Samstag, 25/11/2017 | 4:32 CET
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Der Mitsubishi Outlander im Modelljahr 2016

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Der Outlander. Umfassende Überarbeitung, unschlagbarer Preis. Der Outlander von Mitsubishi ist ein SUV für die ganze Familie. Ein SUV? Er scheint ein maßvolles Mittelding zwischen einem Sport Utility Vehicle, kurz: SUV, Deutsch: Sport- und Nutzfahrzeug oder auch Geländewagen, und einem Kombi, was sich wiederum von Kombination ableitet, die eine von Personen- und Lastkraftwagen ist.

Wenn ein Auto alles ist, dann besteht immer die Gefahr, dass es nichts ist. Gehen wir der Sache also auf den Grund und ins Detail. Eine Familie besteht auch heute noch in der Regel aus Eltern und Kindern, die in einem Haushalt leben, wenn auch die Ausnahmen mehr werden und in die Millionen gehen. Heiraten und Haushalt gründen ist zumindest in jungen Jahren alles andere als die Regel. Kinder kriegen scheint schon seit Jahren nicht mehr Mainstream. Patchwork ist im Metropolenkapitalismus das Maß aller Dinge und die Familie ein Flickenteppich. Der aber hat Platz im Outlander. Sogar ein Flickenteppich mit zwei Erwachsenen vorne und drei Kindern hinten hat Platz. Der Trend geht zur Zweitfrau und zum Zweitmann, wie auch zum zugekauften Kind. Selbst die in die Patchwork-Familie Adoptierten finden im Outlander Platz. Bis zu sieben Personen können sich setzen. Nicht die Frage ob Drei- oder Fünftürer, sondern die Frage nach Fünf- oder Siebensitzer stellt sich beim Outlander, denn der kann sowohl als Fünf- als auch als Siebensitzer, wobei die dritte Sitzreihe umklappbar ist, gekauft werden.

Der Outlander ist gut im Nehmen. Die Aufnahmebereitschaft dieses Automobils ist höher als die vieler Staaten in Europa. Doch weg vom Fremden- zum Personenkraftverkehr. Zu den sieben Personen kann er noch mehr einstecken, nämlich Kindersitz und Kinderwagen. Großeinkäufe und Gepäck können in den Kofferraum und im Falle eines Falles zeigt sich der Outlander mit bis zu zwei Tonnen Anhängelast immer noch zugstark. Patchworkfamilienurlaub mit Wohnwagen? Kein Problem mit dem Outlander!

Je nach Bedarf lässt sich die große Ladefläche mit zusätzlicher, geteilter und umklappbarer Sitzreihe für Sack und/oder Pack nutzen. Im doppelten Boden des Kofferraums sorgen eine Box aus Plaste und Elaste für Ordnung, Überblick und sicheren Halt beim Transport von Kleinkram. Wer auch immer hinten steht, der kann die Hecktür des Outlander quasi kraftlos und also bequem elektrisch bedienen und zwar mit Fernbedienung, Cockpit-Schalter sowie Bedienknopf an der Heckklappe.

Ein Geländewagen ist der Outlander nicht wirklich, doch das gilt für viele Fahrzeuge, denen Embedded Journalists und PR-Agenten ein SUV anhängen. Immerhin sorgen die Sitzpositionen, die spürbar höher sind als in Limousinen und Kombis für SUV- und Sicherheitsgefühle. Für die Sicherheit sorgen zudem eine gute 360-Grad-Sicht, ordentliche Rückspiegel, auch an den Seiten, und jede Menge rechnergesteuerter Systeme, die dem Fahrer assistieren.

Die LED-Scheinwerfer wirken vorne ein wenig schlitzig. Nennen wir diese Auffälligkeit eine Hommage an Japan. Das Schmale der Scheinwerfer wie weitere Details der äußeren Form, die lang gestreckt sind, geben dem Fahrzeug offensichtlich einen schlanken Fuß, während das „Dynamic Shield“ Robustheit verspricht. „Die neuen, breitenbetonten Stoßfänger mit silberfarbenem Unterfahrschutz vorne und hinten, schwarze Kotflügelverbreiterungen und eine weitere Chromspange zwischen den LED-Rückleuchten geben dem Mitsubishi SUV ein frisches Erscheinungsbild“, ist man bei der MMD Automobile GmbH laut Presseinformation überzeugt. Der Wagen wirkt lang und schlang, breit, aber nicht klobig. Was nach an Japan und vor allem an Mitsubishi erinnert, das ist das dezent platzierte Drei-Diamanten-Markenlogo.

Innen begegnet einem das Logo erneut auf dem Multifunktionslenkrad. Tempoautomatik, der Bluetooth-Freisprecheinrichtung und des Audiosystem können damit bedient werden. Rechts neben dem Lenkrad befindet sich der Start-Stopp-Knopf, um den Motor bei getretener Kupplung und im Leerlauf zu starten.

Beim Fahren, und das ist erfreulich, übernimmt ein Lichtsensor das Einschalten der Scheinwerfer und Rückleuchten bei Dämmerung. Ein Regensensor schaltet bei Regen die Scheibenwischer an. Ja, warum eigentlich nicht.

Als angenehm für die Augen des Fahrers darf das automatische Verdunklung des Spiegels vor Blendung durch den rückwärtigen Verkehr empfunden werden. Auch dass beide vorderen Sitze – die hinteren leider nicht – über eine Sitzheizung, ist gut.

Unsere Sitze waren alle aus schwarzem Leder und das gefiel.

Das Schiebedach ist schön, lässt sich elektrisch bedienen und lässt Sonne und Wind hinein, reicht aber nicht weit bis nach hinten.

Beim Einparken hilft eine Rückfahrkamera.

Dies alles und noch viel mehr verteilt sich auf drei verschiedene Ausstattungsvarianten. Doch von der Basisausstattung beim neuen Outlander, die ab 20.990 Euro inklusive Mehrwertsteuer zu haben ist, steigt der Preis über Plus in Höhe von 24.690 Euro inklusive Mehrwertsteuer auf Pro zum Preis von 36.690 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Das FM-MW-LW-Digitalradio mit CD-/MP3-Kombination lässt sich mit dem Touchscreen gut bedienen, aber die 6.1 Zoll sind für meinen Geschmack zu klein. Schnittstellen für USB und Bluetooth befinden sich ebenfalls im Auto. Die Akkustik der Musikbox (mit 710W Verstärker (acht Kanäle) mit digitalem Signalprozessor, acht High-End-Lautsprecher und 25cm Subwoofer) ist eine runde Sache, während die Fahrgeräusche und Vibrationen laut Hersteller reduziert worden sein sollen.

„Mehr als 40 Fahrzeugbereiche“ sollen „analysiert und optimiert“ worden sein. Während die Gesamtsteifigkeit „deutlich erhöht“ worden sein soll, verspricht die Presseinformation, sei das Gewicht weniger geworden.

Auch das Fahrwerk sei verbessert worden mit dem Ergebnis, dass dies zu „noch mehr Linearität und präziserer Rückmeldung der Lenkung, erhöhter Handling- und Fahrstabilität, sanfterem Abrollverhalten sowie noch feinerem Ansprechen der Federung“ führe. Wir, die wir zwei Wochen mit dem Outlander gefahren sind, fühlten uns damit wohl und waren mit unserem Allradantrieb sehr zufrieden. Sie sollten sowohl den Front- (2D) als auch den Allradantrieb (4WD) probieren. „Den 4WD-Benziner gibt es ausschließlich mit stufenlosem CVT-Getriebe, den 4WD-Diesel als Schalt- oder Automatikvariante. Mit dem 2WD sollte man auf Straßen und Wegen bleiben. Er eignet sich als Kombi- und Reiselimousine. Mit dem 4WD-Wagen kann der Fahrer hingegen auch schwieriges Geläuf in Angriff nehmen.

Wer sich für den Siebensitzer mit Diesel-Motor (2-2 DOD 4WD mit Automatik) entscheidet, der kommt auf 110 kW (150 PS), sowie Metallic-Perleffekt-Lackierung für 620 Euro entscheidet, der bekommt aktuell 3.000 Euro Rabatt und das Auto zum Gesamtpreis von 39.110 Euro inklusive Mehrwertsteuer. Wer noch das Fahrassistent-System möchte, der muss laut Preisberechnung unter http://www.mitsubishi-motors.de aktuell 40.510 Euro zahlen.

Mitsubishi Motors gewährt auf den neuen Outlander fünf Jahre erweiterte Herstellergarantie (bis 100.000 km). Eine Patchwork-Familie, die in gut in Lohn und Brot steht, müsste das Geld in fünf Jahren angespart haben, oder?

Zum Kraftstoffverbrauch und zur CO2-Emission erklärt Mitsubishi Motors auf der Website, dass die Ermittlung nach dem vorgeschriebenen Messverfahren VO (EG) 715/2007 erfolgt sei und der Kraftstoffverbrauch kombiniert 6,7-5,1 l/100 km betrage, währen die CO2-Emission kombiniert bei 155-134 g/km liege, was der Effizienzklasse D-A entspreche. Dies haben wir nicht überprüft, wissen aber, dass bei Fahrzeugleergewicht geprüft wird. Das entspricht nicht der Wirklichkeit, denn im Fahrzeug sind Personen, wenigstens eine, und die wiegen schwer. Hinzu kommt mehr oder minder schweres Gepäck. Zudem verändern sich je nach Ausstattung, Witterung und Fahrweise Spritverbrauch und Schadstoffausstoß.

Unterstützungshinweis:

Die Recherche wurde von MMD Automobile GmbH unterstützt.

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