Der Fullback ist hart im Nehmen – Fiat steigt mit ihm in die Klasse der Pick-ups mit einer Tonne Nutzlast ein

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© Fiat

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Pick-ups gehören mittlerweile in die Produktpalette vieler Hersteller. Meist haben sie die Mutation vom reinen Arbeitstier zum Lifestyle-Allradler vollzogen. Noch ein echter Arbeiter ist der Fullback von Fiat, der aber durchaus auch Komfort bietet.

Eigentlich stammt er ja aus dem Hause Mitsubishi und ist dort unter „L200“ bekannt. In Kooperation der Japaner mit dem Turiner Hersteller ist nun der Pick-up Fullback entstanden, und Fiat kann damit eine Lücke im Modellprogramm schließen. Ein Fullback ist beispielsweise vom American Football bekannt und bezeichnet einen kräftigen, agilen und vielseitig einsetzbaren Haudegen mit Nehmerqualitäten, der mit jeder Situation fertig werden muss. So einer soll der der neue Midsize-Pick-up von Fiat also sein.

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Und er ist tatsächlich ein waschechter Pick-up, mitsamt Allrad-Antrieb, großer Ladefläche und ordentlichen Zugleistungen. Auch wenn sie derzeit in Deutschland noch ein Nischenprodukt darstellen: Pick-ups sind im Kommen. Rund 18 000 der kleinen Offroad-Lkws wurden 2015 verkauft – ein Zuwachs von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und auch aktuell sind die Zulassungszahlen im Steigflug – aus vielerlei Gründen.

Pick-ups ersetzen immer öfter den echten Geländewagen. Wer einen robusten, bezahlbaren Offroader sucht, hat inzwischen kaum noch eine andere Wahl. Und Pick-ups werden immer komfortabler, sparsamer und lassen sich bei Bedarf modern und komfortabel ausrüsten. Fahrkomfort und Fahrleistungen genügen, um einen Pick-up als ganz normales Alltagsfahrzeug zu nutzen. Und Fiat bietet den Fullback auch im Mittleren Osten und Afrika an, wo noch deutlich mehr der kleinen Helfer verkauft werden.

Der neue Eintonner, der sich vom Mitsubishi vor allem durch seine Frontpartie mit der Fiat-Nase unterscheidet, wird in zwei Karosserievarianten angeboten – als „Extended Cab“ mit zwei vollwertigen sowie zwei verkürzten hinteren Türen und vier Sitzplätzen sowie als „Double Cab“ mit vier vollwertigen Türen und Platz für fünf Passagiere.

Zwei Ausstattungsvarianten werden angeboten, wobei der Extended-Cab in der Basisversion SX zum Preis von 26 656 Euro (brutto) bereits mit Airbags für Fahrer und Beifahrer, einer elektronischen Stabilitätskontrolle – inklusive Gespannstabilisierung –, dem zuschaltbaren Allradantrieb, einer Heckscheibenheizung, der Start&Stopp-Automatik und der Traktionskontrolle ausgestattet ist.

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Der Fullback Double Cab SX rollt mit zusätzlich fünf Airbags und einer Geschwindigkeitsregelanlage an. Die LX-Version des Double Cab verfügt zudem unter anderem über Kotflügelverbreiterungen, einen Unterfahrschutz, 16-Zoll-Leichtmetallräder, eine Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber vorn, Licht- und Regensensor, eine Audioanlage mit 6,1-Zoll-Display und die sehr nützliche Rückfahrkamera. Daneben gibt es verschiedene Ausstattungs-Pakete für die individuellen Bedürfnissen der Kunden.

Im Innenraum des Fullback geht es nobler zu, als gedacht. Auf Wunsch für den, der’s braucht, gibt es gar Lederpolster und eine Klavierlackoptik. Nichts zu deuteln gibt es an der Übersichtlichkeit des Cockpits. Zahlreiche Ablagen und Staufächer helfen, im Innenraum Ordnung zu halten. So kann man sich eigentlich recht wohlfühlen im Fullback – noch angenehmer wäre es mit einem besser gedämmten Antrieb. Denn deutlich bemerkbar macht sich der 2,4-Liter-Turbodiesel, der in den Leistungsstufen 113 kW/154 PS und 133 kW/181 PS angeboten wird.

Kombiniert werden die Motoren mit angenehm leichtgängigen Sechsgang-Handschaltern oder Fünfgang-Automatikgetrieben. Ebenso leichtgängig und dabei präzise arbeitet die Lenkung, und mit einem Wendekreis von 11,8 Metern kann der Fullback als recht wendig gelten. Das Fahrwerk mit Doppelquerlenkerachse und Einzelradaufhängung vorn und einer hinteren Starrachse mit Blattfedern für hohe Belastbarkeit ist gut abgestimmt und bietet trotz Starrachse auf der Straße einen ordentlichen Komfort.

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