Ist die Abgasnorm „Euro 7“ der Todes- und Dolchstoß für die deutsche Automobilindustrie?

Ein Dolch auf einem Stein. Quelle: Pixabay, Foto: Bouragaa Boukhechem

Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Unter Euro 7 wird die Euro-7-Abgasnorm verstanden, mit der im Grunde genommen das Aus für Benziner und Diesel befohlen wird und zwar von Brüssel aus. Ursula von der Leyen (CDU) plant als Bürokratenboss in Brüssel, diesen Befehl 2025 zu geben. Dann soll Euro 7 gelten.

Unter der Überschrift „Droht durch die neue Euro-7-Abgasnorm das Aus für Benziner und Diesel?“ heißt es in „Autobild“ (22.11.2020), dass „Neuwagen … künftig nur noch 30 mg/km NOx ausstoßen dürfen, in einem zweiten Szenario sogar nur 10 mg/km. Grenzwerte bisher: 60 mg für Benziner, 80 mg für Diesel. Kohlenmonoxid soll von 1000 bzw. 500 mg auf 300 bzw. 100 mg reduziert werden.“

Das und noch mehr würde dann auch besser gemessen werden, was – nebenbei bemerkt – schon längst möglich ist. Mit der neuen und genauen Messtechnik und dem bisherigen Abzug der Toleranz, die bisherige Messtoleranz des PEMS von 25 bis 30 mg soll wegfall, könnte man auch nicht mehr Fünfe gerade sein lassen.

Die einen sehen das als Todesstoß für die deutsche Automobilindustrie, die anderen sogar als Dolchstoß, weil sich Deutsche daran federführend beteiligen.

Dirk Spaniel, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, erklärt zu den neuesten Plänen der EU gegen die deutsche Automobilindustrie per Pressemitteilung der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag vom 26.11.2020, dass „die EU … mit der Abgasnorm ‚Euro 7‘ den Tod der deutschen Automobilindustrie“ plane, denn die momentan „zur Diskussion stehenden Vorlagen für eine neue Europäische Abgasnorm“ seien „laut VDA und Expertenschätzungen nicht erfüllbar“.

Daraus schließt Spaniel „das Aus für Verbrennungsmotoren mit Einführung der Abgasnorm“ Euro 7. Nebenbei weist er auf den „Widerspruch in der CDU/CSU“ hin, der „zwischen tatsächlichem Vorgehen in der EU, wo das CDU-Mitglied als Kommissionspräsidentin die ‚Euro 7‘-Abgasnorm vorantreibt, und der Plenumsdebatte am gestrigen Tag, in der die CDU-Bundestagsfraktion die Einführung der neuen Abgasnorm herunterspielt und nicht konkretisierte Änderungsvorschläge“ ankündigte, bestehe. Das ist wohl wahr.

Wahr ist aber auch, dass Ferdinand Dudenhöffer den Verband der Automobilindustrie (VDA) als Autopapst und einstiger Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, heute ist er Direktor des privatwirtschaftlichen CAR-Center Automotive Research in Duisburg, kritisiert und darauf hinweist, (zitiert nach „Autobild“), dass „beim wichtigen Stickoxid-Ausstoß viele Diesel-Fahrzeugmodelle die für 2025 angedachten Werte schon heute“ erreichen würde. „Dudenhöffer glaubt, dass die Mehrkosten durch strengere Abgasnormen überschaubar sein werden. „Ich schätze, wir reden da maximal von 1000 Euro pro Auto.“ Auch beim Diesel-Partikelfilter habe die Autoindustrie einst in „Hiobsmeldungen“ vor immensen Mehrkosten gewarnt. „Und heute kostet so ein Teil für die Neuwagenproduktion beim Autobauer vielleicht 200 Euro.“

Nebenbei bemerkt reden wir über Werte, die ab 2025 in den Staaten, die Mitglied in der EU abgekürzten Veranstaltung sind, gelten, während in der VR China schon in wenigen Wochen Werte für Benziner gelten werden, „die halb so hoch sind wie heute in der EU“.

Dolchstoße aber verpassen Deutsche den Autobauern in der BRD an anderer Stelle, denn die neuen Normen sollen in jeder erdenklichen Situation gelten, also immer und überall. Doch wie oft gibt es Ausnahmen, welche die Regel bestätigen? Oft, beispielsweise dann, wenn man seinen Kraftwagen mit Verbrennungsmotor noch etwas anhängt wie einen Wohnwagen und damit nicht nur die Kassler Berge hochbraust, sondern Alpenpässe befährt.

Und seine wir ehrlich, die größte Umweltsünde, ja, Umweltsauerei, ist die, welche mit E-Autos angerichtet wird. Doch das wollen die Hofberichterstatter der „Autobild“ und andere so wenig hören, geschweige denn schreiben, wie die Halodries der Radikalen Anti-Verbrennerauto-Fraktion (RAF).

Längst tragen Diesel in Peking dazu bei, dass die Luft sauberer wird, während rund um die Verbotene Stadt die Schlote rauchen. Ein Großkraftwerk nach dem anderen macht in der VR China auf – und nicht nur dort – und verbrennt, richtig: Brennstoffe, statt dicht. Immer mehr Schornsteine qualmen in Rotchina dank der E-Autos und grünen Heuchler auch hierzulande.

Vielleicht noch viel schlimmer sind die Parolen von Kleinbürgergrünen und Besserverdienenden samt Christen und Sozen in Bezug auf den Wirkungsgrad von Verbrennungsmotoren. Vor allem bei den Ottomotoren treiben die Roten Han die Technologie immer weiter. Und je weiter sie den technologischen Vorsprung in die Höhe treiben, umso weiter fallen die Deutschen ab und hängen hinterher.

In Politik und Presse geben sich die Oberen ahnungslos und zucken mit den Schultern. Für den Technologie-Transfer gibt es nur eine Einbahnstraße, keine Seidenstraße. Die Deutschen werden im Fernen Osten von Eurasien immer weiter abgehängt. Das sollte Dirk Spaniel, wenn er denn eine Alternative zum allgemeinen Abgang und nicht nur Abgesang sein will, begreifen und beschreiben, ja, bestmöglich erklären, damit die Leute im Land verstehen, wohin die Regierenden in Berlin und Brüssel die Karre kräftig schieben. Richtig, als Tour der Trivialität in den Dreck.

Deutschland schafft sich nicht nur ab, wie Thilo Sarrazin behauptet und beredt beschreibt, die BRD wird immer weiter in die Bedeutungslosigkeit bugsiert. Der Hauptfeind steht im eigenen Land.