Neue C-Klasse ist nochmals eine Klasse besser – Kompakte Mercedes-Benz-Baureihe ist komplett elektrifiziert

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Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell, 2021, Spektralblau, Leder zweifarbig Nevagrau/Schwarz. © Mercedes-Benz AG Mercedes-Benz C-Class Estate, 2021, spectral blue, neva grey/black leather

Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Vor rund 40 Jahren hat Mercedes-Benz die C-Klasse auf die Räder gestellt – als kleine Schwester der E-Klasse. Seither schreibt der „Baby-Benz“ eine Erfolgsgeschichte. Von „Baby“ kann allerdings nicht mehr die Rede sein. Die neueste Generation der C-Klasse verkörpert jetzt eine Baureihe, die in vielerlei Hinsicht einer S-Klasse nicht nachsteht. Natürlich fehlen bei den Karosseriemaßen ein paar Zentimeter zum Daimler-Topmodell, doch mit 4,87 Metern Länge steht der Kombi, den das Gros der C-Klasse-Kunden wählt, schon eindrucksvoll auf der Straße.

Was ist nun das Neue an der neuesten Generation der Baureihe? Sie wird nicht mehr mit dem aufrecht stehenden Markensignet, dem prestigeträchtigen Stern auf der Motorhaube, angeboten. Der technische Wandel macht sich vor allem bei den Antrieben bemerkbar. So sind keine Sechszylinder-Triebwerke mehr im Angebot, sondern ausschließlich Vierzylinder – und zwar sowohl Benziner, als auch Selbstzünder.

Das sind sehr saubere Aggregate, nie gab es bessere. Gerade erst entdecken manche Länder den Dieselmotor mit seinen Vorzügen, da versuchen wir,  ihn in Deutschland zu eliminieren. Gut, dass Daimler (noch) dagegen hält. Und alle Motoren sind elektrifiziert. Sie arbeiten als Mildhybride oder als Plug-in-Hybride. Außerdem: Die Handschalter sind abgeschafft.

Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell, 2021, Spektralblau, Leder zweifarbig Nevagrau/Schwarz. © Mercedes-Benz AG Mercedes-Benz C-Class Estate, 2021, spectral blue, neva grey/black leather

Schon angesprochen wurde die neue Länge der C-Klasse, die sich erfreulich im Innenraum bemerkbar macht. Sowohl in Reihe eins, als auch im Fond gibt es ordentlich viel Raum und Komfort – sogar für Großgewachsene. In den Gepäckraum passen je nach Stellung der Rückbank 490 bis 1510 Liter. 565 Kilogramm lassen sich zuladen.

Das Interieur zeichnet sich durch fließende elegante Formen und hochwertige Materialien aus. Weiches Leder und auf Wunsch auch edles Holz zieren das Armaturenbrett. Insgesamt entspricht das Cockpit in weiten Teilen dem der S-Klasse. So ist die C-Klasse mit einem 12,3 Zoll großen virtuellen Cockpit mit zentralem 11,9-Zoll-Tablet-Touchscreen, der leicht zum Fahrer geneigt ist. Das Head-up-Display ist mit 29,5 Zoll deutlich größer als das der meisten Anbieter.

Mercedes-Benz C-Klasse, 2021, Selenitgrau magno, Leder zweifarbig Sienabraun/Schwarz. Interieur. © Mercedes-Benz AG Mercedes-Benz C-Class, 2021, selenite grey magno, siena brown/black leather. Interior

Im Kurztest nahmen wir den C-Klasse Kombi, ein C300d T-Modell, etwas genauer unter die Lupe. Da alle Motoren dieser Baureihe elektrifiziert sind, ist es der Dieselmotor unter der Haube des Testmodells auch. In diesem Falle ist es ein Mildhybrid, das heißt, er wird nicht per Kabel aufgeladen. Das Fahrzeug ist mit einem 48-Volt-System ausgestattet, dessen integrierter Startergenerator den Verbrenner einerseits entlastet und andererseits für einen Boost von 15 kW/20 PS sorgt. Damit unterstützt der Elektromotor den Verbrenner bei Antritt und Durchzug.

Mit einer Systemleistung von 210 kW/286 kW und einem maximalen Drehmoment von 550 Nm zeigt das Fahrzeug eine direkt sportliche Fahrweise: Nach 5,8 Sekunden schafft es die C-Klasse auf Tempo 100; bei Tempo 250 ist die Maximalgeschwindigkeit erreicht. Trotzdem ist das Fahrzeug kein harter Sportler – im Komfort-Modus reist man auch wirklich komfortabel. Wer’s straffer mag, wählt die beiden sportlichen Fahrmodi. Im Verbrauch bleibt der C300 d trotz des starken Motors in erfreulichen Grenzen: Mercedes-Benz gibt den kombinierten Verbrauch nach WLTP mit 5,5 Litern Kraftstoff auf 100 Kilometern an. Auch in der Praxis bleibt das Fahrzeug mit rund sechs Litern auf der gleichen Distanz wirklich sparsam.