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Erwin Hindelang
Erwin Hindelang © Goodyear

Erwin Hindelang zum „Held der Straße 2017“ gekürt – Goodyear und AvD zeichnen Helfer im Straßenverkehr aus

Berlin, Deutschland (Roads’R’us). Hand aufs Herz: Wer würde sich zutrauen, an einem kalten, regnerischen Tag in einen Fluss mit starken Strömungen zu springen, um Menschen aus einem dort treibenden Fahrzeug zu retten? Der Wille zu helfen, ist sicher da, doch es gehört schon etwas dazu, den auch in die Tat umzusetzen. Ein 60-jähriger Mann aus dem Allgäu war so beherzt: Im August hat er eine 82-jährige Frau aus ihrem Auto befreit, das in einem Fluss mit Hochwasser trieb und unterzugehen drohte. Er riss sich die Sachen vom Leib und sprang ins Wasser. Mit aller Kraft musste er gegen die Strömung ankämpfen und verzweifelte fast, weil er es immer wieder nicht schaffte, zum treibenden Fahrzeug zu gelangen.

Schließlich erreichte er es doch – gerade noch rechtzeitig, denn die Luft im Auto, das sich schnell mit Wasser gefüllt hatte, ging zu Ende. Die nächste Hürde war es, die verkantete Tür zu öffnen. Erwin Hindelang war fast am Aufgeben, vor allem, weil das Fahrzeug zu gefährlichen Stellen trieb, so dass er um sein eigenes Leben zu fürchten begann. Doch schließlich ließ sich die Tür doch noch einen Spalt öffnen, und er konnte die alte Dame aus dem Auto ziehen und vor dem Ertrinkungstod bewahren.

Für diese mutige Tat wurde Erwin Hindelang zum „Held der Straße“ des Jahres 2017 gekürt, mit einem Pokal ausgezeichnet und einem 5000-Euro-Tankgutschein beschenkt. Der Reifenspezi Goodyear mit seinen Partnern, dem Automobilclub von Deutschland (AvD) und der Zeitschrift „Trucker“, haben es sich seit nunmehr zehn Jahren zur Aufgabe gemacht, allmonatlich Menschen, die als Verkehrsteilnehmer nicht wegschauen, sondern couragiert eingreifen und Verantwortung für andere übernehmen, mit diesem Titel auszuzeichnen. Jedes Jahr im Dezember wird unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministeriums von den bisherigen elf Monatssiegern der Held des Jahres gekürt.

Mit dieser Aktion sollen solche Heldentaten sichtbar gemacht und den Menschen dahinter ein Gesicht gegeben werden. Schließlich, so Goodyear-Pressechefin Mirjam Berle, würden sie sich durch ihren Mut gegenüber immer noch zu vielen Gleichgültigen auszeichnen und einen Gegenpol zu den Gaffern bilden, die nach Unfällen Rettungsgassen blockieren, Rettungskräfte behindern und die Unfälle lieber fotografieren oder filmen, anstatt zu helfen.

Nur gut jeder dritte Autofahrer in Deutschland würde gemäß einer Goodyear-Studie bei einem Verkehrsunfall Hilfe leisten, ohne zu zögern. Im Durchschnitt dauert es zehn Minuten, bis ein Notarzt am Einsatzort ist. Da Unfallopfer auf sofortige Hilfe angewiesen sind, kommt es auf Ersthelfer an, die sich vorbildhaft verhalten und sofort helfen. Sicher darf nicht verlangt werden, das eigene Leben zu gefährden oder einen Einsatz, den der Einzelne nicht bewältigen kann. Doch etwas geht immer: Hilfe holen.

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