 1167 Metern steht. Die Anfahrt mit dem Auto endet auf einem unbefestigten Parkplatz entlang eines Waldweges, um von hier die Wanderung zu starten. Dieser Parkplatz ist allerdings, um den Regeln zu entsprechen, nur mit einer Park-App zu benutzen. Um ein Ticket gegen Barzahlung zu bekommen, müsste man wieder 12 Kilometer nach Bischofsreut zurückfahren, also „umweltfreundliche“ 24 Zusatzkilometer. Parkgebühr für einen Waldparkplatz? Ein Tagesticket kostet fünf Euro, wer sich früher per App zurückmeldet, zahlt weniger. Aller Protest von Touristen und Anwohnern half nichts. Die Bürokratie der Gemeinden kassiert digital im Wald – schöne neue Welt.
Der Standort des Parkplatzes ist ebenfalls spannend, weil der Besucher zum Haidel-Turm noch einmal in die alte Welt früherer Jahrhunderte eintauchen kann. Auf dem Weg zum Turm passiert der Wanderer das verlassene Dörfchen Leopoldsreut direkt am „Goldenen Steig“. Nur wenige einsame Häuser sind noch vorhanden und in voller Größe auf dem Bergrücken mitten im Wald steht die Sankt-Johannes Nepomuk Kirche. Sie ist mit 1108 Meter die höchstgelegene Kirche im Bistum Passau und im Bayerischen Wald. Dezent in der Landschaft am Weg platziert sind für den interessierten Besucher viele Informationstafeln mit knappem Text und historischen Fotos aufgestellt. Sie schildern das harte Leben in dem vor rund 60 Jahren verlassenen Dorf über die Jahrhunderte auf kargen Böden an der Grenze zu Böhmen.
Die Entstehungsgeschichte des Haidel-Turms ist auf eine Wetterkatastrophe vor knapp einhundert Jahren zurückzuführen, bei dem damals der gesamte Baumbestand auf dem Haidel-Berg großen Stürmen zum Opfer fiel. Da war Platz für einen Aussichtsturm, der über die Jahrzehnte immer wieder erneuert wurde. Heute hat man von dem 35 Meter hohen Turm, der auf 158 Treppenstufen zu ersteigen ist, einen herrlichen Blick über das Alpenvorland, den Bayerischen Wald und den Böhmerwald bis hin zu den Alpen.
Der Naturpark Bayerischer Wald erstreckt sich von der Donau bis zur tschechischen Grenze und gehört zu den größten Naturparks in Bayern und in ganz Deutschland. Für die zwei kleinen Feriendörfer Waidlerland ist die Verbindung zur Natur das Allerwichtigste, die Natur vor der Tür, das Abschalten und Durchatmen, die Ruhe, die Muße haben für die Schönheiten der Landschaft und Geheimnisse noch ursprünglicher Wildnis.
Auf die Frage, warum Waidlerland so gut von seinen Gästen angenommen wird, gibt es im besten bayerisch auch eine ganz knappe Antwort: „Weil`s bei uns einfach sche is.“
Reisen aller Art, aber nicht von der Stange, sondern maßgeschneidert und mit Persönlichkeiten – auch Reisen durch das Waidlerland –, bietet Retroreisen an. Bei Retroreisen wird kein Etikettenschwindel betrieben, sondern die Begriffe Sustainability, Fair Travel und Slow Food werden großgeschrieben.
Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Das neue Mercedes-AMG GT 43 Coupé ist da und wie Sie sehen: gelb! In einer Pressemitteilung von der Mercedes-Benz AG vom 19.3.2024 heißt es dazu, daß „das Portfolio des neuen AMG GT Coupeś“ erweitert worden sei eingangs zum AMG GT 43 mit einem 2,0-Liter-Turbomotor liefert 310 kW (421 PS) Leistung: „(Energieverbrauch kombiniert: 10,3 l/100 km, CO2-Emissionen kombiniert: 235 g/km, CO2-Klasse: G)“, wobei der Hinweis nicht fehlt, daß „die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ermittelt“ worden seien und sich „die angegeben Spannweiten … auf den deutschen Markt“ beziehen, womit wohl der BRD-Markt gemeint scheint.
Ob und wie sich „die Kombination aus verhältnismäßig leichtem Vierzylindermotor auf der Vorderachse und reinem Hinterradantrieb“ beim „neue Modell“ auswirkt, vom „agilen Kurvenkünstler mit äußerst dynamischem Fahrverhalten und viel Fahrspaß“ ist in Bezug auf den AMG GT 43 die Rede beim Hersteller, den üblichen wie üblen Werbenutten und Trendhuren, bei den Hofschranzen der Hauptabflußmedien sowie den Blödbloggern und Beeinflussern, die wie eine Krankheit klingen, aber bei uns erst dann, wenn wir das auch getestet und geprüft haben. Solange ist ein Mercedes-AMG GT 43 Coupé nur eines: ganz schön gelb.
Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Vor 90 Jahren wurde der 500 K noch auf der Internationalen Automobil- und Motorrad-Ausstellung (IAMA) in Berlin vom 8. bis 18. März 1934 präsentiert. Heute wird der Mercedes-Benz 500 K Spezial-Roadster (W 29) im Mercedes-Benz-Museums in Stuttgart ausgestellt und zwar „im Raum Mythos 3: Umbrüche – Diesel und Kompressor, 1914 bis 1945“, wie es in einer Pressemitteilung von der Mercedes-Benz Heritage GmbH vom 12.3.2024 heißt.
Damals wie heute: Rampenlicht für einen Roadster, dessen „Eleganz mühelos aus den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart“ strahle. Damals wurde das luxuriöse Automobil übrigens Autobahnkurier genannt. Kannste mal seh’n: in Stuttgart.
St. Moritz, Schweizerische Eidgenossenschaft (Roads’R’Us). Wer in St. Moritz auf dem Moritzsee Mercedes sehen will, der sollte zur „International Concours of Elegance“ (I.C.E.), die am 23. und 24. Februar 2024 veranstaltet wird, in diese Gemeinde im Engadin reisen und nicht in die Nähe von Leipzig im Bundes- und Freistaat Sachsen, wo es auch einen See gibt, der Moritzsee genannt wird.
In einer Pressemitteilung von der Mercedes-Benz Heritage GmbH wird wird darüber informiert, daß „sportlich-luxuriöse Klassiker aufs glitzernde Eis des zugefrorenen und verschneiten St. Moritzersees“ gebracht würde und mittenmang statt nur dabei „unter anderem der ikonische C 111 sowie der repräsentativen Mercedes-Benz 600“ seien. C 111 Richtig, mit V8-Motor.
Weiter im Text: „Zwei Modelle bringt Mercedes-Benz Classic nach St. Moritz: einen 300 SE Renntourenwagen (W 112) von 1963 und den 300 SEL 6.8 AMG Renntourenwagen (W 109) von 1971. Die Vorläufer der S-Klasse begegnen in St. Moritz den aktuellen Typen dieser einzigartigen Familie von Mercedes-Benz Luxusfahrzeugen.“
Horstwalde, Brandenburg, Deutschland (Roads’R’Us). Am Donnerstag, den 14. Dezember 2023, fuhren Personen mit neuen Amarok von Volkswagen durch das alte Horstwalde im Bundesland Brandenburg, aber sehen Sie selbst!
Horstwalde, Brandenburg; Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Amarok ist ein Name aus der Sprache der Eskimo, genauer: der Inuit, die zu den Eskimo gehören. Eigentlich müßte es anders heißen, denn wenn ein Inuk zwei meint, dann sagt er Inuuk. Richtig, Inuk heißt Mensch. Daß der eine Mensch dem anderen ein Wolf sein könne, das erzählt man sich auch dort, wo die Eskimo leben und also von Sibirien, das zur RF gehört, über Alaska, das seit 1867 zu den VSA gehört, das Königreich Kanada bis nach Grönland, das zum Königreich Dänemark gehört, erstreckt.
Daß die lateinische Sentenz homo homini lupus aus der Komödie Asinaria (Eseleien) des römischen Komödiendichters Titus Maccius Plautus stamme und im Original der Kaufmann zu Leonida sagte „lupus est homo homini, non homo, quom qualis sit non novit“ (deutsch Ein Wolf ist der Mensch dem Menschen, kein Mensch, solange er nicht weiß, welcher Art der andere ist“), das erzählt man wohl im noch Latein-Unterricht.
Und der größte Wolf im Norden hört auf den Namen Amarok (oder auch nicht). Dieser Wolf solle, so wollen es diejenigen, die alte Geschichten aus der Vorzeit ihres Volkes erzählen, jeden jagen und fressen, der nicht mit Kameraden und Gefährten auf die Jagd gehe, sondern alleine – so alleine wie der Amarok.
Zwar bin ich schon vielen Geschichtenerzählern begegnet, aber weder diesem Isegrim noch einem Polarwolf, auch Arktischer Wolf (Canis lupus arctos) genannt. Schade eigentlich, allerdings traf ich kürzlich auf einen neuen Amarok in einem Wald in Brandenburg. Einem? Ein ganzes Rudel war vor Ort.
solle sich durch „seine Kraft und Robustheit, seine Ausdauer und seine Überlegenheit“, wie Stefan Leichsenring unter dem Titel „VW bringt Pick-up: Der König der Wildnis heißt Amarok“ („Motor 1“, 5.6.2009) schrieb, auszeichnen. Das galt damals, als 2009 die ersten Pick-ups von Lohnarbeitern der Volkswagen AG gebaut und in Südamerika Interessierten vorgestellt worden waren. Leichsenring war wohl dort, um zu berichten, daß der VW-Konzern endlich auch in diesem Fahrzeugsegment etwas anzubieten hatte. Tausende Fahrzeuge folgten 2010 und wurden sogar bis Mai 2020 in Hannover hergestellt. Über 830 000 Amarok sollen in den Jahren verkauft worden sein. Alle Achtung!
Seit Januar 2023 wird die zweite Generation gehandelt und also verkauft, auch in deutschen Landen, auch in Berlin und Brandenburg. Schon beim ersten Betrachten der Autos wird deutlich, daß der Unterschied zwischen dem VW Amarok I und II auch optisch beachtlich ist.
Daß – nebenbei bemerkt – die erste Generation der Pick-ups mit den bis dahin bekannten Pritschenwagen nicht mehr viel gemein hatte, das wissen Kenner und Kritiker. Bei der neuen Generation sticht das Lifestyle-Statement, wie es neudeutsch heißt, noch stärker hervor, wobei der Nutzwert nicht versteckt wird. Doch der Reihe nach.
Auf dem Gelände des Fördervereins der Verkehrs-Versuchsanlage Horstwalde fuhr ich sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag durchs Gelände, um die besseren Offroad-Fähigkeiten, die über 25 neue Assistenzsysteme und mehr Motor-/Getriebe-Varianten als jemals zuvor“ beim Offroad-Fahren zu testen. Nicht nur, daß der neue Amarok kräftiger wird als der alte, er wirkt bei aller Robustheit besonders beim neuen Amarok PanAmericana auch eleganter. Je nach Ausstattungslinie von dem einen oder anderen Kühlergrill bis zu den neu gestalteten Stylinbars oder Sportsbar und Trittstufen kann König Kunde seine Auswahl nach seinem Gutdünken und Geschmack treffen.
Zudem kann er testen, daß speziell für Karosserie, Fahrwerk, Motor- und Getriebevarianten von den veränderten Dimensionen bis zur deutlich größeren Wattiefe die Offroad-Fähigkeiten echt erweitert wurden. Die hohen Böschungswinkel und die höhere Bodenfreiheit sorgen nicht nur in Horstwalde für mehr Geländegängigkeit.
Die drei Motoren sollen Kraft und Ausdauer, Laufruhe und Effizienz“ bieten. Die drei Aggregate, die von der Volkswagen AG zur Verfügung gestellt werden, sind ein 4-Zylinder-Diesel (Einstiegsmodell) mit 125 kW/170 PS und 405 Nm (als Handschalter), ein 4-Zylinder-Diesel mit 151 kW/205 PS und 500 Nm (als Handschalter oder Automatikgetriebe) und ein 3,0-Liter-V6-Diesel als Automatikgetriebe mit 177 kW/240 PS und 600 Nm. Für die internationalen Absatzmärkte soll Bein Benzinmotor bis zu 222 kW/302 HP und 452 Nm angeboten werden.
Richtig gelesen. Schalt- oder Automatikgetriebe stehen zur Auswahl. Auf der Heimatseite volkswagen-nutzfahrzeuge.de im Weltnetz heißt es dazu: „Beim Amarok Life und Amarok Style haben Sie die Wahl, wohingegen der Amarok PanAmericana und Amarok Aventura serienmäßig mit einem 10-Gang Automatikgetriebe mit Shift-by-wire kommen. Die Basisversion des Amarok kommt ausschließlich als Handschalter.“ Das ist übrigens eine Fünf-Gang-Handschaltung.
Ob auf märkischem Sand, Eis oder Schnee, der Fahrer entscheidet, ob er mit zuschaltbarem oder permanentem Allradantrieb loslegt und eine flotte Sohle aufs Parkett. Im Laufe der Fahrt kann er bis zu sechs Fahrmodi hinzuschalten. Je nach Modell sind „Normal“ und „Eco“ auch „Rutschig“ für befestigte Straßen sowie „Sand“ für Sand oder tiefen Schnee geeignet. „Schlamm/Spurrillen” unterstützen den Fahrer auf schlammigen oder von Spurrillen durchzogenen Lagen und „Ladung/Anhänger“ hilft, wenn etwas gezogen werden muß.
Nicht nur für denjenigen, der hinter dem Steuer sitzt, bietet das Premium-Soundsystem von Harman Kardon einen klasse Klang. Wer will, der kann Wölfe heulen hören. Damit ist keine Naturoper gemeint, sondern die Oper „Wolf unter Wölfen“ von Søren Nils Eichberg (freue sich, wer’s kennt). Das Smartphone macht kein Theater, sondern wird mühelos angeschlossen. Das Cockpit ist – keine Frage – ein digitales und der optionale berührungsempfindliche Bildschirm (30,5 cm, 12 Zoll) mit dem sogenannten „Infotainment-System“ bieten genau das: Informationen und Unterhaltung, aber auch Funktionen wie die Steuerung der Klimaanlage oder die Navigation bis hin zur Möglichkeit, sprachgesteuerte Befehlen für dit und dat geben zu können.
reichen beim neuen Amarok von Amarok über Amarok Life, Amarok Style und Amarok Aventura bis Amarok PanAmericana. Mit dem Premium-Modell möchte man nicht nur in Horstwalde oder durch Brandenburg fahren, sondern auf den Straßen des Panamericana genannten Verkehrswegenetzes und also von der Prudhoe Bay in Alaska bis Ushuaia in Feuerland, um bei dieser langen Reise immer mal wieder ins Gelände ohne Ende zu brettern.
Wenn ich den Amarok PanAmericana und das nötige Geld von der Volkswagen Aktiengesellschaft für eine solche Reise bekommen sollte, dann bin ich für WELTEXPRESS dabei und besuche nicht nur Eskimo und Opern! Wetten, dass..?
Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Es begann mit Motorrädern und Lastkraftwagen. Endet es mit Elektroautos, also mit Personenkraftwagen, für die man Batterien und Strom brauch? Wenn es nach den Machern von Dayun geht, dann geht die Reise weiter, immer weiter. Allerdings kommt man mit dem Kleinwagen Dayun ES3 nicht weit.
Für alle, die in ihrem Leben nicht weit kommen wollen, reicht das rustikale Auto, das modern wirkt und auch ein wenig rundlich und quietschig wirkt, aus. Das ist nicht die Frage. Womit wir bei F wie Farbe wären. Der Dayun ES3 mit dem 35-kw-Elektromotor beziehungsweise synchronen permanentmagnet-angetriebenen Wechselstrommotor, den ich ein verlängertes Wochenende an Elbe und Oste fuhr, trug die Farbe Apfelblüte, was fürs Alte Land wie die Faust aufs Auge paßt. Ansonsten wäre der Zart-Rosa-E-Roller mit vier 16-Zoll-Rädern auch in Artic und also Schneeweiß zu haben sowie in Mint, Ocean und Kirsche, womit wir wieder beim Alten Land wären. Am Rand der Dritten Meile des Alten Landes wird er verkauft, der Dayun ES3, genauer: in Neu-Wulmsdorf. Das Städtchen liegt zwischen Este und Süderelbe. Das Alte Land hingegen, von dem immer mehr schwindet, weil sich die Straßen, Dörfer und Städte mit Wohn und Industriegebieten ausdehnen wie der Wurm im Obst, liegt zwischen der Schwinge, die durch Stade fließt, und der Süderelbe, die auf dem Gebiet der Migranten-Metropole Hamburg, einem Stadtstaat der BRD, liegt.
Mit einer geladenen Batterie kann man kreuz und quer entlang der Elbe durch das Marschland fahren. Durch die Erste Meile zwischen Schwinge und Lühe, durch die Zweite Meile zwischen Lühe und Este sowie durch die Dritte Meile zwischen Este und Süderelbe. Sogar bis über die Oste bis zur Weser reicht eine Batterie-„Füllung“ und durch die relativ großen Fenster sieht man bei einer eher geraden Haltung in den Sitzen während einer gemütlichen Fahrt, daß das Elbe-Weser-Dreieck von Ortschaften, Kultur- und Landschaften, die aus Marsch, Geest und Moor bestehen, geprägt ist.
Gemütlich? Nun, der 35-kW-Elektromotor (48 PS) mit einem laut Hersteller maximalen Drehmoment von 105 Newtonmeter schafft mit Mann und Maus nicht mehr als 100 Kilometer in der Stunde, auch nicht bei Rückenwind. Und Wind weht an den Flüssen und der Küste eigentlich immer – mehr oder weniger.
Der Kleinwagen ist 3,70 Meter lang und rund 1,2 Tonnen schwer. Da ist also auf den billigen Plätzen wenig Raum, aber dennoch verfügt er über vier Türen für einen Fahrer und maximal drei Mitfahrer sowie eine Tür für den Gepäckraum. Hinten wird es für Große klein. Ein kleiner Einkauf kann jedoch im Stauraum, der 255 Liter fassen solle, achtern transportiert werden. Unter einer Bodenmatte wäre auch noch etwas Stauraum für Kleinigkeiten. Daher ist es erfreulich, daß sich die Rücksitzbank komplett umgeklappen läßt, so daß ein adäquater Zweisitzer mit richtigem Kofferraum entsteht.
Die LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten sind klein und schmal und mögen modern und flott wirken. Das gilt auch für die Felgen sowie das Interieur, für das der eine oder andere wohl die Beschreibung schlicht und schön verwenden würde, aber auch modern und flott. Das gilt besonders für das Lenkrad mit seinen Knöpfen für Funktionen, aber auch für das Armaturenbrett im Allgemeinen. Die Instrumente werden mehr oder digital angezeigt. Das gilt für das Cockpit mit einem Sieben-Zoll-Bildschirm und ein Acht-Zoll-Sensor-Bildschirm als zentrale Bedieneinheit. Rückfahrassistent, Rückfahrkamera, Tempomat, Reifendruckkontrolle und Berganfahrhilfe hat man also gut im Griff und im Blick.
Um das Auto zu starten und zu stoppen ist noch ein Knopf, auf dem „Power“ steht, da und auch für weitere Einrichtungen für die Klimaanlange und die vorderen Sitze. Das Ein-Gang-Getriebe ist ein Automatikgetriebe und wird mit einem Drehknopf von P über R und N bis D geregelt. Dazu dürfen Fahrer zwischen zwei Fahr-Modi wählen. Doch der Unterschied zwischen „Eco“ und „Sport“ will sich beim Fronttriebler nicht recht einstellen. Immerhin: die elektrische Festsellbremse spürt man. Wenn das E-Auto steht, dann stehen alle Räder still.
Insgesamt scheint die Technik halbwegs auf dem neuesten Stand zu sein, aber die deutsche Sprache nicht zu schätzen. Beispielsweise kann man sein Funktelefon und gewitzigt Smartphone genanntes Endgerät mit dem E-Auto-Rechner über die belustigend Blauzahn (englisch Bluetooth) genannte große Datenübertragung, die auf Harald Blauzahn, der ein kleiner König war – jedoch nicht südwestlich der Elbe, sondern nördlich -, zurückgeht, verbinden. Eine standardisierte Schnittstelle (Universal Serial Bus) wurde neben einer Zwölf-Volt-Steckdose eingebaut.
Beim Fahren wird man nicht in die Sitze gedrückt, denn die Beschleunigung ist beachtlich gemächlich. Auch das normale Laden über eine handelsübliche Steckdose mit einer Spannung von 230 Volt und einer Stromstärke bis zu 16 Ampere mit einem mitgelieferten Kabel, das ich für zu kurz halte, geht nicht schneller. Eine Ladung solle auf rund vier Stunden dehnen. Dafür sind in der Nase zwei Steckdosen unter einer kleinen Klappe unterhalb der Motorhaube. Das Schnellladen hingegen solle keine Stunde dauern. Von „0,9 Stunden“ ist die Rede, um „von 20 Prozent auf 80 Prozent“ zu kommen. Das klingt nach einem gewagten Versprechen. In der Kürze der Zeit und in Ermangelung einer Schnellladestation weit und breit konnte ich das nicht überprüfen.
Einparken gelingt mir immer und in die gefühlt weniger und kleiner werdenden Parkflächen paßt der Dayun ES3 immer. Doch aufgepaßtL: Mit der Batterie unterm Boden, dabei soll es sich laut Hersteller um einen 30,66 kWh ternären Lithium-Ionen-Akkupack halten, kommt man nicht weit. Eine WLTP-Reichweite von bis zu 300 Kilometern wird versprochen, aber darauf würde ich es nicht ankommen lassen, schon überhaupt nicht im Winter.
Der Preis für den adretten Kleinwagen, den mancher Zeitgenosse womöglich der Klasse der Kleinstwagen zuordnen würde, ist ein schlechter Scherz, ja, ein übler Witz aus der Volksrepublik China, der im krassen Widerspruch zur lahmen Ladeleistung und miesen Schnelligkeit steht.
Der Preis ist nämlich heiß und liegt 24.490 Euro. Und weil der kleine Wagen keine EU-Typgenehmigung für Fahrzeuge, die in der Rahmenverordnung 2018/858 g der EU-Bürokratur geregelt wurde, hat, wird der Kauf nicht mit ein paar Tausend Euro gefördert. Selbst dann, wenn man noch ein, zwei Tausend Euro runterhandeln kann, ist der Preis zu hoch.
Für Mittel- und Langstrecken, für deutsche Autobahnen und Bundesstraßen, für Jung und Junggebliebene ist dieses E-Auto nicht geeignet. Für alternde Städter mit Steckdose, die am Wochenende mal zwei kleine, kurze Ausfahrten mit einem E-Auto machen wollen, reicht das Fahrzeug, wenn nur der auch mit erwartbarer EU-Typengenehmigung für 2024 zu hohe Preis für die dafür ausreichende Leistung nicht wäre.
Ein Preis um 15.000 Euro wäre meiner Meinung nach angemessen, ein Preis um 25.000 Euro ist eine Posse nicht nur in der Provinz an Elbe, Ost und Weser.
Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Daß es in Berlin Schwalben gibt, das weiß jeder Vogel- und Vögelfreund. Ich besuchte ein Schwalbennest am Berliner Kurfürstendamm, aber weder eines einer aus der artenreiche Familie aus der Ordnung der Sperlingsvögel noch eines von Bordsteinschwalben.
Wer sich anstelle dessen an das Kleinkraftrad der Deutschen Demokratischen Republik erinnert, das von Lohnarbeitern bei Simson, genauer: dem volkseigene Betrieb VEB Fahrzeug- und Gerätewerk Simson Suhl in Suhl, hergestellt wurde, der liegt so falsch nicht. Doch die Schwalben im Schwalbennest am Berliner Kurfürstendamm, der im 16. Jahrhundert angelegten einstigen Dammweg, dann Boulevard, später Einkaufs- und Falnierstraße, die heute zum Berliner Bindestrich-Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf gehört, ähneln nur noch optisch der Simson-Schwalbe.
Auch der Name ist etwas anders. Von einer „eSchwalbe“ (Eigenschreibweise) ist beim Hersteller, Govecs AG mit Sitz in München, die Rede. Dort wurde auf die „eVolution im Motorroller-Markt“ gesetzt und also auf die „eSchwalbe“ im „E-Mobilitätsmarkt“. Verkauft werden E-Schwalben beispielsweise im „eSchwalbe Pop-Up-Store Berlin“, Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin. Gute Gäste und Kunden dürfen dort eine E-Schwalbe im Kiez kennenlernen, aber auch darüber hinaus durch diese Stadt, die niemals schläft, fahren.
Im eSchwalbe Pop-Up-Store Berlinkönne man „neuen eSchwalben und die generalüberholte Variante“ kennenlernen und kaufen. Der Laden ist so modern wie die Heimatseite im Weltnetz. Probefahrten dürfen sogar online gebucht werden. Und an Tagen wie Sonnabend, den 21.10.2023, stehen am Vormittag jede Menge E-Schwalben vor der Tür. Draußen und drinnen läuft Musik eines privaten Hörfunksenders in Berlin. Zur neuen Musik mit den Retro-Rollern gibt es schwarzen Kaffee. Ich wähle erst einen Espresso und dann noch eine klassische Kaffeespezialität, bevor ich einen der Stromer auf zwei Rädern zum Testen bekomme. Mein fahrbarer Untersatz mit E-Batterie sowie Plaste und Elaste ist nicht cremeweiß, sondern sonnenorange. Der Herbst kann kommen!
Auf der Heimatseite ADAC im Weltnezt heißt es mit Datum 21.09.2023 zur „Govecs E-Schwalbe“: „Der E-Roller-Hersteller Govecs hat sein Modell E-Schwalbe technisch überarbeitet. Die wichtigste Neuerung sind herausnehmbare statt festinstallierte Akkus. Zunächst wird es den Retroroller als 45 km/h schnelle L1e-Version mit 2,3 kW/3 PS starkem Nabenmotor geben. Eine schnellere Variante wird später folgen. Das neue Modell erhält einen neun Kilogramm schweren Akku mit 1,7 kWh Kapazität. Die Reichweite soll bei rund 50 Kilometer liegen. Mit einem optionalen zweiten Akku lässt sich Reichweite verdoppeln. Das Gewicht beträgt dann insgesamt 110 Kilogramm.
Darüber hinaus hat die E-Schwalbe ein neues TFT-Farbdisplay. Dank individualisierter NFC-Karte lässt sich der Roller schlüssellos an- und ausschalten. Zudem sollen 2024 weitere Konnektivitäts-Funktionen zur Verfügung stehen. Die Produktion der neuen E-Schwalbe ist bereits angelaufen. Erste Exemplare werden laut Govecs noch 2023 ausgeliefert. Die Preise starten bei strammen 7.990 Euro.“
Der Pop-up-Store genannte Laden des Händlers Autohaus König wurde schon am 13. August 2023 eröffnet. So lange stehen dort bereits „ikonische eSchalben“, aber nicht lange, denn sie werden gekauft. Wenig später wurden am 26. und 27. August 2023 in Berlin erstmals E-Schwalben mit Wechselbatterien vorgestellt. Auch über diese „grüne Mobilitätslösung entwickelt und produziert in Europa für Europa“ scheint man in München und Berlin gleichermaßen großen Wert zu legen. Alles scheint bereitet für einen zweiten Frühling der Kult- und Zweiradmarke mit dem hinzugefügten e. Das Leuchtturmprodukt E-Schwalbe möge lange glänzen und das auch in dieser glitzernden Großstadt mit Schwalbennest am geschichtsträchtigen und von vielen Berlinern, Brandenburgern und Besuchern von weither geliebten Kurfürstendamm.
Frankfurt am Main, Deutschland (Roads’R’Us). Gateway Gardens liegt weder vor noch in London, sondern an einem Flughafen, der als einer bei der Großstadt Frankfurt am Main gilt. Schaut man von oben und also genauer, dann befindet sich dieser große Flughafen mit seinen vier langen Rollbahnen für Starts und Landungen zwischen mehreren großen Städte. Neben Frankfurt am Main sind Rüsselsheim am Main, Mainz und Wiesbaden, die am Rhein liegen, aber auch Darmstadt und Weiterstadt und so weiter zu nennen. Keine Frage, daß der Ballungsraum von Bewohnern als Rhein-Main-Gebiet, auch als Metropolregion Frankfurt/ Rhein-Main bekannt, bezeichnet wird und eine von elf Metropolregionen der Bundesrepublik Deutschland ist. Für diese Millionen von Menschen und noch viele, viele mehr braucht es nicht nur Roll- und Autobahnen, sondern auch Gärten und Hotels.
Gateway Gardens gilt jedoch weniger als Garten, dafür umso mehr als ein neuer Stadtbezirk innerhalb des Stadtteils Flughafen von Frankfurt am Main. Bis 2005 war befand sich dort eine Siedlung von Soldaten aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Siedlung für rund 2 500 Soldaten samt Angehörigen war relativ abgeschirmt. Das neue Gateway Gardens mit Straßen, die nach internationalen Persönlichkeiten der Luftfahrt benannt wurden, ist dagegen von allen Seiten mit Autos und Motorrädern, Bussen und Bahnen sowie mit Flugzeugen sogar von oben zu erreichen. Zur Jean-Gardner-Batten-Straße, Bessie-Colemann-Straße, Thea-Rasche-Straße, Amelia-Mary-Earthart-Straße, Rita-Maiburg-Straße und Edmund-Rumpler-Straße geht es auch zu Fuß. Eine nach dem deutschen Erfinder und Luftfahrtpionier Georg Baumgarten, der am 21. Januar 1837 in Johanngeorgenstadt geboren wurde und am 23. Juni 1884 in Colditz starb, benannte Straße gibt es auch. Im ganzen Viertel stehen an den Straßen Hotels. An der Georg-Baumgarten-Straße befindet sich das Hotel „b’mine Frankfurt Airport“ (Eigenschreibweise) mit der Hausnummer 1.
Dieses b’mine verfüge laut einer Pressemitteilung der ad publica Public Relations GmbH (Eigenschreibweise) mit dem Betreff „b’mine hotels eröffnen erstes Haus in Gateway Gardens“ vom 16. März 2022 „über 241 Zimmer, darunter nach 160 Smart Rooms, 40 Smart Double, 40 CarLoft verteilt auf die 1. bis 10. Etage sowie 1 SkyLoft in der obersten Etage“.
In dem modernen Gebäude fallen vor allem die „CarlLifts“ ins Auge, mit denen die Fahrzeuge, Autos und auch Motorräder, „direkt vor die CarLoft Zimmer“ – 40 an der Zahl – gebracht werden können, und das große „Rooftop“ in der 12. Etage mit Bar, Frühstücksbuffet und Gastronomie samt Ausblicken ins Rhein-Main-Gebiet. Fernglas mitbringen!
Zu den „CarLofts“ heißt es: „Alle Stellplätze vor den Zimmern, die sogenannten CarLoggien, sind zukunftsorientiert mit einer Wallbox zum Laden von Elektroautos ausgestattet. Ein großes Plus an Komfort: die Suche nach Parkplatz und Ladestation entfällt. Das CarLoft-Konzept wurde von seinem Entwickler Johannes Kauka in anderen Immobilien bereits umgesetzt. Beim b’mine hotel Frankfurt kommen nun zum ersten Mal überhaupt auch Hotelgäste in den Genuss der CarLofts, die nicht nur Komfort und Sicherheit bieten, sondern auch barrierefrei sind.“
Wer mag, der darf sein Auto anscheinend auch mit ins Seminar bringen. Dafür und für „Business Meetings, Konferenzen und private Feiern“ ist Platz in der elften Etage. Wer anders schwitzen möchte, der gehe in den Fitnessraum und/ oder in die Sauna. Laufbänder und Räder, die nicht ankommen, lange und kurze Hanteln und mehr werden für Kraft und Ausdauer geboten.
Daß „die Architektur des durchdachten Baukörpers s… aus einer Berliner Kreativschmiede“ und „die Innenarchitektur aus dem kreativen Stuttgarter Büro GEPLAN DESIGN um die Gebrüder Cord und Rolf Glantz“ stamme, das wird nicht verschwiegen. Die hellen Zimmer mit allerlei Lichtquellen und großen Fensterfronten sind modern und technisch top ausgestattet, verfügen nicht nur über „eigens angefertigte Design-Möbel“, sondern über „funktional platzierte Vorhänge“. Wer sein Fahrzeug nicht mehr sehen möchte, der möge diese nutzen oder einen der Lichtschalter, so daß das gute Stück bestens bestrahlt werden kann.
Bestens versorgt werden Gäste morgens, mittags und abends im „The Roof“ genannten Restaurant in der zwölften Etage. Dort ist nicht nur das Frühstücksbuffet mit Aussicht beachtlich. Regionale Klassiker werden auch und vor allem mittags und abends geboten. Beim Zubereiten darf man von drei Seiten in die offene Schauküche und den Köchen über die Schulter schauen.
Mit anderen Worten: Buchen Sie einen Flug so, daß Sie am Abend vorher in Ruhe mit dem eigenen Fahrzeug ankommen, abends nach Sport und Sauna noch auf ein geistiges Getränke an die Bar und am nächsten Morgen ausgiebig frühstücken können – Ausblick inklusive! Wohlsein im
b’mine Frankfurt Airport
Adresse: Georg-Baumgarten-Straße 1, 60549 Frankfurt am Main