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Continental Spritspar-Sensorik immer öfter im Einsatz – Lkw sollen damit seit 2012 über 195 Millionen Liter Diesel eingespart haben

Berlin, Deutschland (RoadsRus). Geht es um die Effizienz von Nutzfahrzeugen, werden meist Motor, Gewicht und Aerodynamik betrachtet. Dabei kann auch die Sensorik eine wichtige Rolle für Kraftstoff sparendes Fahren spielen. Ein gutes Beispiel dafür ist der elektronische Horizont „eHorizon“ des Automobilzulieferers Continental.

Und so funktioniert „eHorizon“: Das System vergleicht permanent die Position des Fahrzeugs mit hochpräzisem topografischem Kartenmaterial und gibt die Informationen über die geplante Strecke an andere elektronische Steuergeräte wie beispielsweise den Abstands-Regel-Tempomaten weiter. Diese adaptieren automatisch Fahrweise und Geschwindigkeit.

Beispielsweise beschleunigt das Fahrzeug vor einer Steigung, um das verfügbare Drehmoment optimal auszunutzen und möglichst wenig zu schalten. Vor einem Gefälle wird die Geschwindigkeit reduziert, um die Beschleunigung des Fahrzeuges durch die Streckenneigung bestmöglich zu nutzen.

Zusammen mit der Software des Fahrzeugherstellers, die die Fahrweise dem Straßenverlauf anpasst, sorgt eHorizon so für eine Verbrauchsreduzierung. Darüber hinaus wird auf diese Art nicht nur Kraftstoff gespart und die Sicherheit erhöht – auch für mehr Komfort wird gesorgt, denn hartes Bremsen kann zumeist vermieden werden.

Unter anderem hat MAN neben eigenen Entwicklungen die Continental-Sensorik integriert. Efficient Cruise nennt sich das System, und vom TÜV bestätigte Feldtests haben eine Spritersparnis von über sechs Prozent ergeben. Seitdem die Technologie 2012 in Serie gegangen ist, konnten so nach Schätzungen von Continental über 195 Millionen Liter Diesel eingespart werden. Das entspricht mehr als 260 Millionen Euro und über 515 000 Tonnen Kohlendioxid.

Continental entwickelt das erfolgreiche Serienprodukt kontinuierlich weiter: In der nächsten Ausbaustufe, dem vernetzten eHorizon, kann das Sensorsystem vom Fahrzeug erfasste Daten lokal speichern und an eine Cloud basierte Umgebung übertragen. Dort sollen die Daten von sämtlichen Fahrzeugen zusammengefasst und allen Nutzern für Kartenaktualisierungen regelmäßig zur Verfügung gestellt werden.

Über die finale Ausbaustufe, den dynamischen eHorizon, sollen sich Fahrerassistenzsysteme, Bremse oder Lenkung schon auf die kommende Verkehrssituation vorbereiten lassen – noch bevor die Fahrzeugsensoren die Situation erfassen. Meldet das System beispielsweise ein Stau-Ende hinter einer Kurve, könnte ein automatisiertes Fahrzeug sanft die Geschwindigkeit reduzieren, anstatt erst dann eine Vollbremsung einzuleiten, wenn die Sensoren das Hindernis erkennen.

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