Mitsubishi geht den E-Weg – Neuer ASX mit drei Hybrid-Versionen

0
1108
Mitsubishi ASX, 2023. © Mitsubishi

Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Zunächst präsentierte Mitsubishi Ende des vergangenen Jahres vor allem die Außenhaut des neuen ASX, der schon äußerlich nichts mehr mit dem Vorgänger, der 2010 auf den Markt kam, gemein hat. Zudem waren eine Sitzprobe und ein Blick in den Gepäckraum erlaubt. Auch dabei war klar: Das ist ein ganz Neuer!

Allerdings: So gewisse Ähnlichkeiten mit einem direkten Wettbewerber von Renault lassen sich nicht verheimlichen. Das wird auch von keiner Seite bestritten – sind doch Renault Captur und Mitsubishi ASX gemeinsam entwickelt worden. Derartige Allianzen gibt es schon seit einiger Zeit. Sie tragen vor allem zum Kostensparen bei. Ob sich der ASX auch so fährt wie ein Captur, werden wir erst im Frühjahr erfahren, beim ersten Praxis-Test.

Auf diesen Start des neuen ASX warten natürlich auch die Mitsubishi-Händler, die das Vorgängermodell schon eine Weile nicht mehr anbieten konnten. Ohnehin ist die Modellpalette nicht gerade üppig bestückt. Trotzdem hat Mitsubishi viele loyale Kunden, die nicht so schnell bereit sind, die Marke zu wechseln. Aber immer wieder werden die Händler nach Modellen unterhalb von Outlander und Eclipse gefragt – da findet sich aktuell ja nur der Kleinwagen Space Star.

Mitsubishi ASX, 2023. © Mitsubishi

Wie angekündigt, soll der Verkauf des neuen ASX im März starten. Preise stehen bis jetzt noch nicht fest. Wohl aber die Antriebe: Basismotor ist ein 1,0-Liter-Dreizylinder, der mit Turbounterstützung 67 kW/91 PS leistet (kombinierter Verbrauch:  6,2 – 5,7 Liter/100 Kilometer). Es folgt ein 1,3-Liter-Turbo-Direkteinspritzer in den beiden Leistungsstufen 103 kW/140 PS (kombinierter Verbrauch: 6,1 – 5,7 Liter/100 Kilometer) und 116 kW/158 PS (kombinierter Verbrauch: 5,9 Liter/100 Kilometer). Das kleinere Triebwerk ist mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe, das größere – ein Mildhybrid – mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert.

Topmodell ist der ASX Plug-in-Hybrid, der mit einem 1,6-Liter-Benziner und zwei Elektromotoren bestückt ist und auf eine Systemleistung von 117 kW/159 PS (kombinierter Verbrauch: 5,1 – 4,7 Liter/100 Kilometer) zurückgreifen kann. Die kombinierte rein elektrische Reichweite gibt der Hersteller mit 49 Kilometern an. Zudem ist der neue ASX das erste Modell von Mitsubishi, das in Europa auch als Vollhybrid angeboten wird. Dieser wird ebenfalls von einem 1,6-Liter-Benzinmotor und zwei Elektromotoren angetrieben. Insgesamt beläuft sich die Leistung auf 105 kW/143 PS (kombinierter Verbrauch: 1,4 – 1,3 Liter/100 Kilometer). Vorteil des Ganzen: Beim Verzögern und Bremsen wird Energie rekuperiert, die dem Benziner einen Extra-Schub beim Beschleunigen gibt. Zudem soll dieser Antrieb beim Spritsparen helfen.

Beim Kennenlernen des neuen ASX konnten, wie gesagt, weder seine fahrdynamischen Eigenschaften, noch der Spritverbrauch getestet werden. Bleiben wir also auch bei dem, was es zu sehen gibt: Er hat gegenüber dem Vorgänger 14 Zentimeter an Länge verloren. Die Höhe beträgt 1,57 Meter. Aufgrund seiner Größe, seiner Funktionsmerkmale, einer Bodenfreiheit von 17 Zentimetern ordnet sich das Fahrzeug in die Riege der Kompakt-SUV’s ein. Dazu passt auch das Gepäckraum-Volumen von 265 bis 401 Litern – ja nach Antriebsart und Stellung der verschiebbaren Rückbank.

Mitsubishi ASX, 2023. © Mitsubishi

Die Front des ASX trägt das aktuelle Mitsubishi-Markengesicht mit großem Logo. Die Seitenlinie ist stark zum Heck hin aufsteigend und will Sportlichkeit vermitteln. Serienmäßig kommen LED-Scheinwerfer und -Rückleuchten zum Einsatz. Optional erhält man eine Zweifarb-Lackierung. Das Cockpit wirkt deutlich moderner – je nach Ausstattung mit einem analogen Kombiinstrument und 4,2-Zoll-Bildschirm, einem konfigurierbaren digitalen Kombiinstrument mit Sieben-Zoll-Bildschirm oder einem personalisierbaren 10,25-Zoll-Digitaldisplay.

Dieses Display ist nicht nur für Anzeigen des Infotainment-System zuständig. Es steuert auch das neue Multi-Sense-System, mit dem der Fahrer das Lenkverhalten, die Fahrwerkskontrolle und die Traktion individuell einstellen kann. Neben den Modi Eco und Sport steht für das Plug-in-Hybridmodell zusätzlich der Modus Pure für rein elektrisches Fahren zur Wahl.

Verschiedene Assistenten unterstützen den Fahrer dabei, frühzeitig Gefahren zu erkennen. Einige greifen notfalls auch ein. Serienmäßig sind das Auffahr-Warnsystem mit Notbrems-Assistent inklusive Fußgänger- und Radfahrer-Erkennung, ein aktiver Spurhalte-Assistent und eine Verkehrszeichen-Erkennung an Bord. Optional werden unter anderem auch ein Totwinkel-Assistent und ein Fernlicht-Assistent angeboten. Weiterer Pluspunkt: Mitsubishi gewährt für den ASX eine Fünf-Jahres-Garantie – bis 100 000 Kilometer. Plug-in-Hybride und Vollhybride erhalten zudem eine Acht-Jahres-Garantie auf die Fahrbatterie – bis 160 000 Kilometer.