Dienstag, 21/11/2017 | 6:59 CET
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Was ist bloß beim Daimler los?

Stuttgart, Deutschland (RoadsRus). Die Daimler AG steckt offenbar tiefer im Abgassumpf als angenommen. Steckt der Stern so tief im Dieselskandal wie Volkswagen und andere?

Hans Leyendecker und Klaus Ott berichten in „Süddeutsche Zeitung“ (12.07.2017) unter dem Titel „Schwere Abgas-Vorwürfe gegen Daimler“ darüber, dass „die Daimler AG … fast ein ganzes Jahrzehnt lang Autos mit einem zu hohen Schadstoffausstoß verkauft haben“ soll. Das gehe aus einem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Stuttgart hervor.

Fast zwei Dutzend Staatsanwälte und über 200 Polizisten durchsuchten Geschäftsräumen von elf Daimler-Gebäuden in Baden-Württemberg, Berlin, Niedersachsen und Sachsen. Die Staatsanwaltschaft ermittle – hört, hört – gegen „mehrere namentlich bekannte Personen sowie gegen unbekannt“ (vgl. „Süddeutsche Zeitung vom 23.05.2017 unter dem Titel „Razzia bei Daimler wegen Abgasaffäre“).

Die Motoren OM 642 und OM 651, die in Personenkraftwagen verschiedener Klassen und Modelle mit dem Mercedes-Stern und Kleintransportern stecken, sollen manipuliert, Kunden und andere belogen und betrogen worden sein. Einfach gesagt: Beim Test sind die Wert hui, beim normalen Gebrauch pfui.

Unter dem Titel „Daimler soll eine Million manipulierte Fahrzeuge verkauft haben“ wird in „Spiegel-Online“ (12.07.2017) „eine Daimler-Sprecherin“ mit folgenden Worten zitiert: „Wir kooperieren vollumfänglich mit den Behörden. Spekulationen kommentieren wir nicht.“

Das klingt nicht anders als bei Bosch. Die Robert Bosch GmbH kooperiere auch angeblich bestens mit den Behörden, die gegen Bosch wegen „Beihilfe zum Betrug“ ermitteln.

Immerhin haben Verantwortliche der Volkswagen AG (VW) zugegeben, eine Betrugssoftware benutzt zu haben, sodass auf der Straße Dieselautos zu Dreckschleudern wurden. Allerdings stehen VW-Leute weiterhin steif und fest bei der Aussage, das Lügen und Betrügen in den USA nicht in EU-Europa getan zu haben. Bei der Daimler AG will man davon scheinbar noch nichts wissen und redet sich mit Bemerkungen wie Motorschutz nach EU-Gesetz raus.

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