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Autos in Wort und Bild – Annotation zum Buch „WAFT“

© Delius Klasing

Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Im Bielefelder Verlag Delius Klasing kam jüngst ein neues quadratisch-praktische Buch mit vielen Bildern, bunt sowie in Graustufen, raus, das den Titel „WAFT“ trägt. Diese vier weißen Buchstaben befinden sich, darum herum ein weißer Kreis, in der Mitte der ersten Buchumschlagseite, den eine verwaschene Wand samt mausgrauen Untergrund sowie die scharfe Spitze eines Personenkraftwagens ziert. Ein BMW im Beton, möchte mancher meinen und liegt richtig (mehr dazu auf den Seiten 62 ff.).

Auf der vierten Umschlagseite geht die Wand weiter, bietet immerhin hinweise auf Modelle von Marken wie Audi, BMW, Ferrari, Ford, Jaguar, Mazda, Mercedes und Porsche. Die Bilder dieser und anderer Automobile finden Betrachter auf 256 Seiten im Buch. Sie stammen vor allem von Lies de Mol. Der Text ist von Bart Lenaerts und in Englisch.

Ob das, was vom Verlag als „musikalischer Tribut an die Autokultur“ bezeichnet wird, noch Journalismus oder schon Werbung ist, das muss jeder selber sehen und lesen, aber Sehen und Lesen muss man, denn das Buch wirkt auf Autoliebhaber anregend und weckt Erinnerungen.

Bibliographische Angaben

Bart Lenaerts und Lies de Mol, WAFT 4, Music was my first love, 256 Seiten, 179 Farbfotos, 45 S/W Fotos, 20 farbige Abbildungen, Komplett in englischer Sprache, Format 25,2 x 25,3 cm, gebunden, Verlag: Delius Klasing, Bielefeld, 1. Auflage 2016, ISBN: 978-3-667-10971-2, Preise: 39,90 EUR (D), 41,10 EUR (A)

Kroatien, Land der Gegensätze – Enduristisches Wandern an der Küste Kroatiens

© 2014, Foto: Torsten Thimm

Cres, Kroatien (RoadsRus). Es ist Ende Oktober als Klaus, Sascha, Marc und ich uns dazu entscheiden der herbstlichen Tristheit Deutschlands noch einmal zu entfliehen und die Sonne zu suchen. Da unsere Zeit dafür leider begrenzt ist, leihen wir uns kurzerhand einen Transporter beim Bikertransit, um uns die unnötigen Autobahnkilometer auf den Bikes zu sparen. Die Anfahrt durch die schon sehr herbstlichen Landschaften Österreichs und Sloweniens verläuft dann auch vollkommen problemlos. Einzig die Grenzformalitäten beim Übergang von Slowenien nach Kroatien kommen uns etwas merkwürdig vor. Waren wir nicht alle irgendwie Europa und EU?

© 2014, Foto: Torsten Thimm
© 2014, Foto: Torsten Thimm

Opatija empfängt uns jedenfalls mit dem Flair einer alten Hafenstadt in der aufkommenden Dunkelheit dieses Tages. Die hoch über der Stadt thronende Villa Kapetanovic ist zur Sicherheit schon vorgebucht. Ein freundlicher Empfang der Gastgeber, ein hopfenhaltiges Getränk und ein feines Abendessen waren auf uns. Kurze Zeit später beziehen wir unsere Schlafgemächer für diese Nacht.

Der nächste Morgen beginnt dann auch früh mit der aufgehenden Sonne, die die komplette Szenerie um uns herum in ein Gemälde aus Land, Wasser und Farben taucht. Auf der großen Terrasse des Hauses nehmen wir bei 22 Grad unser Frühstück ein und besprechen den ersten Tourentag. Freundlicherweise dürfen wir den Transporter auf dem hoteleigenen Parkplatz bis zum Ende der Tour stehen lassen, sodass uns die verschlungenen Straßen der Halbinsel Istrien schnell in ihren Bann ziehen. Bei den diversen Fotostops die wir einlegen zeigen sich die Menschen wie auch das Land von ihrer besten Seite und der stets magische Schein der Sonne lässt uns eins ums andere Mal die fortgeschrittene Jahreszeit vergessen. Nicht verwunderlich also, dass wir erst mit der aufkommenden Dämmerung die Fähre zur Insel Cres besteigen. Als uns das Schiff auf der anderen Seite wieder ausspuckt ist es bereits dunkle Nacht. Wir beschließen den Autos vor uns folgen und nehmen die steinerne Insel nur schemenhaft im Scheinwerferlicht der Karavane wahr. Nicht sehr viel später landen wir in Cres, wo wir schnell eine passende Unterkunft finden, die uns mit kroatischen Köstlichkeiten zum Abendessen verwöhnt. Während des Essens und auch noch danach auf dem Apartment planen wir den Tourverlauf für den kommenden Tag, bevor wir müde in unsere Betten fallen.

© 2014, Foto: Torsten Thimm
© 2014, Foto: Torsten Thimm

Der neue Tag hat gerade begonnen als die ersten Fischer im Hafen von Cres mit ihren Booten einlaufen. Zusammen mit den alten Gebäuden hier fühlen wir uns irgendwie in die 1960er Jahre zurückversetzt. Eine Zeit in der man unsere tägliche Hektik noch nicht so extrem kannte. Genau das ist Urlaub und diese Stimmung nehmen wir für den heutigen Tag mit auf unseren Weg hinüber zur Insel Krk. Mit der Fähre setzen wir auch hier über und durchqueren die Insel auf zum Teil etwas breiteren Ziegenpfaden mit den Bikes. Welch ein Gegensatz, was Cres an Steinen und alten Mauern zu bieten hat, hält Krk an grünen Gewächsen dagegen. Beides auf seine Art zugleich bizarr aber auch wunderschön. Über die große Brücke gelangen wir gegen Mittag zurück aufs Festland und verlassen damit die Kvarner Bucht. Wir folgen wenn auch nur kurz der Uferstraße, bevor wir hinauf in die Berge und das Hinterland abdrehen. Die berühmten Plitvicer Seen sollen unser Ziel für heute werden. Doch kaum haben wir die Bergkette überfahren, ist es Herbst. Und zwar Herbst mit allem was dazugehört! Die Temperaturen fallen rapide, es zieht sich zu, beginnt zu regnen, was meine Begleiter und mich dazu veranlasst umzuplanen und am Abend in Senj küstennah mit Blick auf die alte Festung zu übernachten. Weiter nach Süden ist die einhellige Entscheidung am Ende des Tages und die berühmten Wasserfälle von Krka das Ziel für morgen. Mit diesem Plan im Kopf ist der Tag dann auch vorbei und schlafen wir ein.

© 2014, Foto: Torsten Thimm
© 2014, Foto: Torsten Thimm

Nach einer ausgesprochen ruhigen Nacht und einem sehr deutschen Frühstück am Morgen verabschieden wir uns von unseren Gastgebern und folgen der rosa Linie in unseren Navis zu den Wasserfällen. Ein weiteres Mal zeigt sich Kroatien von einer ganz anderen Seite. Die Armut hier im Hinterland ist deutlich sichtbar. Immer noch stehen zerschossene und halbfertige Häuser links und rechts der Straße. Gebäude die fluchtartig von ihren Bewohnern verlassen worden sind, als der Bürgerkrieg tobte. Rote Absperrungen und Totenkopfschilder warnen vor Minenfeldern die noch nicht geräumt wurden. Glanz und Gloria der Küste, hier fehlen sie ganz und gar, es fühlt sich an als würde dieser Abschnitt in ein anderes Land gehören. Die Sonne hat ihren Zenit noch nicht erreicht als wir das Schiff besteigen, das uns zu den Wasserfällen bringt. Eine ruhige Überfahrt erwartet uns und ein einmaliges Erlebnis aus Wasser, Stein und Natur. Die Zeit hier vergeht wie im Fluge da das Gebotene einen in seinen Bann zieht. Tourentechnisch sind wir für heute aber noch nicht am Ende. Ein zweiter Anlauf führt uns noch einmal in Richtung Plitvicer Seen, denn wir wollen einmal auf Winnetous Spuren wandeln. Auch dieses Mal wird es im Hinterland kalt, aber zum Glück bleibt der Regen vom Vortag aus. Noch einmal bekommen wir die Ausmaße eines Bürgerkrieges, der über 20 Jahre zurück liegt, zu sehen, bevor uns der Weg am Abend in ein kleines Hotel in Jezerce, das kurz vor den Seen liegt, führt. Als wir an diesem Abend zu Bett gehen wähnen wir uns wirklich am Ziel.

© 2014, Foto: Torsten Thimm
© 2014, Foto: Torsten Thimm

Doch leider hat Petrus andere Pläne für uns vorgesehen. Der Besuch bei den Seen muss ausfallen. Durch dicke Nebelschwaden mit ganzen 6 Grad Außentemperatur sehen

wir schnell zu, dass wir uns, die Griffheizung auf der höchsten Stufe, wieder aus dem Staub machen. Der Weg ist klar. Ein weiteres Mal fahren wir Richtung Küste. Doch bevor wir das Meer erreichen kaufen wir unterwegs Käse und Wurst von den Bauern der Höf, die an der Straße liegen.

Eher zufällig kommen wir dann an die Einfahrt einer Schotterstrecke, die sich bei näherem Hinsehen als Verbindungsstück herausstellt und zum enduristischen Wandern geradezu einlädt. Dichte Bewaldung wechselt hier mit steinigem Grund und flachen Gewächsen. Am höchsten Punkt der Strecke landen wir inmitten eines verlassen Refugios das zum Picknicken einlädt. Wir genießen die gekauften Sachen und vor allem die Ruhe der Landschaft bevor es weitergeht. Der Blick wandert von Kurve zu Kurve und auf den Geraden dazwischen immer wieder hinunter zur Küste und dem Meer. Ein kurviger Lindwurm aus Teer wurde hier ins Tal gegossen, ihm folgend landen wir am frühen Nachmittag am Strand von Karlobag und lassen unseren letzten vollen Tourtag in Kroatien bei spätsommerlichen Temperaturen ausklingen.

© 2014, Foto: Torsten Thimm
© 2014, Foto: Torsten Thimm

Etwas wehmütig besteigen wir am folgenden Morgen die Maschinen und nehmen die Küstenstraße zurück bis nach Opatija. Noch einmal zeigt sich Kroatiens ganze Schönheit mit Blick auf die vorgelagerten Inseln. Beim Mittagessen im Hotel Kapetanovic überrascht uns Marc dann noch. Er schlägt vor alleine die Fahrt mit dem Transporter Richtung unserer letzten Unterkunft im österreichischen Maltatal auf sich zu nehmen, während wir drei anderen mit dem Motorrad zurückfahren. Ein Deal den wir nur zu gerne eingehen. Kurze Zeit später ist seine BMW auf dem Transporter verladen und wir verlassen Kroatien in Richtung slowenischer Grenze. Durch Slowenien, das Socatal und über den atemberaubenden Vrsicsattel gelangen wir nach Österreich und im aufkommenden Dunkel des Abends schließlich zum Maltainer Hof. Ein weiteres Mal übernachten wir hier.

Die Essenz dieser Reise: Kroatien hat eine Menge landschaftlich und kulturell Höhepunkte und Gegensätze zu bieten und das bei bestem Wetter. Das Land ist schon deswegen eine Reise wert, auch im Spätherbst. Die Leute bieten ihren Gästen alles, was man sich zum Wohlfühlen nur wünschen kann. Wir jedenfalls waren nicht das letzte Mal dort, das steht fest.

Der Niro ist ein Crossover-Hybride – Das kompakte Fahrzeug ist praktisch und stylisch

© Kia

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Mit 4,36 Metern Länge ist der Kia Niro ein Kompaktmodell, bietet aber erstaunlich viel Platz, und das nicht nur in Reihe eins. Auch die Beinfreiheit im Fond ist üppig – dank des großen Radstandes von 2,70 Metern. Der Gepäckraum lässt direkt Freude aufkommen: Er hat ein Fassungsvermögen von 427 Litern, das sich bei umgeklappten Rückbanklehen auf bis zu 1425 Liter erweitern lässt. Die Anhängelast beträgt bis zu 1300 Kilogramm. Ein praktisches Auto also.

Doch es ist nicht nur praktisch, sondern auf pfiffig gestylt. Klar ist er als Kia erkennbar – vor allem an der Front mit dem typischen Kühlergrill. Mit kurzen Überhängen, erhöhter Bodenfreiheit, hoch positionierten Frontscheinwerfern und einer ansteigenden Schulterlinie erscheint der Niro im trendigen, robusten Crossover-Design. Die zum Heck leicht abfallende Dachlinie endet mit einem Dachheckspoiler. Der bullige Heckstoßfänger und die ausgestellten Radhäuser lassen das Heck besonders kräftig wirken.

© Kia
© Kia

Doch der Niro ist nicht nur praktisch und stylisch – er ist auch sparsam. Schließlich soll er dazu beitragen, den Flottenverbrauch von Kia bis 2020 um 25 Prozent zu verringern. Unter seiner Haube arbeitet ein 1,6- Liter-Benzinmotor mit 77 kW/105 PS, der mit einem 32 kW/44 PS starken Elektromotor kombiniert ist. Damit kommt er auf eine Gesamtleistung von 104 kW/141 PS. Die Kraft wird über ein sechsstufiges Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderräder übertragen.

Beide Motoren arbeiten unmerklich und perfekt zusammen, und dank des Doppelkupplungsgetriebes steht die Antriebskraft kontinuierlich zur Verfügung. Das maximale Drehmoment von 265 Nm ermöglicht einen guten Antritt und einen Beschleunigungslauf von Null auf Tempo 100 in 11,5 Sekunden. Die Spitze erreicht der Niro bei 162 km/h.

Die Batterie hat eine Kapazität von 1,56 Kilowattstunden – damit kann der Niro höchstens zwei Kilometer rein elektrisch fahren. Doch mehr ist auch nicht das Ziel. Der E-Motor ist beim Anlassen aktiv, kann das Fahrzeug im Stau allein bewegen und unterstützt beim Beschleunigen. Beim Bremsen wird Energie zurück gewonnen. So wird der Verbrauch nach Labortest mit 3,8 Litern pro 100 Kilometer und der CO2-Ausstoß mit 88 Gramm pro Kilometer angegeben. In der Praxis kommt man gut mit nur einem Liter mehr auf dieser Distanz aus.

© Kia
© Kia

Seit wenigen Monaten ist das Fahrzeug auf dem Markt und wird zu Preisen ab 24 990 Euro verkauft. Zum Basispreis sind unter anderem eine Zweizonen-Klimaautomatik, ein Audiosystem mit einem Fünfzoll-LCD-Display und sechs Lautsprechern, eine Geschwindigkeitsregelanlage, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn und hinten, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, der Dämmerungssensor, ein individuell in Höhe und Tiefe verstellbares Multifunktionslenkrad, höhenverstellbare Vordersitze, Nebelscheinwerfer, das LED-Tagfahrlicht und LED-Rückleuchten sowie 16-Zoll-Leichtmetallfelgen serienmäßig an Bord.

Zur Sicherheit verfügt jeder Niro ab Werk über sieben Airbags, eine Berganfahrhilfe und einen Spurhalteassistenten. Auf Wunsch sind auch der Spurwechselassistent, ein Querverkehr-Warner, eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage inklusive Frontkollisions-Warner und ein autonomer Notbremsassistent mit Fußgängererkennung lieferbar. Als Komfort-Extras werden beispielsweise ein Navi, die Rückfahrkamera, digitaler Radioempfang, Ledersitze, Sitzheizung und Sitzventilation, Xenon-Scheinwerfer, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und ein elektrisches Glasschiebedach angeboten.

Neue Ära der Coupés bei BMW – Das Gran Coupé der 4er-Reihe ist mit vier Türen praktischer als der Zweitürer

© BMW

Berlin, Deutschland (RoadsRus). BMW hat eine lange Tradition auf dem Gebiet der Coupé-Entwicklung – schon 1937 kreierte die Münchener Edelschmiede mit dem „327“ das erste europäische Sportcoupé. Im Jahre 1959 wurde mit dem BMW 700 das erste Kompaktcoupé präsentiert; danach gab es erst 1992 wieder einen solchen Zweitürer, und zwar auf Basis des 3er BMW. Eine ganze Zeit waren die Coupés erfolgreiche Modellversionen, doch irgendwann standen sie nicht mehr so hoch in der Käufergunst.

So galt es, ein neues Konzept zu entwickeln, um bei den Kunden wieder die Lust am Coupé zu wecken. Und das ist das Ergebnis der Überlegungen bei BMW: Das Coupé wurde aus der 3er-Reihe gelöst und damit eine eigene Baureihe, die 4er-Reihe, eröffnet. Sie soll mit eigenständigem Auftritt, hohem dynamischen Potential und edlem Ambiente punkten und dabei nicht zuletzt für einen weiteren Imageschub der Marke sorgen.

© BMW
© BMW

Zunächst trat das zweitürige Coupé an. Rassig wirkt das 4,64 Meter lange Fahrzeug, das über 2,81 Meter Radstand verfügt und damit seine direkten Wettbewerber beim Platzangebot deutlich übertrifft. Seine Proportionen sind perfekt – es ist flach und mit breiter Spur gezeichnet und steht damit satt auf der Straße. Die lange Schnauze, seitliche Kiemen hinter den vorderen Kotflügeln, weit ausgestellte Radläufe und eine abfallende Dachlinie machen das Coupé zum Eyecatcher.

Das Gran Coupé nun, die durch ihre vier Türen etwas praktischere Sportlimousine mit Heckklappe, hat mit 4,64 Metern Länge und einem Radstand von 2,81 Metern die Dimensionen des zweitürigen Coupés. Die Dachlinie verläuft jedoch anders: Das Dach ist um 1,2 Zentimeter höher und fällt in einer um 11,2 Zentimeter verlängerten Linie sanft zum Heck hin ab.

Der Gepäckraum fasst 480 Liter – das ist ein Plus von 35 Litern gegenüber dem Zweitürer. Wird die Rücksitzlehne, die auf Wunsch auch im Verhältnis 40:20:40 teilbar ist, umgeklappt, erhöht sich das Gepäckraumvolumen auf 1300 Liter – das ist ein Spitzenwert bei den Premium-Modellen im Segment. Die Heckklappe öffnet serienmäßig elektrisch – optional auch per Gesten-Steuerung durch eine einfache Fußbewegung.

Das Interieur des Gran Coupés entspricht weitgehend dem des Coupés. Es ist dem Charakter des Fahrzeugs angepasst und erwartet die Passagiere mit edlen Materialien, elegantem Design, mit Komfort und Sportlichkeit. Das Sportlenkrad und vor allem auch sportliche Sitze gehören zur Grundausstattung. Weil man bei BMW davon ausgeht, dass das Coupé nur selten „ganz gefüllt“ fährt, wurden die beiden äußeren Sitze der Rückbank wie Einzelsitze geformt. Es bleibt jedoch in der Mitte noch etwas Platz für einen weiteren Passagier.

© BMW
© BMW

Als Antriebe werden acht Motoren angeboten. Basis-Motor ist der 135 kW/184 PS starke Benziner 420i, mit dem das Fahrzeug für 37 550 Euro zu haben ist. Top-Triebwerk ist der Reihen-Sechs-Zylinder-Benziner im 440i. Er schöpft aus 3,0 Litern Hubraum eine Leistung von 240 kW /326 PS. Der kombinierte Kraftstoff-Normverbrauch beträgt 7,4 Liter, was einem Kohlendioxid-Ausstoß von 172 Gramm pro Kilometer entspricht.

Im Kurztest fuhren wir den 430i, der in der xDrive-Version mit mindestens 47 950 Euro in der Liste steht. Er wird von einem Zweiliter-Turbo-Vierzylinder-Benziner mit 185 kW/252 PS über alle Räder angetrieben. Sportlich tief ist die einzunehmende Sitzposition, doch dort fühlt man sich gut aufgehoben – im straffen, aber nicht unkomfortablen Sportgestühl. Und die Sitzprobe im Fond fällt gleichermaßen gut aus: Es genügend Platz für zwei Erwachsene vorhanden, vor allem ordentlich viel Beinfreiheit. Durch das flach nach hinten abfallende Coupédach ist allerdings die Kopffreiheit etwas eingeschränkt.

Und so fährt sich der 430i: Der Turbo-Motor generiert ein maximales Drehmoment von 350 Nm und sorgt für ein ausgesprochen munteres Vorankommen: In 5,9 Sekunden soll der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 erledigt sein. So genau ist das auf der Autobahn nicht nachzumessen, doch eines kann man sagen: Der Durchzug ist hervorragend. Die Spitze von 250 km/h ist keine Hürde, wenn die Bahn frei ist und man dabei konzentriert genug ist.

Die Achtstufen-Automatik ist in den xDrive-Modellen serienmäßig an Bord – sie ist auch für die anderen Versionen wärmstens zu empfehlen. So blitzschnell und punktgenau, wie sie die Fahrstufen wechselt, kann das selbst ein versierter Fahrer nicht. Die Lenkung arbeitet präzise, das Fahrwerk ist sauber abgestimmt und lässt sich an unterschiedliche Fahrbahnverhältnisse anpassen. Den Normverbrauch des 430i gibt BMW mit 5,9 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer an – ein theoretischer Laborwert. Wer etwas Spaß haben will mit diesem Fahrzeug, sollte auf dieser Distanz mit rund acht Litern Super rechnen.

Auf dem Rad reisen oder 20 tolle Touren über Stock und Stein – Zum Buch „Die schönsten E-MTB-Touren in den Alpen“ von Armin Herb und Daniel Simon

© Delius Klasing

Berlin, Deutschland (RoadsRus). In ihrem Buch „Die schönsten E-MTB-Touren in den Alpen“ stellen die Autoren Armin Herb und Daniel Simon 20 tolle Touren über Stock und Stein vor. Auf 160 Seiten mit 230 farbigen Fotos „laden“ laut Waschzettel die Autoren vor allem „E-Mountainbike-Einsteiger ein, Berge, Almen und Hütten über Alm- und Karrenwege sowie sanfte Trails zu erkunden.

Anfänger aufgepasst! Das quadratische Buch passt zwar nicht praktisch in jede Hosentasche, aber dient dank der annähernd romantischen Naturfotografie, die keinesfalls künstlerisch sondern dokumentarisch ist und neben heiler Welt fast immer Mensch mit Maschine als ausreichende Reporterfotografie zeigt, zur befriedigenden Einstimmung.

Die Touren für Unsportliche und Freizeitsportler sind mit allerlei E-Bikes und den Wegbeschreibungen der Autoren gut zu schaffen. Dass zu jeder Tour-Empfehlung Angaben zu der Höhendifferenz, der aufzuwendenden Zeit und dem Schwierigkeitsgrad angeführt werden, das ist ein guter Dienst. Allgemeine Tipps zu E-MTB-Touren sind im Vorwort zu finden, alle wichtigen Informationen gibt es auf einen Blick. Wer mehr wissen will, dem helfen die ungezählten Verweise zu Webseiten.

Mit einem Akku unterm Arsch ist das mittlerweile zum Massenerlebnis mutierte Mountainbike-Abenteuer in den Alpen auf eine angenehmere Art zu erfahren.

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Armin Herb, Daniel Simon, Die schönsten E-MTB-Touren in den Alpen, 20 Touren. Mit Tipps zu Akkuleistung, Reparaturen und Fahrtechnik, 160 Seiten, 230 Fotos (farbig), Format: 23,2 x 26,5 cm, Klappenbroschur, Verlag: Delius Klasing Verlag, Bielefeld, 1. Auflage 2017, ISBN: 978-3-667-10927-9, Preise: 29,90 EUR (D), 30,80 EUR (A)

Honda-Bestseller in zehnter Auflage – Neuer Civic mit ausgefallenem Design und sportlichen Attributen

© Honda

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Deutlich länger, etwas breiter und flacher – so präsentiert Honda den neuen Civic, der in der fünftürigen Schrägheck-Version am 18. März zu Preisen ab 19 990 Euro in Deutschland in den Handel kommt. Die viertürige und noch fast 15 Zentimeter längere Limousine folgt im September.

© Honda
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Mit dem Civic Nummer zehn setzt Honda nun in punkto Sportlichkeit noch eins drauf und hat dem Fahrzeug eine Portion Kampfeslust mit auf den Weg gegeben. Fast schon ein bisschen grimmig schaut der Neue, dem die veränderten Proportionen gut getan haben. Satt und sicher, mit tieferem Schwerpunkt, steht er mit breiten Schluppen unter markanten Radhäusern auf der Straße.

Aggressiv gestaltet ist die Frontpartie mit schmalen schrägen Augen und großen Lufteinlässen. Dynamisch wirken die stark konturierten Seitenlinien mit dem Hüftknick, markant das Heck mit seiner – wie bisher – durch den Spoiler geteilten Scheibe. Ecken und Kanten bestimmen das Design, das vor allem in der etwas zerklüfteten Heckansicht recht unruhig wirkt.

Als Kompakter soll der neue Civic noch gelten – dabei ist schon der Fünftürer über 4,50 Meter lang. Kurz sind die Überhänge, knapp zehn Zentimeter mehr misst der Radstand – das bringt ein für dieses Segment herausragendes Platzangebot für Passagiere und Gepäck. Über einen spürbaren Zuwachs an Beinfreiheit können sich die Fondpassagiere freuen. Unter der großen und breiten Heckklappe ist Platz für mindestens 478 Liter Gepäck, das sich über die mit 63 Zentimetern recht niedrige Ladekante problemlos einladen lässt.

Das Highlight im Cockpit ist zweifellos die neueste Version des Infotainmentsystems Connect mit einem in die Mittelkonsole integrierten Siebenzoll-Touchscreen. Dort werden unter anderem Klimaanlage und Infotainment „verwaltet“; ab der Ausstattung Elegance sind auf dem Display auch die Bilder der Rückfahrkamera zu sehen. Connect unterstützt unter anderem die Smartphone-Integration via Apple CarPlay und Android Auto. Umfassend ist die serienmäßige Sicherheitsausstattung.

© Honda
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Zunächst werden für den Civic zwei neue VTEC-Turbo-Benziner angeboten. Sie sind wahlweise mit einem neu entwickelten Sechsgang-Schaltgetriebe oder gegen 1300 Euro Aufpreis mit einem stufenlosen CVT-Getriebe kombiniert. Bei Honda geht man davon aus, dass sich fast 90 Prozent der Kunden für einen Ottomotor entscheiden werden. Jedoch soll ein Dieselmotor im kommenden Jahr folgen.

Der 1,0-Liter-Dreizylinder leistet 95 kW/129 PS und bringt ein maximales Drehmoment von 200 Nm. Der 134 kW/182 PS starke 1,5-Liter-Vierzylinder mit 240 Nm Drehmoment passt mit seiner Charakteristik am besten zum sportlich anmutenden Civic. Auf ersten Probefahrten konnte aber auch der Basismotor sein Potenzial unter Beweis stellen – auch mit diesem Triebwerk ist der Civic nicht untermotorisiert.

Gleich, mit welchem Motor man unterwegs ist – im Innenraum bleibt es recht leise. Das liegt an guter Dämmung, aber auch an hoher Verwindungssteifigkeit der Karosserie. Neu wie die Motoren sind Fahrwerk und Lenkung. Die elektrische Lenkung ermöglicht es, auch enge Kurven ohne ein Umgreifen am Lenkrad zu nehmen – das erhöht die Agilität nicht unwesentlich.

Auf und davon – Reisen durch Deutschland mit Wohnmobilen und dem Buch „Die 500 besten Wohnmobil-Stellplätze“

© Delius Klasing

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Seit Wochen werden die Tage spürbar länger. Die Sonne scheint häufiger. Die Luft wird wärmer. Die Vögel zwitschern wieder und die Bäume schlagen aus. Zeit für den Frühjahrsputz in Haus und Wohmobil. Wer kein eigenes Wohnmobil hat, der sollte sich einmal im Leben eines leihen und das Reisen auf Rädern probieren. Wer ein Zimmer in einem Hotel oder ein Ferienhaus gebucht hat, der sitzt oft die Zeit ab, auch wenn es den Urlauber drängt, auf und davon zu fahren. Mit einer Wohnung auf Rädern und also einem Wohnmobil ist das locker und leicht möglich.

Der Bielefelder Verlag Delius Klasing legt druckfrisch für alle Wohnmobilisten und solche, die das werden wollen, das Buch „Die 500 besten Wohnmobil-Stellplätze“ vor. Auf 208 Seiten wird im Format 16,5 x 24 cm ein sachdienliches Buch vorgelegt, das nicht nur 221 farbigen Bildern offenbart, die Lust aufs Erleben, sondern kurz und knapp in flotter Sprache Stellplätze vorgestellt. Ob das die 500 besten Wohnmobil-Stellplätze in diesem Deutschland sind, das wissen wir nicht, aber der Buch-Begleiter zu spontanen Trips und tollen Ausflügen bietet jede Menge Stellplätze. Leider werden diese nicht mit mehreren Bildern vorgestellt – die Bilder zeigen Spektakel der Bundesrepublik – und auch nur in wenigen kleingedruckten Worten, aber Hinweise für weiterführende Informationen fehlen nicht. Rufnummern und Webadressen sind doch das Wichtigste.

Die Idee, das Buch nach Themen zu gliedern, geht auf. Jeweils 50 Stellplätze für Autofans, Burgherren, Volksfest-Fans, Freizeitparks, Fußballfans, am Strand, Tierfreunde, Weinkenner, Schnäppchen-Jäger und Wintersportler füllen die vollen Seiten. Und nun: nix wie weg und zwar mit einem Wohnmobil!

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Die 500 besten Wohnmobil-Stellplätze, 208 Seiten, 221 Farbfotos, Format: 16,6 x 24 cm, Klappenbroschur, Verlag: Delius Klasing, Bielefeld 1. Auflage 2017, ISBN: 978-3-667-10916-3, Preise: 16,90 EUR (D), 17,40 EUR (A)

Einmal im Leben eine Alpenüberquerung – Zum Buch „Erlebnis Transalp“ von Gitta Beimfohr und Christoph Listmann

© Delius Klasing

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Manche Leute werden auf der Liste der zu erledigenden Aufgaben auch Abenteuer stehen haben, vor allem solche, bei denen sie fremde Länder erleben. Ein ungewohntes Erlebnis abseits des Alltags dürfte für viele eine Alpenüberquerung sein. Oft beginnt diese in der heutigen Bundesrepublik, führt entweder durch Österreich oder die Schweiz und also über die Berge und endet in Italien.

Alpenüberquerungen liegen im Trend und das gilt nicht nur für Wanderer sondern auch für Radfahrer, die es immer öfter ins Gelände zu ziehen scheint. Für Gitta Beimfohr und Chistoph Listmann, Autoren des Buches „Erlebnis Transalp“, das nunmehr in der fünften Auflage vorliegt, speise sich eine Alpenüberquerung „aus dem ständigen Wechsel von Gipfelglück und Adrenalinrausch“, wie sie im Vorwort schreiben. Wenn man „auf der Passhöhe“ steht und ein „360-Winkelgrad-Panorama“ einatme, dann muss diese Erfahrung das Erleben eines Abenteuers sein, schließlich ist solch eine Reise nicht ohne Risiko und immer noch etwas Besonderes, auch wenn Zehntausende Träumer jedes Jahr mit Rad und Rucksack durch die Täler und über die Berge ziehen. Wer das mit Ruhe bei der Rast beobachtet, der ahnt, dass beim Mountainbiker, wenigstens in den Bergen füllt der so gern genannte den Begriff, nicht der Weg das Ziel ist.

Mit dem Geländefahrrad kreuz und quer, vor allem aber rauf und runter, dass es nur so kracht. Damit es nicht kracht, ist guter Rat teuer. Das Buch von Beimfohr und Listmann kostet weniger als ein Hals- und Beinbruch und ist allein deswegen schon zu empfehlen. Darüber hinaus geben die beiden Autoren, die vom Fach Fahrrad zu sein scheinen, nützliche Tipps für den „großen Traum vieler Radfahrer“, worauf der Bielefelder Verlag Delius Klasing in einer Pressemitteilung verweist, in der es heißt, dass „dieses Buch zu den Themen Vorbereitung, Routen, beste Zeit und Unterkünfte“ auch nützlich sei, weil es Hinweise auf „verschiedene Möglichkeiten, den 1200 Kilometer langen Alpenbogen zu überqueren“ gebe.

Geschichte und Geschichten hält für eine ernsthafte Unternehmung wie der Alpenüberquerung vor allem die Via Claudia Augusta bereit, doch auch weitere Strecken wie die Heckmair-Route, benannt nach dem im Buch zitierten Transalp-Pionier Andi Heckmair, für den „das Schönste“ sei, „abends so richtig müde, hungrig und durstig zu sein“. Müde, hungrig und durstig dürften Bergradfahrer auch auf anderen Wegen wie der Joe- und Albrecht-Route werden, um nur einige Wegen, die von Nord nach Süd führen, zu nennen.

Der Ratgeber sei laut Verlag aber „für alle Routen geeignet“ und bietet „Tipps zu Ernährung, Training, Material und Ausrüstung. Er gibt zudem „alpines Notfall- und Erste-Hilfewissen“ von zwei „Bikern“, die in den Bergen viele Erfahrungen sammelten und im Buch ihre Erkenntnisse vermitteln. Das 152 seitige Buch, in dem der Leser gesiezt wird, wurde mit einigen nützlichen sowie vielen schönen Bildern garniert. Es enthält einen Werbeteil und endet mit einem zweiseitigen Lexikon sowie einem einseitigen Stichwortverzeichnis.

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Gitta Beimfohr und Christoph Listmann, Erlebnis Transalp, Planung und Durchführung. Training und Ausrüstung. Mit Profi-Tipps zur Transalp-Challenge, 5., überarbeitete Auflage, 152 Seiten, 133 Farbfotos, Format: 16,7 x 24,1 cm, kartoniert, Verlag, Delius Klasing, Bielefeld 2017, ISBN: 978-3-667-10943-9, Preise: 16,90 EUR (D), 17,40 EUR (A)

Raus aufs Rad: aufs Geländefahrrad – Annotation zum Buch „Mountainbiken für Frauen“ von Karen Eller und Christoph Listmann

© Delius Klasing

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Viele Farben und Formen Fahrrad werden in Stadt und Land bewegt und neudeutsch Bikes genannt. Bikes für Berge, also neudeutsch Mountains, werden Mountainbikes genannt. Bergfahrräder oder – besser gesagt – Geländefahrräder, das klingt in den Ohren von Dödel vermutlich zu dumm. Wie auch immer die an ein Gestell montierten zwei Räder im Großen und Ganzen genannt werden, sie werden in der Regel als Sportgerät genutzt und dafür sollte man vorbereitet sein. Frau auch!

„Biken Frauen anders?“, fragt sich dann auch der Verlag Delius Klasing aus Bielefeld, bei dem das Buch „Mountainbiken für Frauen“ mittlerweile in der dritten überarbeiteten Auflage erschien. „Eigentlich nicht“, lautet die Antwort in einer Pressemitteilung. Auf das Wort eigentlich folgt das Wort aber. Zitat: „Aber viele Frauen trainieren anders, stellen andere Fragen, setzen andere Prioritäten als die meisten Männer.“ Wohl wahr. Deswegen war es wichtig und richtig, die mehrfache Transalp-Siegerin Karen Eller und – warum nicht – den ehemalige Bike-Redakteur Christoph Listmann ein Buch schreiben zu lassen.

Auf 144 Seiten mit vielen bunten Bildern werden nicht nur Tipps gegeben und Tricks verraten, Frauen wird auch geraten, „welches Modell … das richtige und welche Ausrüstung … notwendig“ sei. Fragen, die da lauten: „Wie stelle ich mein Rad perfekt ein? Wie fahre ich technisch korrekt? Wie baue ich mein Training auf?“ werden beantwortet.

Im Winter im gut geschriebenen und gut gemachten Buch von Eller und Listmann blättern und im Frühling, wenn der Berg ruft, gut gebildet und gerüstet, trainiert und ernährt raus aufs Rad: aufs Geländefahrrad.

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Karen Eller und Christoph Listmann, Mountainbiken für Frauen, Material und Kaufberatung, Fahrtechnik und Fitness, Wartung und Pflege, Tipps und Tricks, 144 Seiten, 140 Farbfotos, Format 16,5 x 24 cm, kartoniert, Delius Klasing, Bielefeld, 3., überarbeitete Auflage 2017, ISBN: 978-3-667-10925-5, Preise: 19,90 EUR (D), 20,50 EUR (A)

Ein nettes „Audi“-Buch von Didier Ganneau mit vielen bunten Bildern

© Delius Klasing

Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). Den Wahlspruch „Vorsprung durch Technik“ der Werber beim Autobauer mit Sitz in Ingolstadt kennen nicht nur Fahrer von Personenkraftwagen mit den vier Ringen, dem Markenzeichen der einstigen Auto Union, das die Unternehmen Audi, DKW, Horch und Wanderer symbolisieren soll. Den Schnack kennen viele Schnackertanten, die Bedeutung der Ringe wissen wenige.

Trotz der Fusion mit der NSU Motorenwerke AG 1969 kam kein weiterer Ring hinzu, aber 1971 dieser Wahlspruch. Ein Ring mehr, damit wäre der Produzent vielleicht zu olympich geworden. Als die Zeit mit der NSU in Neckarsulm um war, brach die Zeit der Audi AG in Ingolstadt an. Für all das sorgte vor allem die Volkswagenwerk AG mit Sitz in Wolfsburg, zu der Audi seit 1965 gehört. Unter VW wuchs die 1909 gegründete Marke weiter und schloss zu BMW und Mercedes auf.

Diedier Ganneau hält in seinem Querformatbilderbuch, einem Werk aus dem Bielefelder Verlag Delius Klasing mit über 219 Farbfotos auf 168 Seiten, „die sportlihen Leistungen auf allen Ebenen“ für „außergewöhnlich“ und „die Technik-Premieren“ für unzählbar. Richtig, der Autor nimmt nicht in Anspruch, kritisch zu sein und somit eine kritisch-historische Abhandlung verfasst zu haben. Er ist Hofberichtestatter. Nicht mehr! Und von mir aus: auch nicht weniger.

In dem Buch „Audi – Innovation im Zeichen der Vier Ringe“ geht es ums Gute und Schöne. Das kann der gern Begeisterte gut ansehen und die geschönte Geschichte, die er in die Kapitel Audi vor Audi, Die Wiedergeburt (oder Die Verwaltung von fünf Vermächtnissen), Moderne Zeiten, Die Technik, Prototypen und Rennsport gliedert, aus weichgespülter Sicht von Didier Ganneau lesen.

Die Geschichten der genannten Unternehmungen könnten als Knaller geschrieben werden, als mehrteiliger Wirtschaftskrimi. Das Gewesene war wie die Gegenwart ist: voll von Klüngel und Korruption, von Skandalen und Affären. Und auch die Pleiten und Pannen der Produkte dieser Unternehmen, die auf den Markt kamen, ganz zu schweigen von den vielen Flops, die nie in die Warenhäuser kamen, wären Stoff für mehr als nur ein Bilderbuch.

Im vorliegenden Werk werden aber nur „herausragende Autos“ gezeigt. Der Verlag bezeichnet das Gedruckte auch als „Fan-Buch“, in dem laut Pressemitteilung „neuen Marken Ducati und Lamborghini, technische Innovationen wie quattro, Audi Space Frame oder der Fünfzylindermotor, Designstudien und wegweisendes Styling, Audi im Rennsport, alle Baureihen von A1 bis R8 präsentiert“ werden. Wohl wahr.

Bibliographische Angaben

Didier Ganneau, Audi, Innovation im Zeichen der Vier Ringe, 168 Seiten, 219 Farbfotos, Format: 29,4 x 20,7 cm, gebunden, Verlag: Delius Klasing, Bielefeld, 1. Auflage 2017, ISBN: 978-3-667-10858-6, Preise: 29,90 EUR (D), 30,80 EUR (A)

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