Dienstag, 21/11/2017 | 6:57 CET
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Der neue Mustang von Ford oder Die „Pony-Car“-Ikone genießen

Bernried am Starnberger See, Bayern, Deutschland (RoadsRus). Am Starnberger See fuhr ich Mitte November erstmals den neuen Mustang von Ford und erfuhr Wissenswertes zum weltweit gern gekauften Sportwagen.

Der neuer Ford Mustang soll im ersten Halbjahr 2015 weltweit der meistverkaufte Sportwagen gewesen sein, von dem es allein in Europa über 2.600 Vorbestellungen gegeben habe. Bei Händlern und Fahrern wie mir scheint der Mustang mit dem 5,0-Liter-V8-Motor, der laut Ford-Mitarbeiter 310 kW (421 PS) bringe, ein echter Renner zu sein, der in weniger als fünf Sekunden aus dem Stand auf hundert Stundenkilometer stürmen solle.

Das wollte ich ausprobieren, das probierte ich auch, aber bei aller Fahrfreude am Starnberger See verhinderten Verkehrsteilnehmer alle echten Versuche. Zudem war meine Versuchsanordnung ähnlich der Hauptuntersuchungen von TÜV, Dekra, GTÜ und allen anderen Prüforganisationen, denen die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) mit Datum vom 10. Dezember 2015 „die Akkreditierung ausgesetzt hat“.

Die DAkkS habe bei den Prüfdiensten festgestellt, wie Spiegeln-Online am 23.12.2015 mitteilt, „dass ‚in erheblichem Umfang‘ Messgeräte eingesetzt werden, die nicht nach den ‚einschlägigen Anforderungen‘ und dem ‚Stand der Technik kalibriert sind‘“.

Was man nicht kann, darf oder will, das lässt man lieber und so drehte ich im Rahmen der Straßenverkehrsordnung und der Situation am See meine Runde, probierte kurz die Fahrprogrammen von Normal über Sport+ und Track bis Schnee/Nass. Nass war es stellenweise wirklich und windig. Das ist rund um Bernried normal im November.

Doch beim Katapultstart wird man wirklich in den Sitz gedrückt. Dass Mann und Mustang nicht vom Asphalt der Autostraßen rutschen, regelt ein nur für den V8 erhältliches Fahrassistenzsystem namens Launch Control. Das funktioniert ganz einfach. Der Fahrer muss nur den ersten Gang einlegen und Vollgas geben. Ford verrät: „Das System hält die Motordrehzahl konstant in einem Bereich zwischen 3.000 und 4.500 Umdrehungen. Sobald der Fahrer auskuppelt, sorgt das Fahrzeug selbsttätig dafür, dass der vorhandene Grip und die Traktion für einen bestmöglichen Katapultstart eingesetzt werden.“

Famos. „Untermalt“ werde der Beginn mit dem Bleifuß „von einem satten Motorsound, der für Gänsehaut“ sorge, ist sich Hermann Salenbauch, Leitender Direktor für die Mustang-Baureihe, sicher. Sicher ist auch, dass beim Bedienen des Kippschalters in der Mittelkonsole schwuppdiwupp die Maschine schaltet.

Dazu teilt Ford mit, dass sich „je nach Auswahl … die Programmierung des AdvanceTrac-Stabilitätsprogramms und des ABS sowie die Abstimmung von Gaspedal-Kennlinie, Traktionskontrolle sowie des Automatikgetriebes“ ändere. „Gleichzeitig wird auch das Ansprechverhalten der Sicherheits- und Stabilitätskontrolle angepasst“, erklärt mit ein Fachmann von Ford und erwähnt, dass „bei der elektrischen EPAS-Servolenkung“ der Fahrer zudem „zwischen den drei Optionen Normal, Comfort und Sport wählen“ könne.

Wahnsinn und wunderbar, dass sogenannte Track-Apps eine Auswertung der ermittelten Daten ermöglichen. Dass ich ein paar Mal brachial beschleunigte und bremste, das hätte ich auch ohne das Fahrzeugdisplay, das mit Hilfe von Tasten am Lenkrad bedient wird, berichten können. Dennoch ist das ein schöner Schnickschnack für die Rennstrecke. Meine Rennstrecke sind zwei, drei Dutzend Kilometer Straße entlang der Randbebauung rund um den Starnberger See. Die Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erreicht man dort nie und nimmer. Und das ist gut so.

Nach meinem Ausritt mit dem Mustang erfahre ich, dass das Auto sowohl leichter als auch steifer wurde. Wie das? Ford: „Motorhaube und die vorderen Kotflügel werden ebenso aus leichtem Aluminium gefertigt wie das hintere Achsgehäuse der Automatikversionen, die hinteren Bremssättel sowie zahlreiche Fahrwerksteile. Eine spezielle Leichtbaukur erhielten auch Komponenten wie der hohlgebohrte hintere Stabilisator oder die Sitze.“ Zudem sei „im Vergleich zum Vorgänger“ eine „28 Prozent höheren Verwindungssteifigkeit“ erreicht worden, wozu „die Verwendung hochfester Stähle in Verbindung mit modernster Laser-Schweißtechnik und dem sogenannten Hydroformverfahren“ beigetragen hätten.

Wie immer gibt es verschiedene Ausstattungsvariantes des Automobils und entsprechend unterschiedliche Preise. Neben dem V8-Motor steht mit dem 2,3-Liter-EcoBoost ein weiterer Benzinmotor zur Verfügung. Der beginnt bei 37.000 Euro. Der Preis für den Mustang mit dem V8-Motor beginnt aktuell bei 42.000 Euro. Beide Motoren sind mit einer Sechs-Gangschaltung oder mit Sechsgang-Automatikgetriebe fahrbar. Die Automatik kostet 2.000 Euro mehr.

Wer einen Mustang fahren möchte, der will nicht wirklich wissen, was er verbraucht oder verpufft. Die Angaben des Herstellers sparen wir uns an dieser Stelle, aber nicht den Hinweis, dass „die moderne Form des Fließheck und die aerodynamische, nach unten gebogene Motorhaube und Frontsplitter, die für mehr Abtrieb sorgen“, dem Wagen eine kraftvolle Wirkung geben.

Angucken, anfahren, angeben und die jüngste Generation der US-amerikanischen „Pony-Car“-Ikone genießen. Darauf kommt es an, oder?

Unterstützungshinweis:

Die Recherche wurde unterstützt von Ford-Werke GmbH.

1 Kommentar

  • Kerstin-Bettina Kaiser

    Wer ist denn die Wuchtbrumme neben dem gelben Kleinwagen? Etwa ein rasender Reporter?!

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