Vom Hammer der Gerechtigkeit der CPUS zum Gummihammer der VR China oder jedem Hering sein Hammer

Ein Gummihammer in einer linken Hand. © 2020, Foto/BU: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Was waren das für Zeiten, als der Trini Lopez genannte Mann, der laut „Wikipedia“ am 15. Mai 1937 als Trinidad López III in Dallas, Texas, geboren wurde und am 11. August 2020 in Rancho Mirage, Kalifornien, angeblich an der Coronavirus-Krankheit-2019 verstarb, als Pop-Musiker der Vereinigten Staaten von Amerika (VSA oder auch USA für United States of America) das Lied „If I had a hammer“ von Pete Seegers (Musik) und Lee Hays (Text) sang. Der Mann, dessen Eltern aus Mexiko in die VSA einwanderten, sang über das Hämmer am Morgen und am Abend und im ganzen Land.

Lopez trat auf Schaubühnen und vor Kameras auf, aber auch auf der Straße. Sein Vater, der Sänger und Schauspieler war, brachte dem Straßenmusiker das Gitarrespielen bei. Und dann Sang der Sohn, der vier Schwestern hatte und in ärmlichen Verhältnisse aufwuchs, vom „Hammer der Gerechtigkeit“ („hammer of justice“) der Kommunistischen Partei der USA (CPUS) mit dem Symbol der Freiheitsglocke (bell of freedom). In Wikipedia heißt es dazu, dass es darum gegangen sei solle, „laut von den Gefahren der kommenden schwierigen Zeiten der Linksbewegung zu singen und davor zu warnen, aber auch über die Liebe zwischen den Menschen im ganzen Land (’sing out danger … sing out a warning … sing out love between all my brothers and my sisters all over this land‘). Der ‚Hammer der Gerechtigkeit‘ war zwar keine Anspielung auf die Symbolik von Hammer und Sichel, wurde jedoch als verräterische Anpreisung der Ideologie der Sowjetunion angesehen. Seeger hatte diese Metapher aus dem Spiritual ‚Hammering Judgement‘ (‚Urteil einhämmern‘) entlehnt und sie für Macht verwendet, die die Liebe und den Kampf gegen Ungerechtigkeit fördern soll.“ Keine Frage, zu Lopez passte das Lied, dass auch andere wie Peter, Paul and Mary, The Lettermen, Bobby Darin, Brian Hyland, Sam Cooke und andere sangen.

Trini Lopez 1963 am Flughafen Schiphol bei Amsterdam, Niederlande. Quelle: Wikimedia, gemeinfrei, Foto: Hugo van Gelderen, Anefo

Das Lied wurde ein Evergreen und ging um die Welt. Die erste deutschsprachige Version stammt von den James Brothers unter dem Titel „Hätt’ ich einen Hammer“ (1964). Der Inhalt war längst verwässert in seiner Bedeutung, der Hammer der Gerichtigkeit einer aus Gummi, womit wir bei einem Gummihammer aus der VR China (VR ist die gängige Abkürzung für Volksrepublik) wären.

Mit dem Gummihammer, der im Grunde genommen einer für Camper, für Zelter ist und auf der Heimatseite von Frankana Freiko im Weltnetz auch Zelthammer genannt wird, sollte man keine Nägel schlagen, weder in die Wand noch in den Nagelbalken, aber Heringe. Ralph Hürtig von „Jurtenland“ würde ihn wohl für T-Profil-Heringe mit Bolzen drin oder einen Sicherheitshering mit aufgeschweißten Bügel verwenden, auf jeden Fall eignet sich der Gummihammer für alle einfachen Heringe für Sand-, Wald- und Wiesenböden. Die Arten und auch Länge der Heringe sind von der Beschaffenheit des Bodens abhängig. Echte Pfadfinden würden selbstverständlich ein Beil verwenden, aber für Unbedarfte dürfte ein Beil nicht das beste Werkzeug sein. Außerdem würde man – nebenbei bemerkt – das Auge weiten und der Griff am Beil nicht mehr halten. Ein Beil sei halt, würde Hürtig sagen, zum Holz hacken, nicht zum hämmern. Ein Hammer für Heringe sollte vom Gewicht her immer dem und der Länge der Heringe entsprechen. Bei einem Hammer, dessen Kopf aus Metall ist, besteht immer die Gefahr, dass durch das viele Raufschlagen auf die Heringe diese scharfe Kanten kriegen, an denen man sich verletzten kann. Wenn man beispielsweise mit Stahl auf Stahl schlägt, harter Stahl beim Hammer und weicher beim Hering, dann verformt sich zudem der Hering – oder man hämmert Bügel und Schweißnähte kaputt.

Ein Gummihammer in einer linken Hand. © 2020, Foto/BU: Stefan Pribnow

Der Gummihammer aus der VR China ist gut genug, um für ein Zwei-Personen-Zelt einen dünnen Erd-Hering in die weiche Wiese zu klopfen. Dafür reicht er völlig aus, doch für mehr fehlt ihm schlicht die Masse des Hammers. Für professionelle Heringe sollten professionelle Hämmer mit einem schweren Kopf aus Nylon und einem langen Griff sein. Zu empfehlen sich sogenannte Schonhämmer, die den Rückschlag minimieren oder verhindern. Und das geling, weil er in sich Stahlkugeln und somit Gewicht hat. Klug ist es, den Verschleiß übrigens eher am Hammer als an den Heringen zu haben.

Nun, für relativen Kleinkram, und mit anderem hat Otto Normalzelter selten zu tun, also kleine Heringe reicht der Gummihammer mit schwarzem Kopf aus Vollgummi und braunem Griff aus Vollholz völlig aus. Zudem befügt er am Griffende über einen Haken, um Heringe aus weichen Böden ziehen zu können. Die Artikelnummer dieses ausreichenden Gummihammers lautet 610/822. Für diese ausreichende Qualität ist der Preis richtig gut. Frankana Freiko ruft aktuell 4,35 Euro dafür auf und gibt noch bekannt, dass die Länge 24 cm, das Packmaß 10,1 × 31 × 6,7 cm und das Gewicht: 486 g betrage.

Das bleibt noch Geld übrig für den Evergreen von Trini Lopez, der sich Zeit seines Lebens sozial engagierte. Vom Kongress in Washington wurde Lopez für sein Engagement in den internationalen Beziehungen geehrt und zum Goodwill-Botschafter der VSA genannt.