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Löwenbaby erhielt eine Frischzellenkur – Der Peugeot 208 ist mit mehr Komfort und neuen Motoren angetreten

© Peugeot

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Vor allem den Kleinwagen verdankt Peugeot, dass die Marke eine Erfolgsgeschichte schreiben konnte. In Deutschland waren beispielsweise der 206 und der 207 häufig sogar die meist verkauften Importautos. Der Nachfolger 208 ist seit 2012 auf dem Markt, konnte an die Erfolge seiner Vorgänger anknüpfen und erhielt bereits ein Facelift.

Das Design des überarbeiteten Modells, das als Drei- oder Fünftürer angeboten wird, hat sich nicht wesentlich geändert – es entspricht der aktuellen Formensprache der Marke und zeichnet sich durch raffinierte und puristische Linien aus. Die Front wirkt markanter durch den neuen Grill mit dreidimensionalen Elementen. Nicht zu vergessen, sind jetzt zwei matte Strukturlacke „Ice Silver“ und „Ice Grey“ im Angebot, die den Charakter des 208 schärfen und auch in der Waschstraße keinen Schaden nehmen sollen.

Das Platzangebot wurde nicht angetastet – für alle Passagiere ist genügend Raum, und in das Gepäckfach passen 285 Litern im „Normalfall“, 1076 Litern bei umgeklappten Rücksitzlehnen. Der Innenraum gefällt durch seine ergonomische Gestaltung und modernes Design. Ab Werk sind unter anderem die Audio- und Klimaanlage sowie der multifunktionale Touchscreen an Bord. Neu ist die Mirror-Link-Funktion für das Multimediasystem mit, mit der sich das Smartphone spiegeln lässt. Das Lenkrad ist unverändert angenehm klein und trägt zur Handlichkeit und dem knackigen Fahrgefühl bei. Die Abstimmung von Fahrwerk und Lenkung wurden ebenfalls beibehalten – es gab keinen Grund für Veränderungen in dieser Hinsicht.

Zur Sicherheit sind wie bisher der Schleuderschutz ESP, je zwei Front-, Seiten- und Kopf-Airbags sowie zwei Isofix-Kindersitzhalterungen serienmäßig an Bord. Optional wird nun auch die City-Notbremsfunktion angeboten, die den 208 im Stadtverkehr bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h automatisch abbremst, wenn der Fahrer das nicht rechtzeitig schafft. Diese Funktion ist inklusive der erstmals lieferbaren Rückfahrkamera für 520 Euro zu haben. Außerdem ist gegen 740 Euro Aufpreis ein automatisches Notrufsystem an Bord.

Modernste Motoren werden für den 208 angeboten. Neu ist der „PureTech 110 Stop & Start“, der als 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbo mit Benzindirekteinspritzung 81 kW/110 PS leistet und sein maximales Drehmoment von 205 Nm bereits bei 1500/min erreicht – ein drehfreudiges Aggregat. Damit geht der 208 spontan in die Spur und schafft Spitze 190 sowie die Spurtzeit von 9,6 Sekunden für die Beschleunigung von Null auf Tempo 100, und das erstaunlich leise. Zudem soll der Motor sehr sparsam sein und laut EU-Norm mit 4,5 Litern auf 100 Kilometern auskommen.

Nicht so ganz mein Fall ist der Fünfgang-Handschalter – der Motor hat wirklich sechs Gänge verdient. Auf Wunsch ist aber auch eine Sechsstufen-Automatik lieferbar. Überarbeitet wurde der 1,6-Liter-Diesel, der in den Leistungsstufen 100 PS und 120 PS angeboten wird. Der kleinere Selbstzünder ist der Sparmeister der Baureihe mit einem Normverbrauch von nur 3,0 Litern pro 100 Kilometer. Was die Preise betrifft – sie haben sich kaum verändert: Das Basismodell mit seinem 50 kW/68 PS starken 1,0-Liter-Motor unter der Haube ist ab 12 400 Euro zu haben; das sind 100 Euro mehr, als der Vorgänger zuletzt gekostet hat. Den 208 mit dem neuen 1,2-Liter-Turbo gibt es allerdings erst ab 18 000 Euro.

Technische Daten:

Peugeot 208 PureTech 110 Stop & Start
Hubraum: 1199 ccm
Leistung: 81 kW/110 PS
Drehmoment: 205 Nm bei 1500 U/min
Innerorts: 5,2 Liter
Außerorts: 3,7 Liter
Kombiniert: 4,3 Liter
CO2-Emissionen: 99 g/km
Höchsttempo: 190 km/h
0 auf 100 km/h: 9,6 s
Länge: 3965 mm
Breite: 1739 mm
Höhe: 1460 mm
Radstand: 2538 mm
Kofferraum: 285 – 1076 Liter
Leergewicht: 1215 kg
Zuladung: 387 kg
Preis: ab 18 000 Euro

Ein Land Rover in extravagantem Stil – Der Range Rover Evoque kommt in zweiter Generation

© Copyright Foto: Stefan Baldauf

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Land Rover hat „die Kurve gekriegt“ und ist heute erfolgreicher denn je. Damit das so bleibt, will sich Land Rover natürlich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. Bestehende Modellreihen werden überarbeitet, neue kommen hinzu. Vor vier Jahren ist der britische Hersteller unter indischer Flagge ins heiß umkämpfte Segment der kompakten SUV’s eingestiegen: Der Range Rover Evoque kam auf den Markt – ein extravagantes Mobil, ebenso luxuriös wie sportlich, und das zu einem für ein solches Fahrzeug wirklich erträglichen Preis. Jetzt ist die Neuauflage im Rennen: Mit überarbeiteter Karosserie und neuen Dieselmotoren ist der Bestseller ins Modelljahr 2016 gerollt.

Weitgehend erhalten wurde das markante Design – es wurde nur geschärft mit einem neuen Grill und klarer gezeichneten Scheinwerfern. Der Innenraum wirkt ergonomischer, die Sitze sind noch konturierter und bieten mehr Seitenhalt, und das Armaturenbrett wird vom Acht-Zoll-Monitor mit Touchscreen-Funktion für das neue Infotainment geprägt. Die edlen Materialien des Interieurs sind exakt und sauber verarbeitet.

Das Fahrzeug ist 4,37 Meter lang, hat eine Breite von 1,90 Metern, eine Höhe von 1,61 Metern und wird weiterhin in zwei Karosserieformen angeboten – als sportlicher Zweitürer im Coupé-Format und als Viertürer. Vor allem das Coupé mit seiner steil ansteigenden Schulterlinie und den nach hinten schmal zulaufenden Fenstern fasziniert. Doch klar ist auch: Dies ist ein Range Rover.

Details wie der großflächige Unterfahrschutz vorn und hinten, das aktuelle Gesicht der Marke sowie große rechteckige Auspuffendrohre weisen darauf hin. Erstmals kommt die Geschwindigkeitsregelung für Geländefahrten „All-Terrain Progress Control“ im Evoque zum Einsatz. Sie kann im Geschwindigkeitsbereich zwischen 1,8 und 30 km/h aktiviert werden – und zwar für Vor- oder Rückwärtsfahrten.

Umfangreich sind die Änderungen unter der Motorhaube. So kommt ein neu entwickelter Dieselmotor in den Leistungsstufen 110 kW/150 PS und 132 kW/180 PS zum Einsatz. Die Vierzylinder-Motoren sollen im Vergleich zu den Vorgängern bis zu 18 Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen. So wird die sparsamste Version mit einem Normverbrauch von 4,2 Litern je 100 Kilometer angegeben. Außerdem soll der Motor besonders sauber arbeiten. Dazu wurde eine neue Abgasanlage entwickelt, deren Abgasrückführung über eine Wasserkühlung verfügt. Damit wird die Temperatur des Abgases deutlich gesenkt, so dass bei der Verbrennung keine Stickoxide entstehen.

Auf kurzen Probefahrten überzeugten beide Motoren durch ihren kultivierten leisen Lauf. Perfekt dazu passt die Neungang-Automatik von ZF, die unmerklich die Schaltstufen wechselt. Damit ist der Evoque auch als Reisefahrzeug bestens geeignet, zumal er auch einiges im Laderaum unterbringt: 420 Liter sind es normal, bei umgeklappten Rückbanklehnen steht ein Stauvolumen von 1445 Litern zur Verfügung.

Obwohl auch eine Version mit Frontantrieb angeboten wird, wählen 95 Prozent der Kunden den permanenten Allradantrieb und damit die volle Geländetauglichkeit. Wer sich für dieses Fahrzeug entscheidet, aber eigentlich vor allem auf das ungewöhnliche Outfit Wert legt, kann den Evoque für 34 500 Euro kaufen. Das Topmodell mit dem 177 kW/240 PS starken Benziner, der unverändert angeboten wird, geht erst ab 56 400 Euro in den Besitz über.

Umbaulösungen für Gärtner und Landschaftsbauer – VW Transporter, Crafter und Amarok mit Sonder-Aufbauten

© Volkswagen

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Auf der Pflanzenmesse in Essen Ende Januar präsentierte Volkswagen Nutzfahrzeuge seine eigens für den Garten- und Landschaftsbau gemeinsam mit den Partner-Aufbauherstellern Schoon, AL-KO, Schutz und Veth Automotive entwickelten Umbauten von T-Baureihe, Crafter und Amarok. Mitglieder des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG) können übrigens beim Kauf eines Fahrzeugs mit Umbaulösung von zusätzlichen Sonderkonditionen profitieren, die…

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Neue sportliche Speerspitze des 308 – Der GTi ist die agilste Version in der Peugeot-Kompaktreihe

© Peugeot

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Die erfolgreiche Baureihe Peugeot 308 ist nun auch in punkto Sportlichkeit noch attraktiver: Der GTi ist angerollt. Das heißt, eigentlich gibt es sogar zwei GTi-Varianten: den GTi 250 mit 182 kW/250 PS und den GTi 270 mit 200 kW/272 PS. In Deutschland wird nur der Größere angeboten, der 42 PS mehr leistet als der VW Golf GTI.

Das starke Herz des Fahrzeugs, das sich offiziell „GTi 270 by Peugeot Sport“ nennt, ist nach dem Prinzip des Downsizing entwickelt worden und bereits aus dem Sportler RCZ R bekannt. So schöpft der Ottomotor seine Leistung dank Abgasturbolader und Direkteinspritzung aus einem 1,6-Liter-Hubraum und kann ein maximales Drehmoment von 330 Nm an die Vorderräder leiten – und das im breiten Drehzahlbereich von 1900 bis 5000 U/min.

Damit beschleunigt das Fahrzeug aus dem Stand in 6,0 Sekunden auf Tempo 100, erreicht eine Spitze von 250 km/h und soll dank Start-Stopp-Automatik auf 100 Kilometern nur 6,0 Liter Kraftstoff durchlaufen lassen. Ein Soundgenerator hat die Melodie des Ottomotors komponiert, doch die bleibt dank guter Dämmung eher verhalten – was sicher den einen oder anderen Motorsport-Ambitionierten ärgern dürfte.

Deutlich weniger verhalten ist jedoch das Temperament des GTi 270. Über knackig-kurze Schaltwege lassen sich die sechs Gänge einwerfen, so dass das Fahrzeug schnell auf Touren kommt und auf einer freien Autobahn sicher auch die 250er-Marke schaffen kann. Ebenso sicher läuft dann deutlich mehr Kraftstoff pro 100 Kilometer durch.

Die nunmehr sportlichste Speerspitze der 308er-Reihe hält sich optisch jedoch zurück. Die Karosserie ist um elf Millimeter tiefer gelegt und steht auf 235er-Schluppen über den 19-Zöllern. So große Räder waren aber auch notwenig, um die großen Scheiben der starken Bremsanlage unterzubringen. An der Front fallen der in Chrom gefasste schwarze Gitter-Grill mit dem großen mittigen Löwen-Logo zwischen den Voll-LED-Scheinwerfern, der große untere Lufteinlass am Stoßfänger sowie zwei kleine Spoiler auf.

Das Heck wird von den beiden markanten verchromten Endrohren sowie dem auffälligen schwarzen Diffusor dazwischen dominiert. Auf Wunsch und gegen einen Aufpreis von 1800 Euro – eines der wenigen Extras – wird der 308 GTi 270 mit der schräg angeschnittenen exklusiven „Coupe Franche“-Lackierung in Rot-Schwarz geliefert.

Innen treffen Fahrer und Beifahrer selbstverständlich Sportsitze an, die guten Seitenhalt bieten und trotz ihres eher engen Schnittes auch auf längeren Strecken recht bequem sind. Das kleine Sportlenkrad ist so niedrig positioniert, dass die Rundinstrumente darüber hinweg gut ablesbar sind.

Doch das Fahrzeug ist durchaus auch alltagstauglich. Es bietet genügend Platz für bis zu fünf Passagiere, einen ordentlich großen Laderaum und einen effizienten Antrieb, wenn er entsprechend behandelt wird. Die Lenkung arbeitet angenehm direkt, präzise und leicht lässt sich das Getriebe schalten, und das Fahrwerk ist so abgestimmt, dass es noch als einigermaßen komfortabel durchgehen kann. Jedenfalls schluckt es mehr Unebenheiten, als erwartet.

Bleiben die Anschaffungskosten: Der Basispreis für den 308 GTi 270 by Peugeot Sport beträgt 34 950 Euro. Das ist eine Menge, doch dafür erhält der Kunde auch ein fast komplett ausgestattetes Fahrzeug.

Der Tucson ist von neuem Schrot und Korn – Hyundai hat den ix35 abgelöst und dafür den Tucson auferstehen lassen

© Hyunda

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Einen Tucson gab es schon mal bei Hyundai: 2004 gesellte sich der kleine Allradler zu Santa Fe und Terracan. Jetzt ist ein neuer Tucson aufgelegt worden – doch er hat mit dem von damals nur noch den Namen gemein. Es war mehr als die Ablösung eines Modells, als der Tucson jetzt als Nachfolger des ix35 präsentiert wurde. Er zeigt sich als wirklich imposantes Fahrzeug, mit eindrucksvollem Gesicht und dem Anspruch, mit Premium-Fahrzeugen in seinem Segment zu wetteifern. Der Tucson wurde in Deutschland entwickelt und designt und wird ab 22 400 Euro verkauft.

Mit 4,48 Metern Länge tritt das Fahrzeug in der kompakten SUV-Klasse an. Es ist länger, breiter und etwas flacher als der Vorgänger – das hat seinen Proportionen gut getan. Neben der neuen Optik mit großem Hexagonal-Kühlergrill und schmalen Scheinwerfern in der Front bietet der Tucson mehr Raum für Passagiere und Gepäck. Das Gepäckraumvolumen beträgt je nach Stellung der Sitze zwischen 513 und 1503 Liter.

Der Innenraum ist aufgeräumt, die Materialien hochwertig, die Verarbeitung solide. Das Cockpit wird von einem acht Zoll großen Touchscreen dominiert, über den die Steuerung von Navi, Radio und Telefon erfolgt und auf dem die Bilder der Rückfahrkamera zu sehen sind. Die Sitze bieten guten Komfort und Seitenhalt, und für die erste Reihe stehen elektrisch verstellbare, beheizbare und belüftbare Extra-Sitze für Extra-Geld zur Verfügung. Aber auch an die Fond-Passagiere wurde gedacht: Die Rückenlehne ihrer Sitze kann im Neigungswinkel verstellt werden, und sie haben ordentliche Beinfreiheit.

Als Antriebe stehen zwei Benziner und drei Diesel mit einem Leistungsspektrum von 85 kW/116 PS bis 136 kw/185 PS zur Wahl. Während der Basis-Diesel mit 116 PS sicher nicht für eine Untermotorisierung, aber auch nicht für überschäumende Fahrfreude steht, kann das Fahrzeug mit dem großen 185-PS-Diesel unter der Haube für beeindruckende Beschleunigungsfahrten sorgen und auch als solides Zugfahrzeug genutzt werden. Während der kleine Benziner und der kleine Diesel ausschließlich mit Sechsgang-Handschaltung zu haben sind, gibt es für die anderen Motorisierungen eine Automatik als Alternative.

Zahlreiche Assistenzsysteme haben Einzug gehalten in den Tucson. So kann sich der Kunde unter anderem einen Totwinkel-Assistenten, eine Querverkehrswarnung und einen Spurhalteassistenten einbauen lassen. Außerdem ist ein erweiterter Notbremsassistent an Bord.

Als sehr angenehm kann das neu entwickelte Fahrwerk eingeschätzt werden: Straßenunebenheiten nimmt der Tucson klaglos, ohne sie direkt an die Insassen weiterzugeben, und die Wankneigung ist kaum spürbar. Die Lenkung arbeitet präzise, die Bremsen langen ordentlich zu, und im NCAP-Crashtest erzielte der Tucson fünf Sterne. Und nicht zu vergessen: Hyundai gewährt für das Fahrzeug fünf Jahre Garantie. Fazit: Mit dem Tucson ist Hyundai in optischer und technischer Hinsicht ein Volltreffer gelungen. Das Fahrzeug ist komfortabel, sicher und hochwertig – aber nicht hochpreisig.

Begeistert durch Schub und Sound – Lexus will mit dem GS-F im Segment der Premium-Mittelklasse-Sportler mitmischen

© Lexus

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Die Luxus-Marke Lexus ist seit mehr 20 Jahren hierzulande im Handel und nach wie vor ein kleiner aber feiner Anbieter hochwertiger Fahrzeuge. Seit reichlich zwei Jahren ist der neue GS auf dem Markt – jetzt kommt mit dem GS-F der Kracher der Baureihe.

Schon die Sportlimousine Lexus GS, mit einem 154 kW/209 PS starken 2,5-Liter-V6-Motor oder einem 254 kW/345 PS starken Hybrid-Antrieb unter der Haube, ist eine agile Fahrmaschine. Doch der Lexus GS-F stellt sie in punkto Schub und Sound in den Schatten. Der Mittelklasse-Sportler will jetzt mit seinen süddeutschen Konkurrenten um die Wette fahren, um die Gunst der Käufer. Die müssen allerdings auch bereit sein, knapp 100 000 Euro für dieses Fahrzeug der Toyota-Edeltochter hinzulegen.
Erste Bekanntschaft mit dem GS-F auf einer Rennstrecke in der Eifel: Schon im Ruhezustand strahlt die Power-Limousine eine gewisse Aggressivität aus. Die Front wird geprägt vom riesigen Diabolo-Kühlergrill mit ebenso riesigen Luftöffnungen, schlitzäugigen Scheinwerfern und einer deutlich konturierten Motorhaube. Breit und trotzig steht der GS-F da, so, als scharre er schon mit den Hufen.

Unter seiner Haube wartet nicht, wie vielleicht erwartet, ein mehrfach aufgeladenes Kleinkaliber auf seinen Einsatz, sondern ein 351 kW/477 PS starker 5,0-Liter-V8-Saugmotor. Er schaufelt ein maximales Drehmoment von 530 Newtonmetern an die Hinterräder. Dazu ist er mit einem Achtstufen-Direktschaltgetriebe gekoppelt. Dieses Powerpaket soll es möglich machen, dass der GS-F in 4,6 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprintet. Die Höchstgeschwindigkeit wird erst bei 270 km/h erreicht.
Gut, setzen wir uns mal rein. Das geht für einen Sportwagen erstaunlich bequem. Ordentlichen Seitenhalt bieten die gut ausgeformten Sitze, die Fahrer und Beifahrer sicher verankern. Platz ist genug, auch für lange Beine, und selbst im Fond geht es in dieser Hinsicht verhältnismäßig komfortabel zu. Das Armaturenbrett wird vom Infotainment-System mit seinem 12,3-Zoll-Display dominiert. Das bietet allerdings mehr Informationen, als man während der Fahrt aufnehmen kann und auch mehr, als wirklich nötig sind.

So, dann mal los. Schon beim Anlassen kommt Freude auf: Der GS-F knurrt vernehmlich und zieht damit die Blicke auf sich. Mit Karacho steigt er in die Rennstrecke ein. Der Motor sorgt für ordentlich viel Schub und eine gleichmäßige Kraftentfaltung. Um die Antriebskraft optimal auf der Strecke zu bringen, stehen dem Fahrer verschiedene Fahrmodi zur Seite. So wird es möglich, dass sich der GS-F von seinen verschiedenen Seiten zeigen kann: von kultiviert, komfortabel und sparsam bis knallhart und angriffslustig. Zudem kann der Fahrer ein Differential aktivieren, über das die jeweils optimale Verteilung der Antriebskräfte auf die Hinterräder geregelt wird.

Keine Frage, dass die groß dimensionierten, kräftigen Bremsen von Brembo eine schnelle Verzögerung des knapp zwei Tonnen schweren Boliden einleiten können. All das war eindrucksvoll auf der Teststrecke zu erfahren. Wer jetzt nach dem Verbrauch fragt: Nur im Eco-Modus soll es theoretisch möglich sein, den Normverbrauch von 11,2 Litern auf 100 Kilometern zu schaffen.

Continental Spritspar-Sensorik immer öfter im Einsatz – Lkw sollen damit seit 2012 über 195 Millionen Liter Diesel eingespart haben

© Continental

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Geht es um die Effizienz von Nutzfahrzeugen, werden meist Motor, Gewicht und Aerodynamik betrachtet. Dabei kann auch die Sensorik eine wichtige Rolle für Kraftstoff sparendes Fahren spielen. Ein gutes Beispiel dafür ist der elektronische Horizont „eHorizon“ des Automobilzulieferers Continental. Und so funktioniert „eHorizon“: Das System vergleicht permanent die Position des Fahrzeugs mit…

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Aktuelles aus der Abgasfalle oder Der Daimler und die DUH

© Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Die Daimler AG verschickte am gestrigen Nachmittag (29.02.2016) per Pressemitteilung eine Stellungnahme zu der wenige Stunden zuvor versandten Presseinformation der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) mit der Überschrift „Deutsche Umwelthilfe verklagt Daimler AG – Autohersteller soll falsche Aussagen zur Abgasreinigung der Mercedes C-Klasse BlueTec 220 CDi beenden“, die wir vollständig wiedergeben.

„Die angekündigte Klage entbehrt jeder Grundlage und wir sehen ihr mit Gelassenheit entgegen. Wir weisen den Vorwurf der DUH e.V. auf das Schärfste zurück, dass unsere Kunden mit falschen Qualitätsversprechen getäuscht würden.

Die wiederholten, nicht belegten Vorwürfe und eine irreführende Darstellung des Vereins DUH verstehen wir als Versuch, das Unternehmen Daimler zu diskreditieren. Wir vertrauen in die professionelle Arbeit der öffentlich legitimierten Behörden und ihre laufenden Prüfungen und werden diese auch weiterhin vollumfänglich unterstützen.“

Der Vorwurf der DUH lautet, dass die Daimler AG mit folgenden Werbeversprechen „gegen das Verbot irreführender Werbung (§ 5 UWG)“ verstoße: „So wie die BlueTEC Dieselmotoren mit besonders geringem Schadstoffausstoß. Eine komplexe Katalysatortechnologie reduziert die Stickoxide deutlich, das Fahren wird im besten Wortsinn zur reinsten Freude.“

„Und bei den Modellen mit Dieselmotoren konnten die Stickoxid-Emissionen durch das hochmoderne Abgasbehandlungskonzept BlueTEC um bis zu 90 Prozent auf ein Minimum reduziert werden.“

„BlueTEC reduziert die Emissionswerte unserer hochmodernen Dieselmotoren auf ein Minimum und senkt zugleich den Verbrauch. […] Es umfasst verschiedene, aufeinander abgestimmte technische Maßnahmen zur innermotorischen Minimierung der Rohemissionen und zur effektiven Nachbehandlung des Abgases. Dabei werden alle relevanten Emissionsbestandteile auf ein Minimum reduziert.“

Die DUH beharrt darauf, dass „die Daimler AG im Zusammenhang mit den oben zitierten Werbeversprechen nicht auf diese Verringerung der Wirksamkeit des Emissionskontrollsystems hinweist, obwohl in Deutschland in über 50 Prozent der Zeit Temperaturen von unter zehn Grad Celsius herrschen“ und nennt „diese Aussagen“ der Daimler AG „irreführend“.

Dabei habe doch die Daimler AG „als Reaktion auf den am 3.2.2016 durch die DUH erhobenen Vorwurf der Verwendung von Abschalteinrichtungen eine solche eingeräumt, mit der die Wirksamkeit des Emissionsminderungssystems bei Außentemperaturen unter (plus) 10 Grad Celsius ‚zum Schutz des Motors‘ verringert wird. Nach einer schriftlichen Bestätigung zum Bericht 2015/R10702 des niederländischen Prüfinstituts TNO lagen die bei dem geprüften Mercedes-Benz C 220 BlueTEC gemessenen NOx-Emissionen bei Außentemperaturen zwischen sieben und zehn Grad Celsius mit 817 mg NOx/km um das mehr als Zehnfache über dem geltenden Grenzwert bei für den Stadtverkehr typischen Geschwindigkeiten von 0 – 45 km/h. Gegenüber den Messwerten auf dem Rollenprüfstand war die Abweichung auf der Straße sogar um den Faktor 20 höher.“

Wer führt bei diesem aktuellen Streit zwischen dem Daimler und der DUH eigentlich wen in die Irre? Wir werden berichten.

„Wir stehen zu allen getroffenen Aussagen“ – DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch im Gespräch mit RoadsRus

© Foto: Robert Lehmann

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Am Rand des Genfer Autosalon ist das Duell zwischen dem Daimler und der DUH durchaus Thema. Daher fragte RoadsRus heute bei der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) nach und erhielt von Jürgen Resch als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe e.V. erste Anworten.

Rothweg: Die Daimler AG behauptet, dass die Klage keine Grundlage hätte. Welche Grundlage hat Ihre Klage und wie wasserdicht schätzen Sie diese ein?

Resch: Das niederländische Prüfinstitut TNO hat festgestellt, dass bei dem geprüften Mercedes-Benz C 220 BlueTEC die gemessenen NOx-Emissionen bei Außentemperaturen zwischen sieben und zehn Grad Celsius mit 817 mg NOx/km um das mehr als Zehnfache über dem geltenden Grenzwert bei für den Stadtverkehr typischen Geschwindigkeiten von 0 – 45 km/h lagen. Die Daimler AG hatte als Reaktion auf den am 3.2.2016 durch die DUH erhobenen Vorwurf der Verwendung von Abschalteinrichtungen eine solche eingeräumt, mit der die Wirksamkeit des Emissionsminderungssystems bei Außentemperaturen unter (plus) 10 Grad Celsius ‚zum Schutz des Motors‘ verringert wird.
Unter anderem die Werbeaussage von Daimler, dass „die Stickoxid-Emissionen durch das hochmoderne Abgasbehandlungskonzept BlueTEC um bis zu 90 Prozent auf ein Minimum reduziert werden“, ist falsch und irreführend. Da Daimler seine Kunden mit falschen Qualitätsversprechen täuscht, wird die DUH Klage einreichen, um die Fortsetzung der Verbrauchertäuschung für alle von den Abgasmanipulationen betroffenen Fahrzeuge gerichtlich untersagen zu lassen.
Die DUH ist als sogenannte „qualifizierte Verbraucherschutzorganisation“ in der Liste der klageberechtigten Verbraucherschutzverbände in Deutschland aufgenommen uns ist seit über 10 Jahren berechtigt, Verstöße gegen den Verbraucherschutz zu verfolgen. Rechtsgrundlage ist dabei das Wettbewerbsrecht. Die DUH hat durchschnittlich 300 Rechtsverfahren pro Jahr vor Gericht, die Quote verlorener Fälle liegt bei ca. 3 Prozent. Auch gegen Daimler hat die DUH bereits viele Verfahren gewonnen wie z. B. gegen falschen Spritverbrauchs- und CO2-Angaben bei der Vorstellung der neuen S-Klasse vor drei Jahren.

Rothweg: Der Daimler und die DUH werfen sich in ihren Pressemitteilungen vom 29.02.2016 gegenseitig „Irreführung“ vor. Was sagen Sie dazu?

Resch: Wir stehen zu allen getroffenen Aussagen. Wir diskreditieren niemanden, sondern stellen fest, dass der Mercedes C-Klasse BlueTec 220 CDi bei Geschwindigkeiten von 0-45 km/h im TNO-Test mehr als zehn Mal so viel Nox emittiert als der Euro-6 Grenzwert. Das Fahrzeug verstößt nach Auffassung der DUH gegen die Zulassungsbestimmungen. Daher haben wir auch einen Antrag auf Entzug der Typzulassung gestellt. Darüber hinaus wird dem Verbraucher dieser Mangel nicht mitgeteilt – sondern im Gegenteil falsche Qualitätsversprechen gegeben.

Zur COTY-Preisverleihung oder Nicht ein Jota Verstand – Kommentar

© Opel

Genf, Schweiz (RoadsRus). Alle Jahre wieder wird seit den 1950er Jahren der Preis mit dem Titel „Auto des Jahres“, englisch „Car of the Year“, daher kurz „COTY“, vergeben. In diesem Jahr traf es den Astra von Opel (Vauxhall). Der Preis gilt als europäischer Preis im Gegensatz zum Auto-Preis „Gelber Engel“ des Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (kurz ADAC) oder „Goldenes Lenkrad“ der Springer-Blätter „BamS“ und „Auto-Bild“, deren Lohnschreiben sich mitunter wie ein Bums im Boliden-Boulevard benehmen. Egal, das ist hier und heute nicht mein Thema.

Mit gehr es darum, dass bei der COTY-Preisverleihung gestern bei Genf der Hakan Matson als Jury-Präsident behauptete, dass er “die Stimmabgabe unserer Mitglieder“ für „transparent“ halte. Man wisse, verkündete der Mann, „wer wem wie viele Punkte abgegeben hat“. Außerdem behauptet Matson, dass „die offiziellen Sponsoren von Car of the Year … in keiner Weise mit der Automobilindustrie verbandelt“ seien.

Hätte Matson den Mund gehalten, hätten wir ihn für einen Philosophen halten können. Doch wer sich zu Themen wie Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit äußert und diese Begriffe auf die Auto-Branche bezieht, der muss sich nicht wundern, wenn er am Ende als Clown dasteht und die Veranstaltung als Klamauk bezeichnet wird.

Die von Matson angesprochenen Medien, die mitmachten, sind: „Auto“ (Italien), „Autocar“ (GB), „Autopista“ (Spanien), „Autovisie“ (Niederlande), „L’Automobile“ (Frankreich), „Vi Bilägare“ (Schweden) und „Stern“ (BRD).

Alle Autos und also auch die glorreichen Sieben wurden von Lohn- und Honorarschreibern der genannten Medien, die Matson für die „sieben führenden Automobilzeitschriften aus ganz Europa“ hält, womit er sich vollends entblödet, ausgewählt.

Ich mir sicher: Ohne die Werbung der Autoindustrie würde es diese sieben Medien so nicht geben. Immerhin ist „RoadsRus“ unabhängig und veröffentlicht diesen Kommentar und nicht nur die Meldung. Und das ist gut so!

Gleichwohl gratuliere ich den Gewinnern, den Autobauern des Astra von Opel (Vauxhall).

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