Dienstag, 24/10/2017 | 11:31 CEST
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© Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Gefahren und für gut befunden: Die Tiger 800 XRT von Triumph

Berlin, Deutschland (Weltexpress). Die Geschichte des Motorrades mit dem Titel Tiger 800 der englischen Motorradmarke Triumph reicht nicht nur lange zurück sondern weit in die Ferne. Viele Reisende kennen das Motorrad nämlich nicht nur aus Schottland, England, Wales und Nordirland und also aus dem mit Schwert, Scheuklappen und Schmiergeld Vereinigten Königreich, sondern auch aus Thailand. Vor allem dort war und wird die Tiger 800 nicht nur über den Asphalt sondern auch durchs leichte Gelände gelenkt, weswegen dieses Modell die Bezeichnung Reiseenduro zu Recht trägt.

Hinzu kommt, dass die Tiger 800 laut Wikipedia „seit 2010 in zwei Varianten in England sowie in Thailand“ produziert wird. Die neuesten Tiger-Modelle sind, wie Triumph mitteilt, „die straßenorientierte XRT und die stärker auf Offroadbetrieb fokussierte XCA“. Beide seit einem Jahr neuen Modelle liegen im Komfort über den Maschinen mit dem Zusatz XRX und XCX, wobei die Kürzel XR für Cross Road und XC für Cross Country stehen.

Triumph Tiger 800 XRT vor dem Viadukt von Millau im Département Aveyron. © Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Triumph Tiger 800 XRT vor dem Viadukt von Millau im Département Aveyron, Frankreich. © Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Wikipedia teilt mit, dass „die Tiger 800 … als Motorrad für den Alltag und Touren gedacht“ sei, „sie baut mit kürzerem Federweg tiefer und soll daher auch Interessenten ansprechen, die Wert auf eine niedrigere Sitzbankhöhe legen. Wer will, der kann bei der XRT mit zwei, drei Handgriffen seinen Sitz höherlegen.

Der Fahrer- wie der Beifahrersitz und auch die beiden Griffe sind elektrisch beheizbar. Die 650-Watt-Lichtmaschine liefert dafür genug Strom, der auch noch für LED-Nebelscheinwerfer, Naivagationsgerät und im Falle eines Falles beheizbare Kleidung reichen würde. Wunderbar, wenn man das braucht.

Über den Belag bundesdeutscher und französischer Autostraßen sowie ab und an abseits asphaltierter Wege trug mich die Tiger 800 XRT von Triumph die letzten Wochen und Tage und stellte für mich ihre Tauglichkeit und Reichweite beim Reisen unter Beweis.

Bei jedem Untergrund (von Beton bis bröselig) ließ sich der Motor, der seine Kräfte über eine Kette an die Räder bringt, gut und gefühlvoll dosieren und bestens durch eine erstaunliche Breite bei der Drehzahl bugsieren. Dabei ruckelte und zuckelte, bockte und brummte die 95 PS starke und mit einem wassergekühlten Dreizylinder-Motor mit 800 ccm Hubraum ausgestattete Tiger 800 XRT nicht ein einziges Mal, so dass ich die sportliche Engländerin beinahe für ein E-Bike hielt, mit dem ich im sechsten Gang noch gemütlich durch die Dörfer französischer Départements fuhr. Gut, dass alle paar Hundert Kilometer Kraftstoff in den Tank muss.

Triumph Tiger 800 XRT am Ortseingang von Roquefort im Départements Aveyron. © Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Triumph Tiger 800 XRT am Ortseingang von Roquefort im Département Aveyron, Frankreich. © Münzenberg Medien, Foto: Stefan Pribnow

Gefühlt kam ich bei genuss-orientiertem bisweilen bravem Fahrstil – schließlich war ich nicht auf der Flucht – immer weit über 400 Kilometer mit nur einer Tankfüllung, für die ich immer einen 20er hinblättern und wenige Münzen aus der Tasche kehren musste. Triumph teilt für die „theoretische Reichweite mit einer Tankfüllung“ 438 Kilometer mit. Das darf man so sagen und schreiben.

Dass die Tiger 800 XRT über famose Technologien wie „Ride-by-wire-Drosselklappensteuerung für ein besseres Ansprechverhalten und bessere Fahrbarkeit über drei Fahrmodi und ein abschaltbares ABS bis zur serienmäßigen Traktionskontrolle“ verfügt, das muss man so schreiben. Sogar mit einem Tempomat ist mein Motorrad ausgestattet. Das ist toll für alle, die selber in die Jahre kommen und ein Motorrad nicht mehr derart spartanisch möchte wie oft in jungen Jahren erfahren.

Auch wenn das solide und zuverlässige Motorrad als echter Triumph Triple den Titel Tiger führt, ist der Entenschnabel immer noch charakteristisch. Die Kofferhalterungen werden das auch, denn die sind serienmäßig dabei für das optionale Koffersystem aus Aluminium. Richtig, die Tiger 800 XRT ist eine komfortable Maschine für Reisen on the roads. Damit können Kurven und Kehren kommen. Die Leichtmetallguss-Mehrspreichenräder mit 19 Zoll vorne und 17 Zoll hinten scheinen die Fahreigenschaften der Tiger XRT ordentlich zu ergänzen.

Auf die Tiger 800 XRT und XCA gibt der Hersteller aus Hinckley – dem Herzen Englands – voll vier Jahre Garantie. Und zwar zu einem Ab-Preis von 9.900 Euro. Das ist nicht geschenkt, aber gut – wie das ganze Motorrad: die Tiger 800 XRT von Triumph.

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