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Den Berg rauf mit dem Rad – Zum Buch „Tour de France – 20 legendäre Anstiege“ von Richard Abraham

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Wer wie jemand oder mehrere vom „RBB Inforadio“ „Spaß“ daran hat, „den Galibier mit dem Zeigefinger vier Klappseiten lang nachzufahren“, der hat auch Freude am Onanieren mit Wichsvorlagen. Und ob das Buch nur mit 200 spektakulären Fotos besticht oder einfach nur die besten Bildern, die der Autor kriegen konnte, bietet, das darf bedacht und geschrieben werden. Zweifelsohne sind das Besondere an dem Buch von Richard Abraham aus dem Göttinger Verlag Die Werkstatt neben beeindruckenden und bunten Querformatbildern manche Satellitenfotografien von Bergetappen der Lug-und-Betrug-Tour durch Frankreich. Doch im Zeitalter von Smartphone und Tablet das auf Papier mehr ein Gag (um nicht Witz schreiben zu müssen) und überholt sein.

Dass die Tour de France wenigerer mit Sport als vielmehr mit Spektakel zu tun hat und eine Ware ist, das wissen wir, aber für diejenigen, welche die Veranstaltung als eine Wahre verherrlichen, wird das 224 Seiten lange Werk ein Muss sein, eines von vielen.

Das Buch beginnt mit sechs Übersichtskarten, auf denen wir die Alpen mit zehn Gipfeln, die Pyrenäen mit sieben, das Zentralmassiv mit dem Puy de Dôme, die Vogesen mit dem Ballon d‘ Alsace und die Provence mit dem Mont Ventoux aus großer Höhe sehen. Der Inhalt ist jedoch in vier Kapiteln gegliedert und bietet vor allem die Bergklassiker der Alpen und Pyrenäen und versammelt den Mont Ventoux, den Puy de Dôme und den Ballon d`Alsace, den ersten Berg der Tour.

In der einseitigen Einleitung erklärt der Autor, was die Tour de France im Hochgebirge seiner Meinung nach „so aufregend“ mache. Laut Abraham seien dass „der Jubel der Massen, das Crescendo wummernder Hubschrauberrotoren, keuchende Fahrer, Sonnenhitze und kühle Bergluft, Abgase und Staubfahnen der Begleitfahrzeuge“. Mir ist das Hochgebirge ohne Menschenmassen, Motorenlärm und -Abgase lieber. Immerhin bin ich mir mit Tour-Direktor Christian Prudhomme einige, der behauptet, dass „der Radsport … verliebt in die Berge“ sei, vor allem die der „Hors Catégorie“. Mittlerweile sind das Anstiege der „oberhalb jeder Kategorie“ und von mir nur mit Motorrad oder Elektrofahrrad zu schaffen, denn ich sitze mehr im Lesesessel als auf dem Sattel. Das Blocksatz und Kleinstschriftgrößen in viel zu heller Graustufe Gift fürs gute, angenehme Lesen sind, dass muss ich daher nicht noch extra erwähnen. Wer seine Augen nicht verderben will, der lässt besser die Finger von diesem Buch. Immerhin, als Bilderbuch zur Einstimmung taugt Abrahams „Tour de France“. Und dann den Berg rauf mit dem Rad.

* * *

Richard Abraham, Tour de France, 20 legendäre Anstiege, 224 Seiten, Format: 28,3 x 24,5 cm, Hardcover, durchgehend farbig bebildert, Verlag: Die Werkstatt, 1. Auflage 2016, Göttingen, ISBN: 978-3-7307-0259-8, Preis: 34,90 EUR (D)

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