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Nur ein Bilderbuch – Annotation zum Buch „Kinderzimmerhelden“ von Christian Blanck

© Edition Panorama

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Als ich den Kalender „Kinderzimmerhelden 2016“ von Christian Blanck in Händen hier, war ich erfreut und fing an, mich lange und gerne an Kindertage mit „Kinderzimmerhelden“ und also alten Autos im Kleinstformat zu erinnern.

Zum Kalender wollte ich also unbedingt das Buch haben, um mehr zu sehen als nur 12 Blatt, und um mehr zu erfahren. Ich wurde enttäuscht. Zwar finden sie viele mehr Bilder in dem Buch, über 300 sollen es laut Verlag Edition Panorama sein, doch beim Bilderbuch bleibt es.

Fast alle Seiten sind als Doppelseiten gestaltet. Links steht geschrieben, um was für ein Auto es sich rechts handelt. Dann sieht man auf der rechten Seite das oft künstlich kaputt gemacht Gerät. Das ist lächerlich. Manche mögen das für Kunst halten.

Noch lächerlicher wird es, wenn Seiten „für Deinen ganz persönlichen Kinderzimmerhelden reserviert“ sind. „Steh direkt auf, gehe nicht über Los, rufe Deine Mutter an. Frag sie, ob Deine alte Autokiste noch auf dem Dachboden steht. Suche Deinen Helden. Mach ein Foto. Klebe es hier ein und poste es auf der facebookseite von Kinderzimmerhelden. Viel Spaß – wir sind gespannt!“ Das sind Sätze voller Fehler und Kinderei. Das Buch ist ein Witz, aber ein schlechter.

Das Vorwort ist eine Frechheit. Eine Einleitung sucht der Leser vergebens. Das Inhaltsverzeichnis hätte sich der Autor sparen könne, weil Inhalt fehlt. Das Buch ist keine Sachbuch, keine kritische Auseinandersetzung mit einem Thema, es ist und bleibt ein blödes Bilderbuch mit Werbung. Ja, Werbung. Wir zitieren aus der Danksagung (S. 312): „Danke SIKU! Danke Matchbox! Danke Majorette! Danke Schuco! Danke Corgi Toys! Danke Hot Wheels! Danke Dinky Toys! Danke Märklin! Danke Maisto! Danke Welly!“

Peinlich, aber wohl wahr. Besser wäre es gewesen, hätte der Autor Arbeitern in Bibliotheken für die Unterstützung seiner Recherche danken können – und einem Lektor.

Wer das vorliegende Werk für „ein grandioses Buch“ hält (auto motor & sport) oder gar für den „Almanach“ (daddylicious.de), der ist gaga und kein Kritiker.

Ach, wäre Blanck doch bloss beim Kalender geblieben! Genügend gutes Bildmaterial für die kommenden Jahre hätte er gehabt.

* * *

Christian Blanck, Kinderzimmerhelden, Format: 22 x 17 cm, Festeinband mit Fadenheftung und bedrucktem Farbschnitt, 320 Seiten mit über 300 Fotografien in Farbe, Verlag: Edition Panorama, ISBN: 978-3-89823-514-3, Preis: 24,80 Euro (D)

Finger weg von „Flow“ – Kurze Kritik zu „Flow“ von Harald Philipp und Simon Sirch

© Delius Klasing

Berlin, Deutschland (RoadsRus). „Flow“. Punkt. Der Titel des 144 Seiten umfassenden Buches der Autoren Harald Philipp und Simon Sirch darf als eine Antwort auf die Frage „Warum Mountainbiken glücklich macht“ verstanden werden. Eine Antwort, ja, aber deswegen ist das Buch noch lange keine gute Antwort. Zudem klingt der Titel kurz und nach „flüssig“ oder „fließen“.

Wer nicht weiß, was beim Fahrradfahren – und sei es mit einem Bergrad – fließen soll oder flüssig sein soll, der muss sich wohl zu „Flow“ vergreifen. Ich gestehe, dass ich das nach 144 Seiten immer noch nicht begriffen habe. Doch das Buch ist alles andere als ein wissenschaftliches Werk. Der Inhalt fließt an Begriffen und Gegenständen vorbei und verschwindet wie die Spirits einer parapsychologischen Versuchsanordnung. Das Gegenteil ist der Fall: Geschwätzigkeit von vorne bis hinten. Mit Sätzen wie „das Land der Fantasie muss ein riesiges Gebirge sein, Wege führen in dem Augenblick hinein, in dem du beginnst, sie zu denken“ (Seite 46) kann man sich auch heute noch vor vielen Gymnasialkassen blamieren.

Wer dann noch mit dem kategorischen Imperativ hausieren geht, um umgehend dem Leser mit „tu es, solange du noch kannst“ zu kommen, der beweist einzig seinen geistigen Abfluss. Da wären wir wieder beim „Flow“. „Flow“ ist ein journalistischer Furz. Wer`s mag?!

Doch „Flow“ ist nicht nur ein Lesebuch. Als Bilderbuch werden in den zehn Kapitel famose Fotos „von verwegenen Bike-Touren in einem Gelände, in dem man eher kraxelnde Alpinisten vermuten würde: auf Graten und Gletschern im Hochgebirge“, wie der Verlag Delius Klasing in einer Presseinformation mitteilt, präsentiert.

* * *

Harald Philipp, Simon Sirch, Flow, Warum Mountainbiken glücklich macht, 144 Seiten, 75 Fotos (farbig), Format: 23,3 x 26,6 cm, Klappenbroschur, Verlag: Delius Klasing Verlag, 1. Auflage 2015, Bielefeld, ISBN: 978-3-667-10301-7, Preise: 24,90 Euro (D), 25,60 Euro (A)

Echt effizient im Fernverkehr in Europa – Hoch zu Actros mit dem Mercedes-Benz Motor OM 471

© Daimler

Ljubljana, Slowenien (RoadsRus). Im Juli dieses Jahres stelle Mercedes-Benz Trucks im Zuge der Veranstaltung Shaping Future Transportation in Berlin die neueste Generation unseres Mercedes-Benz Motors OM 471 vor. Nach intensiver Entwicklungsarbeit mit dem Ergebnis ausgefeilter Technik präsentierte die Daimler AG mit diesem Motor eine weitere Kraftstoffeinsparung von drei Prozent. Was das bedeutet, das kann sich…

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Rauf, Rast und runter – Annotation zum MTB-Buch „Die schönsten Hüttentouren für Mountainbiker“ von Armin Herb und Daniel Simon

© Delius Klasing

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Nicht nur Wanderer in den Bergen und Bergsteiger, auch Fahrradfahrer wollen in den Bergen rasten. Dafür dienen Hütten, die nicht nur bei schlechtem Wetter, als Schlafplatz und Gipfelklo genutzt werden, sondern mehr denn je als Restaurant, für Speis und Trank.

Die Herbergen in luftigen Höhen sind allerdings schon lange nicht mehr wie die Hütte des Alpöhi aus dem Roman Heidi der Schweizer Autorin Johanna Spyri.

Um den gestiegenen Ansprüchen zu genügen wurden aus einfachen Hütten aus Holz im Laufe der Jahre immer größere Häuser, meist aus Stein. Mehr denn je werden Pracht- und Protzbauten in und auf die Berge gestellt, um immer mehr Massen an Touristen aufzunehmen. Merkwürdige Mixe aus Stahl, Beton und Glas sowie Plaste und Elaste stehen in der Gegend rum wie Falschgeld. Schön und gut ist das alles nicht.

Die Journalisten Armin Herb und Daniel Simon, der vor allem auch als Fotograf tätig ist, schreiben nicht nur fleißig, sie radeln auf viel: Berge rauf und Berge runter. Im Delius Klasing Verlag ist nun jede Menge Erfahrung und Erkenntnis ihrer Ausflüge auf geländegängigen Räderen in Form eines 160 Seiten umfassenden Buch mit dem Titel „Die schönsten Hüttentouren für Mountainbiker“ erschienen. Da das Buch mehr Fotos, genau genommen 170 Farbfotos, als Seiten beinhaltet, lohnt sich das blättern und schauen, aber auch das lesen, denn die schönen Routen sind gut recherchiert und die tollen Touren gut beschrieben.

Das Buch scheint ein Muss für Mountainbiker. Das MTB-Buch bietet nämlich Strecken zwischen 40 und 90 Kilometern. Von 1700 bis 2900 sind jede Menge Höhenmeter rauf und runter zu radeln. Ein Plus des Buches sind die dargebotenen GPD-Daten zum Runterladen. Zu jeder Tour werden Informationen nicht nur zur Länge und Höhendifferenz gegeben, sondern auch die Fahrtzeit und der Schwierigkeitsgrad notiert. Zudem gibt es zu jeder Route eine Karte und ein Höhenprofil. Kurz: Das Buch ist nicht nur prall gefüllt mit Bildmaterial, die Informationen sind obendrein praktisch.

Die 15 Hütten, die alle in den Alpen liegen, hören auf die Namen Berghaus Heimeli, Heilbronner Hütte, Reintalangerhütte und Schathaus, Karwendelhaus und Falkenhütte, Gufferthütte, Rotwandhaus, Spitzsteinhaus, Carl-von-Stahl-Haus, Wildkogelhaus, Anna-Schutzhaus du Lienzer Hütte, Rifugio Fanes und Rifugio Lavarella, Tierser Alpl, Rifugio Passo Lusia und Capanno Cervino, Rifugio Croz dell`Altissimo und Rifugio Nino Pernici.

Allerdings wird vermutlich kein Mountainbiker das Buch in seinen Rucksack packen und mit auf eine Tour nehmen. Aber für eine sorgfältige Vorbereitung wie schöngeistige Einstimmung zu der einen oder anderen Hüttentour tut das Werk von Herb und Simon einen sehr guten Dienst.

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Armin Herb, Daniel Simon, Die schönsten Hüttentouren für Mountainbiker, 160 Seiten, 170 Fotos (farbig), Format: 23,3 x 26,6 cm, Klappenbroschur, Verlag: Delius Klasing, 1. Auflage, Bielefeld 2015, ISBN: 978-3-667-10140-2, Preise: 24,90 Euro (D), 25,60 Euro (A)

Ian Falloon und James Mann legen eine Markenmonografie vor – Annotation zum Buch „The Art of Ducati“

© Delius Klasing

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Wer kennt sie nicht, die Motorräder mit den sechs Buchstaben: Ducati. Vor fast 90 Jahre begann in Bologna die Geschichte der Ducati, als die Brüder Bruno, Adriano und Marcello Ducati 1926 eine Firma gründete. Vor dem zweiten Weltkrieg begannen die Lohnarbeiter bei Ducati Volksempfänger herzustellen. Mit dem Faschismus in Italien begann Ducati und florierte. Das Logo mit dem Doppel-S und dem Blitz steht sinnbildlich für diese schreckliche Zeit.

Als mit Faschismus und Krieg Schluss war in Italien, war Ducati wie viele Firmen am Boden zerstört. Schuld waren „alliierte Bomberpiloten“ (S. 8). Doch die Zeit für billige Transportmittel blühte und mit ihr Ducati. Mit einem anderen Unternehmen wurde kooperiert, ein 48 cm³ großer Viertakt-Einzylindermotor produziert und an Fahrräder montiert. Das Hündchen (Italienisch: Cucciolo) „genannte Motörchen“ wurde zwar ein Erfolg, aber Ducati war kurze Zeit später trotzdem pleite. Der Staat des Kapitals übernahm den Laden, der Radios, Kameras, Ferngläser und Motorräder herstellte, 1949.

In diesem Jahr wurde die Produktion „kompletter Motorräder“ gestartet, wie wir auf der Website Ducati.de lesen. Nach einer Umstrukturierung ging es mit den Motorrädern weiter und aufwärts. Seit mittlerweile mehr als 60 Jahren werden von Lohnarbeitern Motorräder der Marke Ducati gebaut. Der Durchbruch gelang mit der desmodromischen Ventilsteuerung des Ingenieur Fabio Taglioni, der seine Konstruktion zur Serienreife brachte. Im Grunde begann die Geschichte der Motorräder von Ducatit mit dem Modell 750 SS. Aus einem Spezialhersteller von Maschinen für den Rennsport wurde ein Massenproduzent von Motorrädern für ein breites Publikum.

Allerdings sorgten Maschinen wie die 851, mit denen Fahrer im Rennsport Erfolge feierten, für Aufmerksamkeit und Umsätze. Diese und weitere Modelle wie die 916, die Monster, die 900 SS und die ST-Serie, ihre Geschichte und Geschichten, stehen im Buch „The Art of Ducati“ von Ian Falloon und dem Fotografen James Mann. Fallon ist bekannt für Markenmonografien. Er schrieb bereits über zwei Dutzend Bücher, die von Motorrädern handeln. Nebenbei bemerkt: Fallon sammle, verrät sein Buch, Ducatis Königswellen-Modelle. Auch Mann ist kein Unbekannter. Weltweit kennt man seine Bilder, die in Zeitschriften und Bücher sowie im Weltnetz erscheinen.

Auch neue Modelle wie Desmosedici, Diavel und Panigale befinden sich im Buch aus dem Verlag Delius Klasing. Nach dem Inhaltsverzeichnis sowie einem knappen wie kurzweiligen Vorwort von Pierre Terblanche beginnt der Inhalt des 240 Seiten dicken Buches, „ über eine der schicksten und schnellsten Marken, die die Motorradwelt je gesehen hat“, wie der Verlag in einer Presseinformation mitteilen lässt. Weiter heisst es: „James Mann hat mit seiner Kamera die Modelle so verführerisch in Szene gesetzt, als würde er bildschöne Frauen ablichten. Ian Falloon, Experte und Enthusiast, hat dazu detaillierte Texte verfasst.“ Das stimmt, aber lesen sie selbst die fünf Kapiteln, unterteilt in Einzylinder, Zwei Köpfe sind besser als einer, Zahnriemen statt Königswellen, Durch und durch modern sowie Vorsprung durch Technik.

Vorsprung durch Technik? Audi. Richtig, Ducati gehört nicht mehr Ducati oder dem italienischen Staat. Nein, die Lohnarbeiter sind auch nicht Eigentümer. Nach vielen Pleiten kaufte die Audi AG laut Wikipedia „100 % der Anteile an der Ducati Motor Holding S.p.A.“. Und somit gehört Ducati heute der Volkswagen Aktiengesellschaft.

Den Ducatisti dürfte auch das egal sein. Hauptsache sei, so sagen viele Fans der Motorradmarke, dass die Räder einer Ducati rollen und Ducati nicht auf der Strecke oder nur auf der Rennstrecke bleibt.

* * *

Ian Falloon, James Mann, The Art of Ducati, 240 Seiten, 252 Fotos (farbig), 9 Fotos (s/w), 20 Abbildungen (farbig), Format: 25,6 x 31,2 cm, gebunden mit Schutzumschlag, Verlag: Delius Klasing, 1. Auflage, Bielefeld 2015, ISBN: 978-3-667-10035-1, Preise: 39,90 Euro (D), 41,10 Euro (A)

Cooles Gefährt: der neue Mini Clubman – Das Fahrzeug hat an praktischen Details gewonnen

© Mini

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Vor acht Jahren kam erstmals ein Mini Clubman auf den Markt – quasi der Kombi vom Mini. Ein ungewöhnliches Fahrzeug war das, mit anderthalb Türen auf der Beifahrerseite und zweiflügeliger Hecktür. Jetzt ist der Nachfolger am Start – ein mit 4,25 Metern Länge und einem Radstand von 2,67 Metern deutlich größeres Gefährt. Damit ist er auch deutlich geräumiger: Alle Passagiere haben mehr Bein- und Kniefreiheit. In den Gepäckraum passen jetzt 360 Liter, und nach Umklappen der Rücksitzlehnen erweitert sich der Stauraum sogar auf 1250 Liter.

Auf solch eher unpraktische Besonderheiten wie die anderthalb Türen wurde beim neuen Mini Clubman verzichtet. So können die Fondpassagiere nun auf jeder Seite ganz normal durch eine ganz normale Tür ein- und aussteigen. Geblieben ist die Zweiflügel-Hecktür, die sich nun auf Wunsch auch berührungslos mit einem Tritt unter die Heckschürze aufklappen lässt.

Das hochwertig anmutende Interieur ist ganz klar im Mini-Design gestaltet – mit einem riesigen Zentraldisplay und charakteristischen Kippschaltern. Neu ist das Head-up-Display, das es für 600 Euro extra gibt. Damit wären wir gleich mal bei den Preisen: Der Mini Clubman mit dem kleinsten Ottomotor ist Ende Oktober zu Preisen ab 23 900 Euro gestartet. Mit dem kleinsten Diesel unter der Haube kostet er mindestens 26 900 Euro.

Damit wären wir bei den Motoren. Als Antriebe werden drei Diesel und drei Benziner angeboten. Topmodell ist der Cooper S mit dem 192 PS/141 kW starken Vierzlinder-Direkteinspritzer-Turbo, der super zu diesem Gefährt mit seinem hervorragenden Fahrwerk passt. In weniger als sieben Sekunden ist der Wagen mit kombiniertem Schaltgetriebe aus dem Stand auf Tempo 100. Entspannter und sogar noch etwas schneller geht es mit der Automatik, einer Achtgang-Steptronic, die erstmals zum Einsatz kommt und gegen einen Aufpreis von 1950 Euro zu haben ist.

Kleiner Crossover im Kodo-Design – Beim CX-3 verbindet Mazda sicheren Stil, Komfort und modernste Technik

© Mazda

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Mazda setzt seinen Wachstumskurs fort: Innerhalb der ersten zehn Monate dieses Jahres wurden in Deutschland 49 544 Fahrzeuge der Marke verkauft – das entspricht einem Plus von rund acht Prozent entspricht. Meistverkauftes Fahrzeug im Oktober mit rund 1400 Neuzulassungen war ein Fahrzeug, das erst seit Juni auf dem Markt ist: der CX-3, der zu Preisen ab 17 990 Euro in Deutschland zu haben ist.

Der CX-3 ist quasi der kleine Bruder des CX-5 – ein kleiner Crossover mit dem betont großen Kühlergrill im aktuellen Marken-Gesicht. Fließende Linien in dem von Mazda so bezeichneten Kodo-Stil prägen die Karosserie. Die Seitenansicht wird zudem von einer relativ langen Motorhaube und der weit nach hinten gerückten Fahrgastzelle mit schwarzen D-Säulen und schmal zulaufendem Fensterband dominiert.

Das Fahrzeug ist 4,28 Meter lang und 1,55 Meter hoch; sein Radstand misst 2,75 Meter. Während die Platzverhältnisse vorn absolut in Ordnung gehen, sind sie in Reihe zwei nicht gerade üppig ausgefallen – große Leute sollten den Fond eher meiden. Als positiv registriert wird die hohe Sitzposition für alle Passagiere. Der Gepäckraum fasst 350 bis 1260 Liter – das ist eine Menge im Segment des CX-3.

Auch in puncto Komfort und Sicherheit ist der CX-3 bestens aufgestellt. Alle wichtigen Sicherheits-Features sind serienmäßig an Bord. Auf Wunsch werden das Konnektivitätssystem MZD mit Sieben-Zoll-Touchscreen, Assistenten fürs Notbremsen, für Fern- und Kurvenlicht, für den Spurwechsel oder fürs Ausparken angeboten. Als erstes Modell im Segment verfügt der CX-3 optional über eine adaptive Geschwindigkeitsregelanlage. Das Head-up-Display ist der Top-Version Sports-Line vorbehalten.

Zunächst stehen drei Motoren zur Wahl: ein 2,0-Liter-Benziner in den Leistungsstufen 88 kW/120 PS und 110 kW/150 PS sowie ein neu entwickelter 1,5-Liter-Diesel mit 77 kW/105 PS. Die Triebwerke sind mit Sechsgang-Handschaltern oder Sechsstufen-Automatikgetrieben zu haben. Alle Motoren – serienmäßig mit Start-Stopp-System – sind mit Frontantrieb kombiniert; der Selbstzünder und der stärkere Benziner sind aber auch mit Allradantrieb erhältlich.

Auch wenn er nicht der leistungsstärkste Motor der Baureihe ist: Der neue Selbstzünder mit seinem maximalen Drehmoment von 270 Nm überzeugt durch Antritt und Durchzug, und er kommt mit einem Kraftstoffverbrauch von unter fünf Litern pro 100 Kilometer aus. Die sechs Gänge des Handschalters lassen sich mühelos und präzise einwerfen. Komfortabel abgestimmt sind Federung und Dämpfung, so dass auch bei schlechten Straßenverhältnissen nicht jede Unebenheit an die Passagiere durchgereicht wird.

Ein Transporter feiert Jubiläum – Der Mercedes-Benz Sprinter ist seit 20 Jahren auf dem Markt

© Foto: Becker, 2015

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Der Sprinter von Mercedes-Benz feiert Jubiläum: Er ist seit 1995 auf dem Markt und wird seither erfolgreich verkauft. Mit dieser Baureihe kreierten die Stuttgarter das Segment der großen Transporter mit bis zu fünf Tonnen Gesamtgewicht, die heute an sechs Standorten gebaut werden – zweimal in Deutschland, jeweils einmal in Argentinien, in China,…

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Gebrauchte Spielzeugautos – Annotation zum Kalender „Kinderzimmerhelden 2016“ von Christian Blanck

© Edition Panorama

Berlin, Deutschland (Roads’R’Us). So wie es Jungen gab, die mit Puppen spielten, so spielten Mädchen mit Autos. Bei uns war das so. Die wenigsten Autos wurden neu gekauft sondern von Eltern größerer Kinder an Eltern kleiner Kinder weitergegeben, obwohl ich das Geschenk immer direkt bekam. Das Gewese um Geschenke war mir egal, Hauptsache war, dass ich meinen Fuhrpark an Spielzeugautos ausbauen konnte. Ich sammelte diese Autos leidenschaftlicher als später Briefmarken. Dutzende, es müssen über einhundert verschrammte und verbeulte Fahrzeuge gewesen sein, waren eine Zeit lang mein Eigentum. Und das war gut so.

Jetzt, Jahrzehnte später, kommt mir ein großformatiger Kalender in die Hand, auf denen ich einige der Sammelstücke von damals wiedererkenne. Neuwagen sind nicht darunter. Das rührt mich zwar nicht zu Tränen, aber ich erinnere mich lange und gerne. Mercedes, Porsche, Ford und Fiat. Der Verlag Edition Panorama teilt mit, dass ich meine Anregung einer Idee von Christian Blanck verdanke, der eines frühen Sonntagmorgend von seinem Sohn geweckt worden sei, „um mit Autos zu spielen“. „Aus dem Spiel wird plötzlich die Idee für ein außergewöhnliches Buch – eines, wie es vorher noch nicht dagewesen ist. Von der Ente zum Golf, vom Porsche 911 zum 7er BMW, vom Passat Kombi in giftgrün, über den weißen Bulli hin zum roten Ferrari zeigt Blancks Autosalon die ganze Bandbreite der Miniatur-Kinderzimmerhelden, die im Laufe ihres Autolebens individuelle Patina erhalten haben. Es fehlt eine Tür, die Farbe blättert ab, sie haben Beulen, sind verkratzt und erinnern allesamt an Zeiten, in denen man Stunde um Stunde selbstvergessen im Spiel versinken konnte.“

Blanck soll nach eigenen Angaben bis zu 500 Spielzeugautos für die Arbeit an einem 320 Seiten starken Bildband gesammelt haben, der Kalender hält leider viel zu wenige der guten Sammlerleidenschaft und der schönen Fotografien fest.

Der Freizeitfotograf Christian Blanck brachte eine sehenswerte Huldigung an Helden von Kinderzimmern auf die Beine und den Kalender für 2016 werden sich sicherlich manche jung gebliebenen Männer und Frauen an die Wand hängen.

Bibliographische Angaben

Christian Blanck, Kinderzimmerhelden, Kalender 2016, Format: 60 x 50 cm, 13 Photographien in Farbe, Spiralbindung, mit einem Textblatt, Verlag: Edition Panorama, ISBN: 978-3-89823-494-8, Preis: 36,00 EUR (D)

Kompakt-SUV nun auch mit Frontantrieb – BMW hat den X1 technisch und im Design weiter aufgewertet

© BMW

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Das Kompakt-SUV BMW X1 ist der jüngsten Spross der X-Reihe. Erstmals kam er 2009 auf den Markt und avancierte schnell zu einem Bestseller. Damit das so bleibt, tritt nun eine ganz neue Generation dieses Fahrzeugs an. In diesem Monat kommt der neue X1 in den Handel – die Preise beginnen jetzt bei 29 950 Euro für den X1 sDrive 18i und reichen bis 42 500 Euro für den xDrive 25d.

Was ist nun neu an diesem Fahrzeug? Schon mal sein Erscheinungsbild: Es hat an Kraft gewonnen. Der X1 mit seiner nun steileren breiten Niere, den hohen Blechflanken und den stämmigen Schultern wirkt robuster als bisher – er ist jetzt ein richtiges SUV.

Der Innenraum des Fahrzeugs ist im Vergleich zur ersten Generation viel großzügiger ausgefallen – und hochwertiger dazu. Das Gepäckraumvolumen hat sich von 420 auf 505 Liter erhöht. Gegen Aufpreis lässt sich auch die Beifahrerlehne flachlegen, so dass ein Stauraum von bis zu 1550 Litern genutzt werden kann. Die dreigeteilte Hinterbank kann geklappt und verschoben werden, so dass flexiblere Platzverhältnisse entstanden sind und der Komfort für die Fondpassagiere deutlich verbessert wurde.

Die neue X1-Generation ist nun über Connected Drive noch besser vernetzt, und per Smartphone lässt sich neues Kartenmaterial auf das Navi aufspielen. Es werden neue, noch hilfreichere Fahrer-Assistentsysteme angeboten, und gegen Aufpreis ist nun auch ein Head-up-Display lieferbar. Klar, dass der X1 mit Allradantrieb angeboten wird. Neu ist dagegen, dass jetzt als Alternative von Heckantrieb auf Frontantrieb und quer eingebaute Motoren umgeschwenkt wurde. Damit lässt sich das Fahrzeug kompakter bauen, und es steht trotzdem mehr Platz für den Innenraum und das Gepäckabteil zur Verfügung.

Auch neue Motoren werden angeboten. Ein Sechszylinder kommt dem X1 nun nicht mehr unter die Haube. Dafür aber Dreizylinder – wer hätte das von BMW gedacht! Doch die relativ kleinen Motoren geben eine erstaunliche Performance. Die Leistungen der Antriebe – das sind ein Dreizylinder-Benziner und ein Dreizylinder-Diesel mit jeweils 1,5 Liter Hubraum sowie ein 2,0-Liter-Benziner und ein gleichgroßer Selbstzünder mit jeweils vier Zylindern – reichen von 100 kW/136 PS im 18i bis 170 kW/231 PS im 25i sowie im 25d.

Im Kurztest konnten die beiden Vierzylinder in Kombination mit Allradantrieb ausprobiert werden. Fazit: Die beiden Modellversionen fahren sich fast identisch. Beide laufen in 6,5 Sekunden aus dem Stand zur Marke 100 km/h auf und schaffen eine Spitze von 235 km/h. Zwar bietet der Diesel mit 450 Newtonmetern zwischen 1500 und 3000 U/min ein höheres Drehmoment, doch die 350 Nm des Benziners liegen in einer breiteren Spanne von 1250 bis 4500 U/min an. So gleichen sich Antritts- und Durchzugsvermögen weitgehend.

Beide Triebwerke arbeiten kultiviert und leise, bringen sich nur mal deutlicher zu Gehör, wenn spontane Power abverlangt wird. Im Normverbrauch liegt der Benziner bei 6,6 Litern Kraftstoff pro 100 Kilometer, der Selbstzünder begnügt sich auf dem Rollenprüfstand mit 5,2 Litern. Beide Maschinen sind mit der Achtgang-Steptronic kombiniert, die die Fahrstufen blitzschnell und unmerklich wechselt – besser, als das mit Handschalter möglich wäre.

Technische Daten:

BMW X1 xDrive 25d
Hubraum: 1995 ccm
Leistung: 170 kW / 231 PS
Verbrauch kombiniert: 5,2 l
Höchsttempo: 235 km/h
0 auf 100 km/h: 6,6 s
Kofferraum: 505 – 1550 l
Preis: ab 42 500 Euro

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